{"id":9443,"date":"2003-05-07T19:49:45","date_gmt":"2003-05-07T17:49:45","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9443"},"modified":"2025-04-28T14:57:39","modified_gmt":"2025-04-28T12:57:39","slug":"johannes-16-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-16-23\/","title":{"rendered":"Johannes 16,23b\u201328.33"},"content":{"rendered":"<h3>Rogate | 25. Mai 2003 | Johannes 16,23b\u201328.33 | Reinhard Schmidt-Rost |<\/h3>\n<p>(Die folgende Predigt wird in einem Universit\u00e4tsgottesdienst<br \/>\nin der Schlo\u00dfkirche der Universit\u00e4t Bonn gehalten. Im Gottesdienst<br \/>\nwird die Kantate BWV 124 \u201eMeinen Jesum la\u00df ich nicht\u201c von<br \/>\nJ. S. Bach aufgef\u00fchrt. Die Predigt bezieht sich auf die Kantate,<br \/>\naber im Zusammenhang mit dem Perikopentext.)<\/p>\n<p>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater in meinem<br \/>\nNamen um etwas bittet, wird er\u2019s euch geben. Bisher habt ihr in<br \/>\nmeinem Namen noch nie um etwas gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen,<br \/>\ndamit eure Freude vollkommen sei.<\/p>\n<p>Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht<br \/>\nmehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verk\u00fcndigen<br \/>\nvon meinem Vater. An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen. Und<br \/>\nich sage euch nicht, dass ich den Vater f\u00fcr euch bitten will; denn<br \/>\ner selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt,<br \/>\ndass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und<br \/>\nin die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.<\/p>\n<p>Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der<br \/>\nWelt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\ndie Abschiedsfeier neigt sich ihrem Ende zu; gleich wird er noch f\u00fcr<br \/>\nseine J\u00fcnger beten, dann werden sie hinausgehen in die Nacht, sein<br \/>\nEnde ist nahe. In Bildern und Gleichnissen hat er ihnen ihre Lage erkl\u00e4rt,<br \/>\nhat ihnen seine Bedeutung f\u00fcr sie noch einmal deutlich gemacht,<br \/>\nvom Weinstock gesprochen und von Weg, Wahrheit und Leben, das alles sei<br \/>\ner f\u00fcr sie jetzt und in Zukunft; nun ist es Zeit, zum Schlu\u00df zu<br \/>\nkommen.<br \/>\nSie sollen sich an seinen Vater wenden im Gebet, wenn er nicht mehr da<br \/>\nsein wird, denn \u2013 er hat lange gez\u00f6gert, aber nun sagt er<br \/>\nes endlich: Er geht zum Vater, er wird sterben und nicht mehr unter ihnen<br \/>\nsein, er wird sie nicht mehr ermuntern und ermutigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nDieser Abschied Jesu von seinen J\u00fcngern hat sicher stattgefunden,<br \/>\nob so oder anders, wir wissen es nicht; jedenfalls ist der Abschied offenkundig<br \/>\nnicht folgenlos geblieben; die Gemeinschaft derer, die an Christus glauben,<br \/>\nist immer weiter gewachsen und w\u00e4chst auch heute weiter, in verschiedenen<br \/>\nTeilen der Welt, und auch hierzulande wirkt Christus weiter in den Herzen<br \/>\nvieler Menschen, in Gemeinden und Gruppen.<\/p>\n<p>Wie konnte aus einem solchen Abschied, aus Ende und Tod ein solcher Neuanfang<br \/>\nentstehen?<br \/>\nVernehmen wir zuerst \u00e4ltere Zeugen, h\u00f6ren wir, wie die Dichter<br \/>\nund Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts den Abschied gestalteten;<br \/>\ndenn auch sie verarbeiteten den Abschied von Jesus in Texten und T\u00f6nen<br \/>\nihrer Zeit; ein Schulrektor aus Zittau in der Oberlausitz, Christian<br \/>\nKeimann, hat das Lied \u201eMeinen Jesum la\u00df ich nicht\u201c kurz<br \/>\nnach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg gedichtet, am Anfang der Epoche,<br \/>\ndie wir den \u00e4lteren Pietismus nennen, und von J. S. Bach, etwa siebzig<br \/>\nJahre sp\u00e4ter, stammt die Musik zu dieser Kantate:<\/p>\n<p>\u201eMeinen Jesum la\u00df ich nicht,<br \/>\nweil er sich f\u00fcr mich gegeben,<br \/>\nso erfordert meine Pflicht,<br \/>\nklettenweis an ihm zu kleben,<br \/>\nEr ist meines Lebens Licht,<br \/>\nmeinen Jesum la\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>Solange sich ein Tropfen Blut in Herz und Adern reget, soll Jesus nur<br \/>\nallein mein Leben und mein alles sein. Mein Jesus, der an mir so gro\u00dfe<br \/>\nDinge tut, ich kann ja nichts als meinen Leib und Leben ihm zum Geschenke<br \/>\ngeben.<\/p>\n<p>Und wenn der harte Todesschlag die Sinnen schw\u00e4cht, die Glieder<br \/>\nr\u00fchret, wenn der dem Fleisch verha\u00dfte Tag nur Furcht und Schrecken<br \/>\nmit sich f\u00fchret, doch tr\u00f6stet sich die Zuversicht: ich lasse<br \/>\nmeinen Jesum nicht.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nfast siebzehnhundert Jahre nach dem Abschied Jesu von seinen J\u00fcngern<br \/>\ndr\u00fccken diese Ges\u00e4nge eine intensive N\u00e4he zu Jesus aus,<br \/>\ndie man nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts wirklich nicht mehr erwarten<br \/>\nkonnte. Hatten sich die V\u00f6lker Europas nicht blutig geschlagen um<br \/>\ndie richtige Gestalt des Glaubens, oder war es doch nur Machtpolitik<br \/>\ngewesen, f\u00fcr deren Interessen die Religion wieder einmal die \u00e4u\u00dferliche<br \/>\nBegr\u00fcndung liefern mu\u00dfte wie oft zuvor und auch seitdem noch<br \/>\nh\u00e4ufiger?<\/p>\n<p>Aber vielleicht kann man es auf dem Hintergrund solcher Machtk\u00e4mpfe<br \/>\ndurchaus verstehen, dass sich ernsthafte Christen auf den Kern ihres<br \/>\nGlaubens besannen und in barocker Sprachf\u00fclle davon schw\u00e4rmten,<br \/>\nsich nur noch an Jesus zu orientieren und an sonst keiner Autorit\u00e4t:<\/p>\n<p>\u201eMein Jesus, der an mir so gro\u00dfe Dinge tut, ich kann ja<br \/>\nnichts als meinen Leib und Leben ihm zum Geschenke geben.\u201c<\/p>\n<p>Soweit kann man dem Text gut folgen, dann aber wendet sich der Dichter<br \/>\nin einer Richtung, die man heute als Vertr\u00f6stung auf ein besseres<br \/>\nJenseits problematisch empfindet, als ob er sich der N\u00e4he Jesu nicht<br \/>\nmehr sicher gewesen sei: Der Autor des Kantatentextes wendet den Abschied<br \/>\nJesu von seinen J\u00fcngern um in einen Abschied des Frommen von der<br \/>\nWelt um Christi willen. Weltflucht als Nachfolge. H\u00f6ren Sie selbst:<\/p>\n<p>\u201eDoch ach! welch schweres Ungemach empfindet noch allhier die<br \/>\nSeele. Wird nicht die hart gekr\u00e4nkte Brust zu einer W\u00fcstenei<br \/>\nund Marterh\u00f6hle bei Jesu schmerzlichstem Verlust? Allein mein Geist<br \/>\nsieht gl\u00e4ubig auf und an den Ort, wo Glaub und Hoffnung prangen,<br \/>\nallwo ich nach vollbrachtem Lauf dich, Jesu, ewig soll umfangen.<\/p>\n<p>Entziehe dich eilends, mein Herze, der Welt, du findest im Himmel dein<br \/>\nwahres Vergn\u00fcgen. Wenn k\u00fcnftig dein Auge den Heiland erblickt,<br \/>\nso wird erst dein sehnendes Herze erquickt, so wird es in Jesu zufriedengestellt.<\/p>\n<p>Jesum la\u00df ich nicht von mir,<br \/>\ngeh ihm ewig an der Seiten;<br \/>\nChristus l\u00e4sst mich f\u00fcr und f\u00fcr<br \/>\nzu den Lebensb\u00e4chlein leiten.<br \/>\nSelig, der mit mir so spricht:<br \/>\nMeinen Jesum la\u00df ich nicht.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nder Text h\u00f6rt sich nach Weltflucht an, \u201eEntziehe dich eilends,<br \/>\nmein Herze, der Welt\u201c, &#8211; und das erlebt man ja immer wieder beim<br \/>\nAbschied: Nimm mich doch mit, la\u00df mich nicht allein zur\u00fcck;<br \/>\naber die Musik spricht eine andere Sprache &#8230; pralle Zuwendung zur Welt,<br \/>\nkunstvolle Interpretation schwieriger Passagen &#8230; der \u201avollbrachte<br \/>\nLauf\u2019 h\u00f6rt sich in der musikalischen Gestaltung nicht nach<br \/>\nEnde an, sondern nach einem andauernden Streben und Ringen, nach Sichten<br \/>\nund Suchen in dieser Welt; so ist Jesus offenbar auch von seinen J\u00fcngern<br \/>\nbeim Abschied verstanden worden: Nicht: Kommt mit mir weg von allen Versuchungen<br \/>\nund Herausforderungen in der Welt, nein, das gerade nicht: Bleibt da,<br \/>\nk\u00fcmmert euch um die Welt, um die Menschen, die euch brauchen! Ihr<br \/>\nwi\u00dft, was Ihr zu tun habt, worauf es ankommt!<\/p>\n<p>Es hat ja immer wieder religi\u00f6se F\u00fchrer gegeben, die ihre<br \/>\nAnh\u00e4nger mit in den Tod nahmen, um sie der b\u00f6sen Welt nicht<br \/>\naussetzen; ein psychologisch verst\u00e4ndlicher, aber f\u00fcr die Betroffenen<br \/>\nnat\u00fcrlich verh\u00e4ngnisvoller Vorgang.<\/p>\n<p>Ganz anders Jesus: Daran werden die Menschen erkennen, dass Ihr meine<br \/>\nJ\u00fcnger seid, dass Ihr euch untereinander liebt! Bleibt in der Welt,<br \/>\nauch wenn ihr Angst habt; ich habe die Welt schon \u00fcberwunden, ich<br \/>\nhabe Gedanken in die Welt gebracht, die sich nicht mehr ausl\u00f6schen<br \/>\nlassen. Ich habe mich f\u00fcr die Liebe als Gestaltungskraft in allen<br \/>\nLebensverh\u00e4ltnisse eingesetzt, auch wenn das viele f\u00fcr gef\u00e4hrlich<br \/>\nhalten und mich deshalb verfolgen; wie die Liebe f\u00fcr Kinder bei<br \/>\nihrer Ankunft in diesem Leben den Boden bereitet, so gewinnt auch der<br \/>\nAbschied erst durch Liebe menschliche Tiefe. Auch wenn er noch so wehtut,<br \/>\nliebevoller Abschied entlastet auch. Es ist gut, wenn die Kinder aus<br \/>\ndem Haus gehen k\u00f6nnen, gerade wenn sie eine freundliche Erziehung<br \/>\nin der Familie erlebt haben; gerade dann ist der Abschied der Weg der<br \/>\nKlarheit und des Lebens, denn ohne Abschied k\u00f6nnen sie sich nicht<br \/>\nweiter entwickeln.<\/p>\n<p>Wie bedr\u00e4ngend das Problem des Abschieds am Lebensende noch werden<br \/>\nkann, ahnen wir inzwischen; denn die Perspektive hat sich seit dem 18.<br \/>\nJahrhundert gr\u00fcndlich umgekehrt: Weltflucht, falls sie je dominierte,<br \/>\nist zur\u00fcckgetreten, Weltsucht herrscht. Lebensverl\u00e4ngerung<br \/>\nwird gefordert, koste es, was es wolle, Gesundheit ist das h\u00f6chste<br \/>\nGut &#8211; und es gibt kaum eine M\u00f6glichkeit, den Abschied aus diesem<br \/>\nLeben mit W\u00fcrde und liebevoll zu gestalten, weil man sonst um einen<br \/>\nhumanen Umgang mit Leben insgesamt f\u00fcrchten m\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p>Obwohl in den Kliniken wegen begrenzter materieller M\u00f6glichkeiten<br \/>\nimmer wieder \u00fcber Leben und Tod entschieden werden mu\u00df, obwohl<br \/>\nin den Hospizen und Pflegeheimen schon l\u00e4ngst vielfach ein milder<br \/>\nAbschied gestaltet wird, ist eine \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber<br \/>\neine sinnvolle Gestaltung des Lebensendes erst in Ans\u00e4tzen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dabei wird schon l\u00e4ngst Tod zugelassen, der noch zu verhindern<br \/>\nw\u00e4re, wenn die technischen M\u00f6glichkeiten ausreichten oder die<br \/>\nOrganspenden ausgeweitet werden k\u00f6nnten. Und deshalb m\u00fcssen \u00c4rzte<br \/>\nl\u00e4ngst schon den Abschied auch von jungen Patienten bewu\u00dft<br \/>\nverantworten, deren Krankheit technisch und finanziell nicht mehr zu<br \/>\nbehandeln ist. Es mu\u00df nicht wundern, dass \u00dcberlegungen aufkommen,<br \/>\ndie Sterbenlassen und T\u00f6ten ineinander verschwimmen lassen, aber<br \/>\nes best\u00fcrzt trotzdem, wie menschliche Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber<br \/>\ndas Lebensende sich immer deutlicher abzeichnet.<\/p>\n<p>Jedoch: Der Abschied im Tode darf keine Frage selbstherrlicher Entscheidungen<br \/>\nvon Menschen \u00fcber Menschen werden \u2013 und er darf nicht vom \u00fcbrigen<br \/>\nLeben losgerissen werden:<br \/>\nDas schutzlose Leben in keinem Alter der Schutzlosigkeit preisgeben!<br \/>\nDas ist eine der gro\u00dfen Forderungen des Evangeliums von der Liebe<br \/>\nGottes; und wer sich dieser Forderung stellt, wird gerade nicht auf das<br \/>\nbessere Jenseits vertr\u00f6sten, damit der Abschied nicht schwer f\u00e4llt,<\/p>\n<p>sondern nach Lebensformen suchen, wie auch schutzloses Leben begleitet<br \/>\nwerden kann, zu weiterem Leben oder bei einem Abschied in W\u00fcrde,<br \/>\ngerade wenn die finanziellen Mittel nicht weit reichen sollten.<\/p>\n<p>Auf dem \u00f6kumenischen Kirchentag in der kommenden Woche wird die<br \/>\nFrage eines menschenw\u00fcrdigen Lebens und Sterbens nicht von ungef\u00e4hr<br \/>\nzur Diskussion stehen, dabei wird auch \u00fcber neue Formen des Zusammenlebens<br \/>\nnachgedacht, die das hinf\u00e4llige Leben nicht nur m\u00fchsam und<br \/>\nunter gro\u00dfen Menschenopfern verwahren, sondern in das allgemeine<br \/>\nLeben einbeziehen.<\/p>\n<p>Solche Fragen gemeinsam bedenken, beweist mehr Kraft christlichen Geistes<br \/>\nin der \u00d6kumene als irgendeine Entscheidung \u00fcber die verschiedenen<br \/>\nAuffassungen des Abendmahls oder das Leiden an der mangelnden Einheit.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nIm Gebet besinnen wir uns gemeinsam auf Gottes G\u00fcte, die uns unser<br \/>\nLeben gegeben hat. Aus solcher Besinnung erwachsen immer wieder Gedanken,<br \/>\ndie zu einem humanen Umgang mit dem Leben bis zu seinem Ende f\u00fchren.<br \/>\nDenn die Besinnung auf Gottes G\u00fcte lockert die Bindung an die zentralen<br \/>\nM\u00e4chte unseres Lebens, Geld und Gesundheit. Auch wenn die kirchliche<br \/>\nDiakonie in der Gegenwart sich mit diesen beiden M\u00e4chten heftig<br \/>\nauseinandersetzen mu\u00df, so bleibt als Grundlinie aller christlichen<br \/>\nLiebest\u00e4tigkeit eben doch die Liebe Christi zu seinen J\u00fcngern,<br \/>\ndie er bewahrt hat bis ans Ende.<\/p>\n<p>Haben wir den Vater bisher um nichts gebeten? Oh, schon oft, habe ich<br \/>\nf\u00fcr meine Kinder gebeten, dass sie gut in dieses Leben hineinwachsen<br \/>\nd\u00fcrfen, &#8211; inzwischen bete ich auch f\u00fcr den Abschied meiner<br \/>\nhochbetagten Angeh\u00f6rigen und derer, die mir nahestehen, aber immer<br \/>\nzugleich im Blick auf meinen eigenen Abschied aus dieser Welt: Vielleicht<br \/>\nf\u00fchrt die Verbindung vieler Christen im Gebet und im Vertrauen auf<br \/>\nGott schon bald zu gr\u00f6\u00dferer \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit<br \/>\nf\u00fcr die Formen, den Abschied zu leben,<br \/>\nLebensformen, die Gottes Liebe in unserem Leben Gestalt werden lassen<br \/>\nund die praktiziert werden in Familien, Hospizen und Heimen. Die Phantasie<br \/>\nist ja schon l\u00e4ngst rege t\u00e4tig zu suchen, wie wir miteinander<br \/>\nim Leben und im Sterben wohlt\u00e4tig umgehen k\u00f6nnen, die Lasten<br \/>\nteilen und verteilen, die das Leid, auch das Leid der Verg\u00e4nglichkeit,<br \/>\nmit sich bringt; die Behinderung durch die Gedanken an Wachstum und Wohlstand<br \/>\nsind in den Herzen vieler Menschen gelockert, ohne dass sie deshalb aus<br \/>\ndieser Welt zu fliehen.<\/p>\n<p>Es wird sicher keine rauschende Mehrheit sein, die sich dem Ruf Jesu<br \/>\nanschlie\u00dft, aber ich k\u00f6nnte mir denken, dass bald auch \u00f6ffentlich<br \/>\nwieder deutlicher wird, wie viele Menschen t\u00e4glich in den Ruf der<br \/>\nSehnsucht nach Gemeinschaft in Liebe einstimmen \u2013 und sich dazu<br \/>\nauf Jesus berufen: \u201eEr ist meines Lebens Licht, meinen Jesum<br \/>\nla\u00df ich nicht!\u201c Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost, Bonn<br \/>\n<a href=\"mailto:R.Schmidt-rost@web.de\">E-Mail: R.Schmidt-rost@web.de<\/a> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rogate | 25. 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