{"id":9418,"date":"2003-04-07T19:49:54","date_gmt":"2003-04-07T17:49:54","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9418"},"modified":"2025-04-28T11:12:05","modified_gmt":"2025-04-28T09:12:05","slug":"lukas-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-24\/","title":{"rendered":"Lukas 24,13\u201335"},"content":{"rendered":"<h3>Ostermontag | 21. April 2003 | Lukas 24,13\u201335 | Christoph Dinkel |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>(I.) woran erkennt man den auferstandenen<br \/>\nChristus? Woran w\u00fcrden<br \/>\nSie denn erkennen, dass Ihnen der auferstandene Herr begegnet? Oder finden<br \/>\nSie diese Frage unpassend, weil es doch gar nicht m\u00f6glich ist, dass<br \/>\nuns Heutigen der Auferstandene begegnet?<\/p>\n<p>Wenn Sie nicht sogleich wissen, woran man den Auferstandenen erkennt,<br \/>\ndann sind Sie in guter Gesellschaft. Die J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger<br \/>\nJesus wussten es auch nicht. Die biblischen Ostergeschichten haben fast<br \/>\nalle dasselbe Thema: Der Auferstandene wird zuallererst einmal <em>nicht<\/em> erkannt. Der Auferstandene begegnet den Seinen und die kriegen es zun\u00e4chst<br \/>\ngar nicht mit.<\/p>\n<p>Ich lese aus Lukas 24 die Geschichte vom Ostererlebnis der beiden J\u00fcnger<br \/>\naus Emmaus.<br \/>\n&#8222;Und siehe, zwei von Jesu J\u00fcngern gingen an demselben<br \/>\nTag, dem Ostertag, in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden<br \/>\nentfernt; dessen<br \/>\nName ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.<br \/>\nUnd es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da<br \/>\nnahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten,<br \/>\ndass sie ihn nicht erkannten.<br \/>\nEr sprach aber zu ihnen: Was sind das f\u00fcr Dinge, die ihr miteinander<br \/>\nverhandelt unterwegs?<br \/>\nDa blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete<br \/>\nund sprach zu ihm: Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem,<br \/>\nder nicht wei\u00df, was in diesen Tagen dort geschehen ist?<br \/>\nUnd er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus<br \/>\nvon Nazareth, der ein Prophet war, m\u00e4chtig in Taten und Worten vor<br \/>\nGott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe \u00fcberantwortet<br \/>\nund gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen<br \/>\nwerde. Und \u00fcber das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen<br \/>\nist.<br \/>\nAuch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind fr\u00fch<br \/>\nbei dem Grab gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen,<br \/>\nsie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. Und<br \/>\neinige von uns gingen hin zum Grab und fanden&#8217;s so, wie die Frauen sagten;<br \/>\naber ihn sahen sie nicht.<br \/>\nUnd er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu tr\u00e4gen Herzens, all dem<br \/>\nzu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus dies<br \/>\nerleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?<br \/>\nUnd er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was<br \/>\nin der ganzen Schrift von ihm gesagt war.<br \/>\nUnd sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich,<br \/>\nals wollte er weitergehen. Und sie n\u00f6tigten ihn und sprachen: Bleibe<br \/>\nbei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und<br \/>\ner ging hinein, bei ihnen zu bleiben.<br \/>\nUnd es geschah, als er mit ihnen zu Tisch sa\u00df, nahm er das Brot,<br \/>\ndankte, brach&#8217;s und gab&#8217;s ihnen. Da wurden ihre Augen ge\u00f6ffnet,<br \/>\nund sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen<br \/>\nuntereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete<br \/>\nauf dem Wege und uns die Schrift \u00f6ffnete?<br \/>\nUnd sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zur\u00fcck nach Jerusalem<br \/>\nund fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen:<br \/>\nDer Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erz\u00e4hlten<br \/>\nihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde,<br \/>\nals er das Brot brach.&#8220;<\/p>\n<p>Woran erkennt man den Auferstandenen? \u2013 Das war unsere Ausgangsfrage.<br \/>\nAm Brotbrechen wird er erkannt. Das ist die Antwort der Ostergeschichte<br \/>\naus Emmaus. Die J\u00fcnger erkennen den Auferstandenen nicht an dem,<br \/>\nwie er aussieht. Sie erkennen ihn nicht an der Stimme, nicht an seiner<br \/>\nSchriftgelehrtheit und noch nicht mal an seinen Wundmalen. Es ist ganz<br \/>\noffensichtlich: Der Auferstandene ist nicht einfach so zu erkennen. Die<br \/>\nJ\u00fcnger erkennen den Auferstandenen erst daran, dass er mit ihnen<br \/>\nAbendmahl feiert. \u201eUnd es geschah, als er mit ihnen zu Tisch sa\u00df,<br \/>\nnahm er das Brot, dankte, brach\u2019s und gab\u2019s ihnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Geste des Brotbrechens und des Dankes \u2013 darin zeigt sich der<br \/>\nAuferstandene. Im gemeinsamen Mahl ereignet sich Ostern. Es ist genau<br \/>\nwie in jener Nacht als er verraten wurde und mit seinen J\u00fcngern<br \/>\nzu Tisch sa\u00df, genau wie bei den vielen Gastmahlen, von denen uns<br \/>\nim Neuen Testament erz\u00e4hlt wird: beim Mahl mit dem Z\u00f6llner<br \/>\nZach\u00e4us, beim Mahl mit den S\u00fcndern, \u00fcber das sich Pharis\u00e4er<br \/>\nund Schriftgelehrte erregen. Das gemeinsame Mahl bildet die Br\u00fccke<br \/>\nvom irdischen Jesus der Passion zum auferstandenen Christus an Ostern.<\/p>\n<p>Auch bei der Speisung der F\u00fcnftausend finden wir diese Worte und<br \/>\nGesten: \u201eDa nahm er die f\u00fcnf Brote und zwei Fische und sah<br \/>\nauf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den J\u00fcngern, damit<br \/>\nsie dem Volk austeilten.\u201c Oder denken sie an die Hochzeit zu Kanaa<br \/>\nals Wasser zu Wein, zu erstklassigem Wein wurde. Seine Gegner haben Jesus<br \/>\nals Fresser und Weins\u00e4ufer beschimpft. Und jetzt an Ostern in Emmaus<br \/>\nmacht der Auferstandene dem Irdischen alle Ehre. Er nimmt das Brot, dankt,<br \/>\nbricht es und gibt&#8217;s seinen J\u00fcngern. Und in diesem Augenblick erkennen<br \/>\nsie ihn. Jetzt erst ist f\u00fcr sie Ostern. Der Herr ist auferstanden!<\/p>\n<p>(II.) Lange hat es gebraucht, bis es f\u00fcr die J\u00fcnger von Emmaus<br \/>\nOstern wurde. Lange hat es gebraucht, bis die zwei verstanden, wer ihnen<br \/>\nda auf dem Weg nach Emmaus begegnete. Denn die Botschaft von Ostern ist<br \/>\ngar nicht so einfach. Ostern ist nicht blo\u00df das \u201eHappy end\u201c einer<br \/>\ndramatischen Geschichte. Ostern ist zuerst einmal verwirrend und st\u00f6rend.<br \/>\nAuch die Frauen am Grab sind vor allem entsetzt und ersch\u00fcttert.<br \/>\nOstern ist eine St\u00f6rung. Die Frauen erz\u00e4hlen von der Erscheinung<br \/>\nam leeren Grab. Und was machen die J\u00fcnger? \u2013 \u201eWeibergeschw\u00e4tz\u201c \u2013 denken<br \/>\ndie J\u00fcnger. \u201eDie Frauen sind wohl ein wenig hysterisch geworden<br \/>\nvor lauter Weinen.\u201c<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger bleiben lieber auf dem Boden der Tatsachen. Sie sind<br \/>\nzwar geflohen, als man Jesus hinrichtete. Aber jetzt, wo die gr\u00f6\u00dfte<br \/>\nGefahr vorbei ist, sehen sie entschlossen dem Tod Jesu und damit den<br \/>\nTatsachen ins Auge. Jesus ist tot. Schlimm, dass es so b\u00f6se enden<br \/>\nmusste. Aber jetzt, jetzt kann man auch nichts mehr machen. Und deshalb<br \/>\ngehen die beiden J\u00fcnger nach Hause, nach Emmaus.<\/p>\n<p>Und wie sie so gehn und treten, gesenkten Hauptes aber festen Schrittes,<br \/>\nda werden sie unterbrochen. Es tritt einer an sie heran und st\u00f6rt<br \/>\nihre Gespr\u00e4che. Aber nicht genug, dass er sie st\u00f6rt. Der St\u00f6rer<br \/>\nist \u00fcberdies noch ein Fremder, der von nichts eine Ahnung hat. Von<br \/>\nall den dramatischen Ereignissen in Jerusalem hat er nichts mitbekommen.<br \/>\nWohl ein Tourist, ein Passahpilger aus dem Ausland. Der hat gerade noch<br \/>\ngefehlt.<\/p>\n<p>Man kommt wohl oder \u00fcbel ins Gespr\u00e4ch. So ganz ohne Ahnung<br \/>\nist der Fremde dann doch nicht. Immerhin kennt er sich in der heiligen<br \/>\nSchrift ganz gut aus. Aber dann behauptet er, alles h\u00e4tte so kommen<br \/>\nm\u00fcssen. Schon die Propheten h\u00e4tten das vorausgesagt. \u201eMusste<br \/>\nnicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c \u201eJa<br \/>\nwas soll man denn dazu sagen\u201c, werden die J\u00fcnger gedacht haben. \u201eWir<br \/>\nsind gerade mitten in der Trauerarbeit und er h\u00e4lt mit uns eine<br \/>\nBibelstunde ab. Warum l\u00e4sst der Fremde uns nicht in Frieden. Die<br \/>\nSache ist doch traurig genug. Nun muss er uns nicht auch noch qu\u00e4len.\u201c<\/p>\n<p>So einfach, liebe Gemeinde, ist sie nicht, die Botschaft von Ostern.<br \/>\nDas Grab ist leer, die Frauen haben Erscheinungen. Aber f\u00fcr die<br \/>\nJ\u00fcnger von Emmaus ist alles beim Alten. Ihre Augen werden gehalten.<br \/>\nSie sind von der Macht der Vernichtung und des Todes gefangen. Ostern? \u2013 Ostern<br \/>\nist etwas f\u00fcr andere. Es ist f\u00fcr die J\u00fcnger von Emmaus<br \/>\nganz klar, wer gewonnen und wer verloren hat. Der Unschuldige ist ermordet.<br \/>\nEr ist am Kreuz elend gestorben. Die M\u00e4chte des Todes haben triumphiert.<br \/>\nDie M\u00f6rder sind die Sieger der Geschichte. Da gibt es nichts zu<br \/>\nr\u00fctteln. Mit dem muss man sich abfinden.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger von Emmaus verstehen die Botschaft von Ostern nicht.<br \/>\nSie bleiben blind. Sie haben tr\u00e4ge Herzen. Ostern ist f\u00fcr sie<br \/>\nzun\u00e4chst kein triumphaler Sieg. Und auch die Erkl\u00e4rungen aus<br \/>\nder Schrift fruchten nichts. Sie lassen sich von Ostern in ihrer Trauer<br \/>\nerst einmal nicht st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Immerhin, sie merken, dass sie den Fremden nicht einfach weiterziehen<br \/>\nlassen sollten. Die St\u00f6rung durch den Fremden r\u00fchrt sie doch<br \/>\nan. Auch wenn man Optimisten nicht recht glaubt, so sind sie in der Regel<br \/>\ngern gesehene Leute. Und also l\u00e4dt man den Fremden ein und setzt<br \/>\nsich zu Tisch, zu Hause in Emmaus.<\/p>\n<p>Und da, am Tisch in Emmaus, da gehen ihnen die Augen auf. Der Fremde<br \/>\nergreift nun endg\u00fcltig die Initiative. Er l\u00e4sst sich nicht<br \/>\nals Gast bedienen. Nein, der Fremde wird selbst zum Gastgeber. Mit aller<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlichkeit und aller Autorit\u00e4t nimmt er das Brot,<br \/>\ndankt, bricht es und gibt es ihnen. Der Herr ist auferstanden.<\/p>\n<p>(III.) Ostern \u2013 das ist keine ganz einfache Botschaft, liebe Gemeinde.<br \/>\nOstern st\u00f6rt die Erwartungen der J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger,<br \/>\nes erschreckt ihre tr\u00e4gen Herzen, bevor es sie dann in Brand steckt.<\/p>\n<p>An Ostern werden die M\u00e4chte der Finsternis und des Todes \u00fcberwunden.<br \/>\nDie M\u00f6rder von Karfreitag werden vom Thron der Geschichte gest\u00fcrzt.<br \/>\nAber all das geht nicht einfach so glatt und mit einem Paukenschlag.<br \/>\nDie Botschaft von Ostern ist nicht leicht zu glauben, weil die Macht<br \/>\ndes Todes so stark ist, weil wir die finsteren M\u00e4chte t\u00e4glich<br \/>\nerfahren und wir ihnen aus eigener Kraft so wenig entgegenzusetzen haben.<br \/>\nOstern ist eine St\u00f6rung, weil unsere Herzen oft tr\u00e4ge sind,<br \/>\nwie die Herzen der J\u00fcnger von Emmaus. Wir verrennen uns in Schmerz<br \/>\nund Leid. Wir lassen uns vergiften von Neid und Hass. Wir unterstellen<br \/>\nanderen B\u00f6ses, wir g\u00f6nnen unserem N\u00e4chsten nicht die Luft<br \/>\nzum Atmen, die n\u00f6tige Liebe und Zuwendung.<\/p>\n<p>Wir sind in dieser Hinsicht nicht besser als die J\u00fcnger von Emmaus.<br \/>\nWir sind nicht besser als die S\u00fcnder, mit denen sich Jesus an den<br \/>\nTisch setzte. Wir h\u00f6ren die Geschichten von Jesus, die Gleichnisse<br \/>\nvon Gottes Reich, das mitten unter uns ist. Aber unsere Augen werden<br \/>\ngehalten und unsere Herzen brennen oft genug nicht. Erst die Geste des<br \/>\nBrotbrechens \u00f6ffnet den J\u00fcngern von Emmaus die Augen. Ganz<br \/>\nsinnenf\u00e4llig m\u00fcssen sie erfahren, dass der Gekreuzigte lebt,<br \/>\ndass er ihnen das Brot bricht.<\/p>\n<p>Und weil wir auch nicht besser sind als die J\u00fcnger von Emmaus,<br \/>\ndeshalb brauchen auch wir immer wieder die ganz sinnenf\u00e4llige Zuwendung<br \/>\ndes Auferstandenen durch das Mahl am Tisch des Herrn. Weil auch wir nicht<br \/>\nmehr Kraft zum Glauben haben als die J\u00fcnger von Emmaus, deshalb<br \/>\nl\u00e4dt uns Gott im Abendmahl an seinen Tisch, um uns mit seiner Gegenwart<br \/>\nzu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Allerdings, wenn hier in der N.N.-kirche zum Abendmahl eingeladen wird,<br \/>\ndann ist der Gottesdienst oft schlechter besucht als sonst. Von denen,<br \/>\ndie trotzdem im Gottesdienst sind, kommt nur ein Teil zum Abendmahl.<br \/>\nViele haben eine gewisse Scheu vor dem Abendmahl, Scheu vor zu viel N\u00e4he<br \/>\nzu den anderen Kirchg\u00e4ngern, Scheu vielleicht auch deshalb, weil<br \/>\ndas Abendmahl fr\u00fcher oft in einer bedr\u00fcckenden und freudlosen<br \/>\nAtmosph\u00e4re gefeiert wurde. Aus Angst vor irgendwelchen Missbr\u00e4uchen<br \/>\nhaben die christlichen Kirchen \u00fcber Jahrhunderte die Menschen vom<br \/>\nAbendmahl eher abgeschreckt als dass sie dazu eingeladen haben. Und keine<br \/>\nSorge, wir feiern heute kein Abendmahl, obwohl es unser Predigttext nahe<br \/>\nlegt.<\/p>\n<p>Aber die Geschichte von den J\u00fcngern aus Emmaus weist uns auf die<br \/>\nzentrale Bedeutung des Abendmahls hin: Im Abendmahl, in der Geste des<br \/>\ngemeinsamen Essens und Trinkens ereignet sich dasselbe, was sich einst<br \/>\nin Emmaus zwischen Jesus und den beiden J\u00fcngern ereignete. Jesus<br \/>\nselbst l\u00e4dt uns beim Abendmahl an seinen Tisch. Daran wird bei jedem<br \/>\nAbendmahl erinnert. Jesus ergreift die Initiative, er ist gegenw\u00e4rtig<br \/>\nals auferstandener Herr der Kirche. Er selbst vergegenw\u00e4rtigt sich<br \/>\nin den Gaben von Brot und Wein, in diesen elementaren und zugleich k\u00f6stlichen<br \/>\nGaben aus Gottes Sch\u00f6pfung. Er vergegenw\u00e4rtigt sich im gemeinsamen<br \/>\nTeilen des Brotes. Und vielleicht ist es dann gar nicht mehr so absurd<br \/>\nzu fragen, woran Sie, woran wir Heutigen den Auferstandenen erkennen<br \/>\nk\u00f6nnen und wo er uns begegnet. Wie die J\u00fcnger von Emmaus k\u00f6nnen<br \/>\nauch wir im Brechen und Teilen des Brotes erkennen, dass Christus unter<br \/>\nuns lebt und unter und in uns wirkt.<\/p>\n<p>Ostern, liebe Gemeinde, Ostern ist keine einfache Botschaft. Ostern<br \/>\nst\u00f6rt unsere Tr\u00e4gheit. Aber wenn wir uns von der N\u00e4he<br \/>\ndes Auferstandenen st\u00f6ren lassen, dann k\u00f6nnen unsere Herzen<br \/>\nbrennen und wir erkennen ihn. In der Gemeinschaft des Mahles ist Christus<br \/>\nselbst gegenw\u00e4rtig. In der Gemeinschaft des Mahles werden wir von<br \/>\nseinem Geist erneuert und gest\u00e4rkt wie einst die J\u00fcnger von<br \/>\nEmmaus. \u201eUnd es geschah als er mit ihnen zu Tisch sa\u00df, nahm<br \/>\ner das Brot, dankte brach&#8217;s und gab&#8217;s ihnen. Da wurden ihre Augen ge\u00f6ffnet<br \/>\nund sie erkannten ihn.\u201c \u2013 Der Herr ist auferstanden. Halleluja!<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Christoph Dinkel<br \/>\nPfarrer, Privatdozent<br \/>\nG\u00e4nsheidestra\u00dfe 29<br \/>\n70184 Stuttgart<br \/>\n<a href=\"mailto:christoph.dinkel@arcor.de\">E-Mail: christoph.dinkel@arcor.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostermontag | 21. April 2003 | Lukas 24,13\u201335 | Christoph Dinkel | Liebe Gemeinde, (I.) woran erkennt man den auferstandenen Christus? Woran w\u00fcrden Sie denn erkennen, dass Ihnen der auferstandene Herr begegnet? Oder finden Sie diese Frage unpassend, weil es doch gar nicht m\u00f6glich ist, dass uns Heutigen der Auferstandene begegnet? Wenn Sie nicht sogleich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,1,727,157,853,1192,114,319,349,715,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9418","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-christoph-dinkel","category-deut","category-kapitel-24-chapter-24","category-kasus","category-ostermontag","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9418"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23510,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9418\/revisions\/23510"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9418"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9418"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9418"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9418"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}