{"id":9319,"date":"2003-01-07T19:49:53","date_gmt":"2003-01-07T18:49:53","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9319"},"modified":"2025-04-25T15:14:34","modified_gmt":"2025-04-25T13:14:34","slug":"matthaeus-2-1-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-2-1-12\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 2, 1-12"},"content":{"rendered":"<h3 align=\"left\"><b><span style=\"color: #000099;\">Epiphanias | 6. Januar 2003 | Matth\u00e4us 2, 1-12 | D\u00f6rte Gebhard |<\/span><\/b><\/h3>\n<p align=\"left\">Liebe Gemeinde,<br \/>\nder Predigttext zum Epiphaniasfest nimmt uns noch einmal mit auf den weiten, merkw\u00fcrdigen und damals wie heute gef\u00e4hrlichen Weg nach Bethlehem. Ich lese aus dem 2. Kapitel des Matth\u00e4usevangeliums die Verse 1 bis 12:<\/p>\n<p><em>&#8222;Als Jesus geboren war in Bethlehem in Jud\u00e4a zur Zeit des K\u00f6nigs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen:<\/em><br \/>\n<em>Wo ist der neugeborene K\u00f6nig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.<\/em><br \/>\n<em>Als das der K\u00f6nig Herodes h\u00f6rte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, <\/em><br \/>\n<em>und er lie\u00df zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. <\/em><br \/>\n<em>Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Jud\u00e4a; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1):<\/em><br \/>\n<em>\u201aUnd du Bethlehem im j\u00fcdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den St\u00e4dten in Juda; denn aus dir wird kommen der F\u00fcrst, der mein Volk Israel weiden soll.&#8216;<\/em><br \/>\n<em>Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen w\u00e4re,<\/em><br \/>\n<em>und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht flei\u00dfig nach dem Kindlein; und wenn ihr&#8217;s findet, so sagt mir&#8217;s wieder, da\u00df ich auch komme und es anbete.<\/em><br \/>\n<em>Als sie nun den K\u00f6nig geh\u00f6rt hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er \u00fcber dem Ort stand, wo das Kindlein war.<\/em><br \/>\n<em>Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut<\/em><br \/>\n<em>und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Sch\u00e4tze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.<\/em><br \/>\n<em>Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zur\u00fcckzukehren, und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nwir wissen zuviel. Wir wissen viel mehr, als beim Evangelisten aufgezeichnet steht und damit mehr, als gut ist. Viel zu viel phantasievolle Ausschm\u00fcckungen sind in diese Legende eingewandert. Von den Protestanten wird sie zwar eher vernachl\u00e4ssigt und hat nur sehr selten die Ehre, Predigttext zu sein; daf\u00fcr wurde sie aber von den Katholiken tendenziell und seit der Fr\u00fchen Kirche \u00fcberstrapaziert und beladen mit Weiterungen und Details, die mit den Gebeinen der Heiligen Drei K\u00f6nige im K\u00f6lner Dom nun wenigstens etwas zur Ruhe gekommen sind.<\/p>\n<p>Bevor wir uns also hineindenken in die weit Reisenden nach Bethlehem und die anderen, die in Jerusalem lieber im Palast bleiben, m\u00fcssen wir uns im Wegdenken \u00fcben. Liebgewordenes, vielleicht seit fr\u00fchesten Kindertagen Vertrautes sollten wir &#8211; nur eine Predigt lang &#8211; weglassen, die Patina von diesem m\u00e4rchenhaften Bild einmal beherzt abkratzen, um tiefere Schichten freizulegen.<\/p>\n<p>Sie waren ganz sicher nicht zu dritt unterwegs. Und sie hie\u00dfen nicht Kaspar, Melchior und Balthasar. Nichts davon steht da. Zu dritt hatte man auf dem weiten Weg aus dem Osten durch die W\u00fcste ins Heilige Land kaum Aussichten auf gute Ankunft. Nur ganze Karawanen waren unterwegs, ganz gleich, ob sie aus Arabien oder von drei verschiedenen Kontinenten kamen, wie man bald darauf erz\u00e4hlte.<\/p>\n<p>Sodann waren es gewi\u00df keine K\u00f6nige. Damalige Herrscher waren Herodes und \u00e4hnliche Charaktere. Andere konnten sich in den rauhen r\u00f6mischen Zeiten nicht an der Macht halten. Und hat es das denn je gegeben? K\u00f6nige auf einer friedlichen Wanderschaft, auf der Suche nach einem Gr\u00f6\u00dferen gar? Und was genau stellen Sie sich unter Heiligen K\u00f6nigen vor? Wie sollten sie gewesen sein?<\/p>\n<p>&#8222;Magier&#8220;, so steht beim Evangelisten geschrieben, seien sie gewesen. Magier waren damals noch vieldeutigere Leute als heute, zust\u00e4ndig f\u00fcr Astrologie und Astronomie. Die Auskunft \u201aMagier&#8216; l\u00e4\u00dft alle M\u00f6glichkeiten offen, ernsthaftes wissenschaftliches Bem\u00fchen ebenso wie das sonderbare Gesch\u00e4ft der Horoskopmacher und Wahrsager. Die Jahrhunderte sind dar\u00fcber vergangen, alles M\u00f6gliche in dieses Wort hinein- und herauszulesen.<\/p>\n<p>In Kiel hatte ich einen alten Professor, der mit den biblischen Schreibern auf Du und Du zu leben schien, der Vorlesungen lang T\u00fcrme von den verschiedensten, auch widerspr\u00fcchlichen Theorien kunstvoll vor uns aufschichtete und uns mit Pathos prophezeite: \u201aAuch die Generationen und Geschlechter nach uns werden noch f\u00e4sserweise Tinte \u00fcber diese Fragen vergie\u00dfen!&#8216;, nur um dann, ganz am Schlu\u00df, trocken zusammenzufassen: \u201aMit einem Worte: Wir wissen es nicht.&#8216;<\/p>\n<p>Insbesondere bei den Magiern gilt diese Wahrheit: \u201aMit einem Worte: Wir wissen es nicht.&#8216; Aber es deutet manches darauf hin, da\u00df Matth\u00e4us die fremden G\u00e4ste eher dem ernsthaften Bereich der Sternenkunde zugeordnet hat. Wissenschaft und Macht der Welt sind in Frage gestellt durch das neugeborene Kind. So hat Luther einen guten Griff getan, wenn er Magier mit &#8222;Weise&#8220; \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p>Es ist also nicht viel \u00fcbriggeblieben von den Heiligen Drei K\u00f6nigen, nur soviel: Weise Heiden suchen Gott. Aber das ist genug, um in einer Predigt nicht damit fertigzuwerden, nur drei Gedanken nachzugehen.<\/p>\n<p>Weise Heiden suchen Gott. Wer ist weise, wenn doch unser Wissen so enge Grenzen hat? Wenn wir so wenig wissen, von dem, was in der Vergangenheit geschah? Wenn wir unser Wissen auch so wenig einsetzen f\u00fcr das, was der Welt wahrhaftig zum Guten dient?<\/p>\n<p>Nach einer Antwort habe ich bei einem weisen Mann unserer Zeit gesucht, bei Hans Georg Gadamer, dem Philosophen, der wahrhaftig das ganze 20. Jahrhundert erlebte. 1900 geboren, verstarb er erst im vergangenen Jahr mit 102 und lehrte mehr als 70 Jahre als Professor. Er sagt: Weisheit ist eine Erwartungshaltung.<br \/>\nBesonders erfahren ist der, der viel erkundet, erforscht und erhofft. Klug und intelligent ist nicht der, der alles schon kennt und schon \u00fcberall war und schon alles gesehen hat und darum auch alles schon besser wei\u00df. Der Erfahrene ist der radikal Fragende, &#8222;der, weil er schon so viele Erfahrungen gemacht und aus Erfahrungen gelernt hat, gerade besonders bef\u00e4higt ist, aufs neue Erfahrungen zu machen und aus Erfahrungen zu lernen.&#8220; (Gadamer, Wahrheit und Methode)<\/p>\n<p>Deshalb sind die Weisen weise. Nicht, weil sie l\u00e4ngst alles wissen \u00fcber die Gesetze der Sterne und die Umlaufbahnen der Planeten, sondern weil ihr Wissen L\u00fccken hat, weil sie auch die gro\u00dfe Schw\u00e4rze zwischen den Sternen sehen. Weil sie ihre Grenzen kennen, machen sie sich auf den Weg, um zu fragen, ziehen los und ziehen weiter und nehmen auch Umwege in Kauf.<\/p>\n<p>Wissen und Weisheit wachsen nicht durch einsames Gr\u00fcbeln, sondern wenn einzelne sich zusammen auf den Weg machen und die wesentlichen Fragen im Leben nicht gleichg\u00fcltig bleiben.<br \/>\nDie weisen Heiden irren sich dabei gewaltig und gef\u00e4hrlich: Sie landen im Jerusalemer Palast, wo Jesus gerade nicht zu finden ist. Sie bringen damit ihn und seine Eltern sogar noch in Gefahr, weil Herodes und seine Leute gro\u00dfe, vor Panik offene Ohren bekommen durch ihre Frage nach dem Neugeborenen.<\/p>\n<p>Weise sind also zu fragen und zu suchen gewohnt, auch gew\u00f6hnt an Irrt\u00fcmer und Umwege, an Unverst\u00e4ndnis der anderen und &#8211; in unseren Tagen &#8211; auch an Desinteresse. &#8222;Was soll ich?&#8220; fragt einer, &#8222;Gott suchen? Ach, Gott (!), ich hab schon genug zu tun &#8230;&#8220;<br \/>\nIch bin dankbar f\u00fcr jeden Menschen, der sich nicht mit dem \u00c4u\u00dferen und der Oberfl\u00e4che von Erlebnissen begn\u00fcgt, sondern tiefer zu sehen und besser zu verstehen versucht.<\/p>\n<p>Zum Zeichen daf\u00fcr haben die Weisen der Bibel mit Sternen zu tun. Diese Himmelslichter sind das \u00c4u\u00dferste, Entfernteste, was wir sehen, aber nicht einfach greifen und fassen k\u00f6nnen. Sterne deuten darauf hin, da\u00df keines Menschen Leben in dem aufgeht, was andere seinen Horizont nennen, was um ihn herum und sozusagen direkt vor Augen ist. Das alles ist nicht zu verachten, aber unser Dasein ist doch viel mehr als alles, was wir ahnen oder wissen, planen und schaffen. Und selbst bei unserem gelungenen Tun kennen wir das letzte Ende nie. Wir \u00fcberlegen bestenfalls die Folgen, aber das Endg\u00fcltige bleibt verborgen.<\/p>\n<p>Es ist Gottes G\u00fcte, da\u00df wir nicht absolut alles wissen m\u00fcssen im Leben. Wir wissen von niemandem alles, nicht einmal von uns selbst. Der allererste Anfang ist und bleibt im Dunklen f\u00fcr uns und das Ende ist nicht absehbar. Auch ein Leben, das weit nach unserem begann und lange vor unserem endete, kennen wir nie ganz, nur mehr oder weniger gut.<br \/>\nDie Weisen wissen bis zuletzt nicht, wann, wie und bei wem sie in Bethlehem ankommen werden, und dann nicht, wie sie wieder heimkehren.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nwir wissen gut, da\u00df unser Wissen Grenzen hat. (Zu wissen, da\u00df man nichts wei\u00df, ist zwar platonisch, aber doch zu \u00fcbertrieben.)<br \/>\nEin zweiter Gedanke: Die weisen Heiden werden durch ihre Erkenntnisse gewisserma\u00dfen in geistliche Unruhe versetzt, sie ficht ihre Entdeckung am Himmelszelt an. Uns Christen sollte es nicht besser gehen. Freilich kann keiner Anfechtung befehlen. Aber die Legende des Matth\u00e4us ist doch beunruhigend genug, weil wir so vieles nicht erfahren und auch nicht ergr\u00fcnden k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Wie fing die Geschichte mit den Heiden im Orient an? Wie fiel die Entscheidung f\u00fcr eine solche Herausforderung? Nach menschlichem Ermessen war diese Entdeckungsreise mit ungewissem Ausgang vollkommen unvern\u00fcnftig, zu gef\u00e4hrlich und das Ergebnis zu ungewi\u00df, die eigene Mathematik wohl auch zu fehlerhaft und ungenau, als da\u00df man darauf sein Leben wagen sollte. Jede M\u00f6glichkeit, die Notwendigkeit f\u00fcr den Aufbruch logisch zu erkl\u00e4ren, mu\u00dfte scheitern.<\/p>\n<p>Die Anfechtungen unterwegs boten auch mehr als einen vern\u00fcnftigen Grund, sofort wieder umzukehren, sp\u00e4testens bei Herodes, der durch eine einzige Frage in unberechenbare Angst um seine Macht verfiel. Aber die Heiden halten durch. Ihre Weisheit verl\u00e4\u00dft sie nicht bei ihrer Suche nach Gott. Sie erkundigen sich nur und stellen eine Frage: Wo ist der neugeborene K\u00f6nig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. Sonst sagen sie nichts. Sie erkl\u00e4ren nichts, sie rechtfertigen sich nicht, sie prahlen nicht mit ihrem Wissen. Sie sind still und h\u00f6ren und sehen genau hin und ziehen dann weiter.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber den M\u00e4chtigen und ihren Gefolgsleuten lassen sie ihre Vernunft walten, die unter Menschen von N\u00f6ten ist. Sie riechen die Machtgel\u00fcste des Herodes und gehorchen ihm nicht, kehren anderw\u00e4rts heim. Nicht alle Wege f\u00fchren schlie\u00dflich \u00fcber Jerusalem.<\/p>\n<p>Die genaue Unterscheidung zwischen g\u00f6ttlich-\u00fcbervern\u00fcnftigen Dingen und menschlicher Klugheit macht auch das Christentum krisenfest und haltbar durch die Zeiten.<br \/>\nDie weisen Heiden wissen: Ein Stern steht in keines Menschen Macht. Darum folgen sie ihm. Herodes aber in all seiner Pracht ist sehr irdisch, ihm gehorchen sie daher nicht. So suchen sie Gott, so kommt er ihnen n\u00e4her.<\/p>\n<p>Das ist der letzte Gedanke, der die weite und merkw\u00fcrdige Reise nach Bethlehem vorl\u00e4ufig enden l\u00e4\u00dft. Die Weisheit der Heiden besteht darin, sich f\u00fchren zu lassen, nicht von vornherein schon zu wissen, wohin es gehen wird, wie es kommen wird, aber fest an die Wegweisung durch Gott zu glauben.<\/p>\n<p>Die weisen Heiden versuchen sich im Wegdenken, sie lassen beherzt alles weg, was Menschen ersinnen und aushecken. Sie gehorchen Gott mehr als den Menschen und dabei verlernen sie die unentwegte Besch\u00e4ftigung mit sich selbst, die zuletzt immer entt\u00e4uscht, weil nichts \u00fcbrigbleibt von Ruhm und Ehre, Geld und Glanz, Besitz und Sch\u00f6nheit oder was die Sch\u00e4tze dieser Welt sonst sein m\u00f6gen. Das ist auch der tiefere Grund, weshalb wir nichts von ihnen wissen, weder Name noch Herkunft noch, wie ihr Leben weiterging nach der Begegnung mit Gott.<\/p>\n<p>Die Legende von der Gottsuche der Magier ist alles andere als ein Leitfaden zur Selbstverwirklichung. Darin liegt wohl der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zu heutigen Magiern oder solchen, die von sich behaupten, den Weg zur Erleuchtung zu kennen: Die weisen Heiden ziehen erhobenen Hauptes durch die Welt, aber nicht vor Stolz und Hochmut, sondern damit sie Gottes Stern nicht aus den Augen verlieren. Die weisen Heiden schlagen die Augen nieder und beugen sich tief, aber nicht vor Verzweiflung und Resignation, sondern weil sie voll Staunen Gottes Sohn anbeten, denn in Jesus Christus ist die Weisheit Gottes auf Erden erschienen. Wissen k\u00f6nnen wir das freilich nicht, aber unser Glaube daran m\u00f6ge wachsen!<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als all unsere Vernunft, st\u00e4rke und bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Erl\u00f6serkirche Bad Godesberg am 5. 1. 2003<br \/>\num 10.00 Uhr<br \/>\nSonntag zum Epiphaniasfest<\/p>\n<p>Orgelvorspiel<br \/>\nLied: EG 66, 1-5 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude<\/p>\n<p>Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes AMEN.<br \/>\nUnsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Wort und Treue h\u00e4lt ewiglich und nicht fahren l\u00e4\u00dft das Werk seiner H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Psalm 100, 1-5<br \/>\nSiehe, nun kommt der Herr, der Herrscher,<br \/>\nund in seiner Hand ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit.<br \/>\nJauchzet dem Herrn, alle Welt!<br \/>\nDienet dem Herrn mit Freuden<br \/>\nKommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!<br \/>\nErkennet, da\u00df der Herr Gott ist!<br \/>\nEr hat uns gemacht und nicht wir selbst<br \/>\nZu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.<br \/>\nGeht zu seinen Toren ein mit Danken,<br \/>\nzu seinen Vorh\u00f6fen mit Loben,<br \/>\ndanket ihm, lobet seinen Namen.<br \/>\nDenn der Herr ist freundlich und seine Gnade w\u00e4hret ewig, und seine Wahrheit f\u00fcr und f\u00fcr.<br \/>\nEHR SEI DEM VATER UND DEM SOHN UND DEM HEILIGEN GEIST&#8230; AMEN.<\/p>\n<p>La\u00dft uns unsere Schuld bekennen<br \/>\nBarmherziger Gott, im Licht deiner Herrlichkeit<br \/>\ntritt auch der Schatten hervor.<br \/>\nLa\u00df uns die dunklen Seiten<br \/>\nin unserem Leben und in unserer Welt<br \/>\nvor dir aussprechen und beim Namen nennen,<br \/>\ndamit sie sich wandeln k\u00f6nnen in deinem Licht:<br \/>\nunsere Bequemlichkeit und oft auch \u00dcberheblichkeit,<br \/>\ndie Unf\u00e4higkeit, zur eigenen Schuld zu stehen<br \/>\nund sie vor anderen zuzugeben,<br \/>\ndie Angst vor dem Urteil anderer,<br \/>\ndie uns hindert, nach unserem Gewissen zu handeln,<br \/>\nden Mangel an Mut, an Liebe, an Willen zum Frieden.<br \/>\nWir bitten dich:<br \/>\nLa\u00df das Dunkle nicht \u00fcberhand nehmen.<br \/>\nBefreie uns von der Last unserer Schuld.<br \/>\nGib, da\u00df Menschen uns verzeihen,<br \/>\ndie wir verletzt haben mit unbedachten Worten oder unterlassener Hilfe.<br \/>\nBarmherziger Gott, vergib du uns um Jesu Christi willen.<br \/>\nHERRE GOTT; ERBARME DICH &#8230;<\/p>\n<p>Gnadenspruch:<br \/>\nGott hat sich unser erbarmt. Er spricht:<br \/>\nIch will das Verlorene wieder suchen und das verirrte zur\u00fcckbringen<br \/>\nund das Verwundete verbinden und das Schwache st\u00e4rken.<br \/>\nIhr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide,<br \/>\nund ich will euer Gott sein. (Ez 34,16a.31)<\/p>\n<p>EHRE SEI GOTT IN DER H\u00d6HE &#8230;<br \/>\nALLEIN GOTT IN DER H\u00d6H SEI EHR &#8230;<\/p>\n<p>Kollektengebet<br \/>\nHerr Jesus Christus, Gottes Kind, Licht der V\u00f6lker,<br \/>\ndu bist unter uns erschienen,<br \/>\nnicht als einer der M\u00e4chtigen.<br \/>\nGib uns die Gnade, dich zu suchen, wo du zu finden bist,<br \/>\nda\u00df die Weisheit dieser Welt dem\u00fctig wird und<br \/>\nvoll Staunen entdeckt, wie freundlich du uns bist,<br \/>\ndu unser Heiland und Erl\u00f6ser,<br \/>\nder du mit Gott dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.<br \/>\nG: AMEN.<\/p>\n<p>Lesung aus dem Alten Testament: Jes 60, 1-6<br \/>\nHallelujavers: Halleluja! Ps 117<br \/>\nGemeinde: HALLELUJA<\/p>\n<p>Glaubensbekenntnis<br \/>\nLied: 74, 1-4 Du Morgenstern, du Licht vom Licht<br \/>\nPredigt \u00fcber Mt 2,1-12<br \/>\nPredigtlied: 73, 1-6 Auf, Seele, auf und s\u00e4ume nicht<\/p>\n<p>F\u00fcrbitten<br \/>\nWeise uns Herr, deinen Weg, da\u00df wir wandeln in deiner Wahrheit.<br \/>\nWir danken dir, Gott, da\u00df du uns Menschen Lebenswege schenkst, da\u00df du Anfang, Ziel und Ende wei\u00dft, die f\u00fcr uns im Verborgenen liegen, da\u00df dein Licht uns nicht verl\u00e4\u00dft, wohin wir auch gehen.<\/p>\n<p>Wenn wir uns aufmachen, Gott,<br \/>\nla\u00df uns nicht immer wieder die alten Wege gehen;<br \/>\nla\u00df uns nicht nur die bekannten H\u00e4nde sch\u00fctteln.<br \/>\nGib uns Freude daran, fremden Menschen zu begegnen, Neues zu wagen.<br \/>\nWir bitten dich: Weise uns, Herr, deinen Weg,<br \/>\nda\u00df wir wandeln in deiner Wahrheit.<\/p>\n<p>Wenn wir uns umschauen, Gott,<br \/>\nla\u00df uns nicht wegschauen von der Not anderer,<br \/>\nvon ihrem Kummer, von ihrer Einsamkeit.<br \/>\nGib uns offene Augen und ein wenig von deiner G\u00fcte,<br \/>\num zu erkennen, wohin wir uns wenden sollen.<br \/>\nWir bitten dich: Weise uns, Herr, deinen Weg,<br \/>\nda\u00df wir wandeln in deiner Wahrheit.<\/p>\n<p>Wenn wir unterwegs sind, Gott,<br \/>\nbeh\u00fcte unsere Schritte.<br \/>\nLa\u00df nicht zu, da\u00df Menschen sich in den W\u00fcsten der Welt verirren.<br \/>\nEile zu den Geschundenen und Schwachen,<br \/>\nzu den Opfern von Machtmi\u00dfbrauch, Willk\u00fcr und Gewalt.<br \/>\nWir bitten dich: Weise uns, Herr, deinen Weg,<br \/>\nda\u00df wir wandeln in deiner Wahrheit.<\/p>\n<p>Wenn wir unser Leben, unseren Alltag planen, Gott,<br \/>\nla\u00df uns ein wenig Zeit freihalten von Pflicht und Auftrag,<br \/>\nein wenig Zeit f\u00fcr einen \u00fcberraschenden Besuch, f\u00fcr G\u00e4ste in unseren Gemeinden und H\u00e4usern,<br \/>\nein wenig Zeit f\u00fcr Menschen am Rande unseres Gesichtskreises,<br \/>\nda\u00df Menschen einander begegnen, die sich viel zu selten sehen:<br \/>\nGl\u00fcckliche und Traurige,<br \/>\nZuversichtliche und Ungetr\u00f6stete,<br \/>\nBegeisterte und Verbitterte.<br \/>\nWir bitten dich: Weise uns, Herr, deinen Weg,<br \/>\nda\u00df wir wandeln in deiner Wahrheit.<\/p>\n<p>In der Stille bitten wir f\u00fcr diejenigen, deren Freude und Leid uns am Herzen liegen: ***<\/p>\n<p>Vater unser &#8211; Segen<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Dr. D\u00f6rte Gebhard<br \/>\nBonn-Mehlem<br \/>\n<a href=\"mailto:doerte.gebhard@web.de\">e-mail. doerte.gebhard@web.de<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Epiphanias | 6. 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