{"id":9428,"date":"2003-04-07T19:49:47","date_gmt":"2003-04-07T17:49:47","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9428"},"modified":"2025-04-28T11:35:08","modified_gmt":"2025-04-28T09:35:08","slug":"johannes-20-19-29-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-20-19-29-2\/","title":{"rendered":"Johannes 20, 19-29"},"content":{"rendered":"<h3><b><span style=\"color: #000099;\">Quasimodogeniti | 27. April 2003 | Johannes 20, 19-29 | Reinhard Schmidt-Rost |<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Gottesdienst mit Abendmahl zum Semesteranfang im Sommersemester 2003<br \/>\nan der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t zu Bonn<\/p>\n<p>Begr\u00fc\u00dfung: In der ersten Reihe<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, zum ersten Gottesdienst der evangelischen Gemeinde an der Bonner Universit\u00e4t im Sommersemester 2003 begr\u00fc\u00dfe ich Sie herzlich. Der Titel unserer Predigtreihe zitiert nicht nur den bekannten Werbespruch zweier Medienanstalten, vielmehr weist er darauf hin, dass die Predigttexte in diesem Semester zur ersten Perikopenreihe geh\u00f6ren. Die Perikopenordnung spielt in den thematisch geordneten Predigtreihen in diesem akademischen Gottesdienst sonst nur eine untergeordnete Rolle. Die erste Reihe aber, die altkirchlichen Evangelien, Bibeltexte also, die seit vielen hundert Jahren an diesen bestimmten Sonntagen gelesen werden, hat ein eigenes, ganz besonderes Gewicht. Deshalb ist es angemessen, die Textordnung der evangelischen Kirche in Deutschland in diesem Semester zu \u00fcbernehmen, zumal dieses Jahr als Jahr der Bibel ausgerufen wurde \u2013 und \u00fcber Geschichten nachzudenken, die unser Leben pr\u00e4gend durchziehen: Christus &#8211; der Weinstock, der Fischzug des Petrus, der verlorene Sohn \u2013 oder heute: Thomas, der Zweifler.<\/p>\n<p>Lied 155 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend<br \/>\nPsalm 36<br \/>\nLesung: Jes. 40, 26 \u2013 31<\/p>\n<p>Predigt: Joh. 20, 19-29<\/p>\n<p><em>Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die J\u00fcnger versammelt und die T\u00fcren verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die H\u00e4nde und seine Seite. Da wurden die J\u00fcnger froh, dass sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geist! Welchen ihr die S\u00fcnden erlasst, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sie sie behalten. <\/em><br \/>\n<em>Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zw\u00f6lf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern J\u00fcnger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen H\u00e4nden die N\u00e4gelmale sehe und meinen Finger in die N\u00e4gelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich`s nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine J\u00fcnger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die T\u00fcren verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine H\u00e4nde und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungl\u00e4ubig, sondern gl\u00e4ubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesu zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\ndas ist auch unsere Geschichte, keiner von uns hat Jesus nach seiner Auferstehung je gesehen, wir kennen die ganze Geschichte nur vom H\u00f6rensagen. Aus zweiter Hand? Das w\u00e4re geschmeichelt, sechzig, siebzig Generationen sind ins Land gegangen; aber immer noch lesen wir bei Johannes von Thomas, dem Zweifler. Das kann nicht nur Gewohnheit sein, solange halten Traditionen nicht, wenn man den Sinn nicht mehr kennt. Also was ist der Sinn dieser Geschichte, was hat ihr zur Schriftform in der Bibel verholfen, was hat die Menschen zu allen Zeiten an dieser Geschichte besch\u00e4ftigt, &#8211; und jetzt auch uns?<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, diese Geschichte ist unsere Geschichte, denn sie ist unser Spiegel, wir erwachsenen Menschen sehen uns darin als die Zweifler, die mit einer Verhei\u00dfung konfrontiert werden: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Das ist kein Tadel, wie man aus dem Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und Thomas entnehmen k\u00f6nnte: He, Thomas, Du glaubst zu wenig! Es ist auch allenfalls eine milde Mahnung, ein Wunsch: Glaub doch jetzt, und sei nicht l\u00e4nger ungl\u00e4ubig. Es kann auch gar nicht mehr sein als ein Wunsch, als eine Bitte, mehr l\u00e4sst die abschlie\u00dfende und zugrunde liegende Feststellung gar nicht zu: SELIG sind, die nicht sehen und doch glauben.<\/p>\n<p>Die Frage, die sich aus dieser Feststellung ergibt, lautet: Unter welchen Umst\u00e4nden gilt denn das: Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Gewiss nicht unter allen Umst\u00e4nden!<\/p>\n<p>Der Satz w\u00e4re unter den bei uns \u00fcblichen und bekannten Lebensverh\u00e4ltnissen purer Unsinn, wenn man ihn ganz abstrakt, ohne R\u00fccksicht auf die Umst\u00e4nde auffasste: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben; dann k\u00f6nnte der Bundeskanzler zutreffend spotten, der k\u00fcrzlich meinte, mit einem Satz zwei Institutionen gleichzeitig vorf\u00fchren und abservieren zu k\u00f6nnen, als er beim Neujahrsempfang 2003 vor versammeltem Publikum fragte, was Presse und Religionsgemeinschaften gemeinsam h\u00e4tten \u2013 und gleich die Antwort nachschob: Beide glauben, ohne zu wissen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, kein Bundskanzler w\u00fcrde den B\u00fcrgern seines Landes, auch kein Vater, keine Mutter w\u00fcrde ihrem Kind diesen Satz als Rat f\u00fcr alle F\u00e4lle des Lebens mitgeben: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Da k\u00f6nnte man tats\u00e4chlich mit dem Volksmund nur sp\u00f6ttisch sagen: Wer\u2019s glaubt, wird selig!<\/p>\n<p>Kontrolliertes Misstrauen ist in unserer Welt lebensnotwendig, Kinder d\u00fcrfen sich beileibe nicht auf alles und jeden verlassen, angefangen beim Misstrauen gegen Fremde \u2013 man denke an das schreckliche Geschehen in Eschweiler vor wenigen Tagen \u2013 , aber auch auf die Natur k\u00f6nnen sie sich nicht einfach verlassen: Wenn die Tollkirsche noch so toll aussieht, sie ist doch giftig, &#8211; und \u2013 einen Tag nach dem 26. April, 17 Jahre nach Tschernobyl, liegt es nahe, daran zu erinnern, dass selbst die selbstverst\u00e4ndlichen Lebensgrundlagen, die Reinheit der Luft und des Wassers, gest\u00f6rt und f\u00fcr Lebewesen gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Haus der Wissenschaften, die Universit\u00e4t, lebt von nichts anderem als diesem kontrollierten Zweifel. Die Wissenschaften werden in der Moderne gerade zu diesem Zweck von der Gesellschaft bezahlt, dass sie die Grundlagen des Lebens immer wieder kritisch pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Gesellschaftliche Erneuerung ergibt sich aus der \u00dcberpr\u00fcfung des Alten, bisher G\u00fcltigen, ob es sich um Grundgedanken der Medizin handelt oder um soziale Tatsachen wie Frieden und Gerechtigkeit. Es geh\u00f6rt zu den Aufgaben der Wissenschaften, kritisch-zweifelnd zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das bisher G\u00fcltige in der bisherigen Gestalt auch weiterhin gilt \u2013 und Vorschl\u00e4ge zu machen f\u00fcr notwendige Erneuerungen.<\/p>\n<p>Je weniger eine Gesellschaft sich auf feste Ordnungen und Bindungen verlassen kann oder verlassen will, sei es, dass diese Ordnungen unter globaler Komplexit\u00e4t zerbrochen sind, sei es, dass sie als hinderlich angesehen werden f\u00fcr Wachstum und Fortschritt oder f\u00fcr die Freiheit des Einzelnen, um so mehr braucht man den Zweifel, der alte und neue Bindungen \u00fcberpr\u00fcft, ob sie den Menschen dienen oder nicht.<\/p>\n<p>Die Wissenschaften sind eine Institution des Zweifels in der modernen Gesellschaft. Der J\u00fcnger Thomas mit seiner gesunden Skepsis h\u00e4tte gute Berufschancen gehabt, er w\u00fcrde sicher die erste Juniorprofessur in Bonn bekommen.<br \/>\nDenn alle Autorit\u00e4ten, und gerade die religi\u00f6sen Autorit\u00e4ten, die in der Tiefe des Gem\u00fcts und allen Lebens wirken, werden immer wieder auf den Pr\u00fcfstand der Wissenschaften gestellt und befragt, ob sie der Gesellschaft n\u00fctzen, sie tragen, ihr zur Entfaltung verhelfen, oder gef\u00e4hrlich sind; ob sie dazu beitragen, eine Welt der Gewalt zu segnen, zu sanktionieren, ob sie Hass und Feindschaft bringen, oder ob sie ein Boden sind oder den Boden bereiten, auf dem Frieden und Gerechtigkeit wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Religionen sind die tiefste Grundlage allen bewussten Lebens, in ihnen flie\u00dfen die Erinnerungen an bisher G\u00fcltiges mit \u00dcberzeugungen der Gegenwart zu einer eigenartigen Mischung zusammen. Sie sind aber als Grundlage allen bewussten Lebens so tief abgesunken, dass sie von vielen Menschen als bewusste Grundlage kaum noch wahrgenommen werden. Deshalb ist bei den Religionen die Grundlagenforschung besonders schwierig ist. Die Auffassung, die Wirtschaft allein sei der Boden, auf dem das soziale Leben wachse, aufgelockert durch die Arbeit der Wissenschaft, diese Auffassung hat sich deshalb immer weiter ausbreiten k\u00f6nnen, aber sie gr\u00e4bt nicht tief genug. Die Begr\u00fcndungen f\u00fcr den Irak-Krieg zeigen das Bed\u00fcrfnis, schwere Entscheidungen tiefer zu begr\u00fcnden: Wenn es um fundamentale Entscheidungen geht, dann wird religi\u00f6s argumentiert, mit oder ohne Nennung des Namens Gottes, ob national-religi\u00f6s oder mit den Vokabeln einer Weltreligion; dann werden tiefere Grundlagen beschworen, dann wird Gott als ein Super-Pr\u00e4sident eingef\u00fchrt, der all die kleinen menschlichen Pr\u00e4sidenten mit ihren viel zu gro\u00dfen Schwertern in den gerechten Kampf schicken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dabei hat Jesus von Gott als dem Vater gesprochen, nicht als dem Machthaber, und er h\u00e4tte sicher nicht von Gott als Person geredet, wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, von der Liebe zu reden, ohne sich dabei Personen vorzustellen.<br \/>\nDenn das ist der Sinn seiner Rede an Thomas: Die Liebe ist die tiefste Schicht im Wurzelboden der Gesellschaft, sozusagen die wasserf\u00fchrende Schicht, ja das lebenspendende Grundwasser selbst, aus dem sich das soziale Leben lebendig erh\u00e4lt. Sie ist im allgemeinen nicht sichtbar, aber wirksam; wie das Grundwasser nicht sichtbar ist, &#8211; und doch holen sich die Pflanzen daraus das lebensnotwendige Wasser, sprudeln auch die Brunnen, wo keine Fl\u00fcsse und B\u00e4che an die Oberfl\u00e4che treten.<\/p>\n<p>Die Liebe als das Grundwasser des Lebens kann man nur an ihren Wirkungen erkennen, und man hat nur etwas von ihr, wenn man darauf vertraut, dass sie da ist.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nwir sind nicht selig, als erwachsene Menschen nicht und als Wissenschaftler schon gar nicht &#8211; und wir werden es auch in diesem Leben nicht, weil unser Vertrauen auf die Liebe nicht best\u00e4ndig ist, vom Zweifel niemals frei wird. Nat\u00fcrlich steckt in Jesu Antwort an Thomas, den Zweifler, ein Moment der R\u00fcge, aber es ist eher so etwas wie Entt\u00e4uschung: Hast du es in unserem ganzen Zusammenleben nicht gemerkt, dass ich die Liebe unter euch verk\u00f6rpere?<\/p>\n<p>Aber so geht es mit der Liebe immer: Als Str\u00f6mung in den Fundamenten der Gesellschaft befruchtet sie Wirtschaft und Wissenschaft, verhindert beider Erstarrung. So wissen alle Menschen von ihr, meinen sie zu kennen, machen sich Bilder von ihr, in Tr\u00e4umen und anderen Medien, aber Vertrauen genie\u00dft die Liebe allenfalls im Privatleben, dort wo man ohne sie gewiss nicht auskommt. \u00dcberall wo die Liebe \u00f6ffentlich wirkt, ruft man nach Ordnungen, sei es f\u00fcr oder gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, sei es f\u00fcr oder gegen die Betreuung von Kindern durch ihre M\u00fctter, sei es f\u00fcr oder gegen eine soziale Behandlung von Leidenden und Schwachen &#8230; denn man traut der Liebe als gestaltender Kraft manches zu, nur keine Verl\u00e4sslichkeit, da braucht es schon Ordnungen, sagt man; dass sie die Lebenskraft im Fundament der Gesellschaft sein k\u00f6nnte, &#8211; man sieht es nicht, aber wer das glaubt, ist selig, denn er oder sie hat die Grundstr\u00f6mung des Lebens entdeckt.<\/p>\n<p>So hat es Jesus gemeint: Der Glaube an die Liebe als Grundstrom des Lebens vertraut auf das aus der Tiefe Leben spendende Element; der \u00f6ffentlich sichtbare und allgemein anerkannte Boden der Gesellschaft, die Wirtschaft, kommt ohne die Lockerung durch die Kritik der Wissenschaft nicht aus; aber das ist eben nicht alles, ohne den Grundstrom der Liebe w\u00e4chst auf diesem Boden nichts oder nur karge Frucht.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nder Sonntag heute tr\u00e4gt den Namen \u201eQuasimodogeniti\u201c \u2013 wie die Kinder \u2013 und erinnert nat\u00fcrlich an das Wort Jesu: So ihr nicht werdet wie die Kinder, k\u00f6nnt Ihr nicht ins Himmelreich kommen. Dieses Wort ist dem Satz aus dem Johannes-Evangelium eng verwandt: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.<\/p>\n<p>Kinder k\u00f6nnen gar nicht anders, wenn sie leben wollen, als auf die Liebe zu setzen; die seelischen Sch\u00e4den bei Kindern, die die lebensnotwendige Grundstr\u00f6mung der Liebe suchten und nicht fanden, sind unermesslich gro\u00df und schmerzhaft. Auch wenn es in einer Welt der Erwachsenen noch so widersinnig scheint: Die Liebe ist der einzige Boden, auf dem Menschen im Leben erst einmal anwachsen k\u00f6nnen; es ist schade, wenn die jungen Pflanzen zu fr\u00fch ausgesetzt werden \u2013 und es ist erst recht bedauerlich, dass die paradiesische Fruchtbarkeit des Fr\u00fchbeets von herangewachsenen Menschen gar nicht mehr als wirkliche M\u00f6glichkeit angesehen wird. Die Vertreibung aus dem Garten Eden vollzieht sich in jeder Biographie mehr oder weniger schmerzhaft.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\ndie Geschichte des Thomas, das ist unsere Geschichte, deshalb steht sie in der ersten Reihe. Wir zweifeln unaufh\u00f6rlich, ob die Liebe das Fundament unseres Lebens durchstr\u00f6men kann, von Misstrauen abgeh\u00e4rtete Herzen, verh\u00e4rmte und verarmte Seelen neu fruchtbar machen kann. Johannes und seine Gemeinde zeugen von diesem Grundstrom des Lebens, der in der Person des Jesus von Nazareth sp\u00fcrbar auf sie gewirkt hat. Johannes und viele Christen nach ihm zeugen gegen den Augenschein, &#8211; und sie wirken als Zeugen noch immer, sonst w\u00fcrden wir uns nicht sechzig, siebzig Generationen danach immer noch auf sie berufen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<br \/>\nOb Johannes, der Evangelist, f\u00fcr Sie ein \u00fcberzeugender Zeuge der Liebe l\u00e4ngst schon geworden ist \u2013 oder noch werden kann? Ich wei\u00df es nicht, &#8230; wir Erwachsenen sind jedenfalls nicht so leicht zu \u00fcberzeugen, wir f\u00fcrchten in der Liebe den rei\u00dfenden Strom des Eros oder das Salzwasser des Egoismus und verlassen uns lieber auf die kritische Kraft der Wissenschaften, die den Boden des Lebens von der Oberfl\u00e4che her mit Kritik lockern und fruchtbar zu machen suchen. Aber solange noch Kinder geboren werden, wachsen uns immer neue Zeugen zu, dass der Boden des Lebens letztlich nur durch den Strom der Liebe fruchtbar wird, so wie sie Kinder zum Aufwachsen brauchen.<br \/>\nWas aber Kindern zum Wachstum verhilft, das kann f\u00fcr die Erwachsenen nicht sch\u00e4dlich sein. Deshalb: Selig sind, die wenig davon sehen und doch an die Liebe glauben. AMEN.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost<br \/>\n<a href=\"mailto:R.Schmidt-rost@web.de\">E-Mail: R.Schmidt-rost@web.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quasimodogeniti | 27. 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