{"id":9463,"date":"2003-06-07T19:49:54","date_gmt":"2003-06-07T17:49:54","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9463"},"modified":"2025-05-07T15:17:41","modified_gmt":"2025-05-07T13:17:41","slug":"genesis-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/genesis-1\/","title":{"rendered":"Genesis 11,1\u20139"},"content":{"rendered":"<h3>Die heilsame Zerstreung | Pfingstmontag | 9. Juni 2003 | Genesis 11,1\u20139 | Gerhard Begrich |<\/h3>\n<p>Gnade sei mit Euch und Frieden &#8211; von Dem, Der Da ist, und Der Da war<br \/>\nund Der Da kommen wird &#8211; und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei<br \/>\nmit uns allen. AMEN<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder!<br \/>\nDa kann man ja viel sagen &#8211; aber man muss es nicht.<br \/>\nMuss also sehen, ob es uns hilft.<br \/>\nWo also soll man anfangen in diesen ganzen Geschichten, womit beginnen?!<br \/>\nDenn wir wissen es: jedes Heute hat ein Gestern und Vorgestern und Ehegestern,<br \/>\nein Tag ist auch das Ergebnis der Tage zuvor &#8211; unsere Geschichte f\u00e4llt<br \/>\nnicht vom Himmel &#8211; so pl\u00f6tzlich. Aber sie beginnt dort. Immer.<br \/>\nAlso: &#8222;Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.&#8220; Das ist bekannt<br \/>\n&#8211; und notwendig, denn der Himmel ist die Voraussetzung f\u00fcr die Erde,<br \/>\ndie Zerst\u00f6rbare. Den Himmel aber zerst\u00f6rt keiner. Das ist uns<br \/>\nHoffnung.<br \/>\nDamit beginnt alle und auch unsere Geschichte: Der Abend tritt ins Paradies<br \/>\nwie ein guter Freund, der Geschichten wei\u00df. Die Sonne bettet sich<br \/>\nim Horizont, ein Duft von Flieder, Wein, Honig und Jasmin liegt in der<br \/>\nLuft &#8230; Und ER, Gott, Hochgelobt sei ER, was tut ER? Den ganzen Tag hat<br \/>\nGott mit Farben die Welt gemalt und auch Sein Maltopf ist alle und auch<br \/>\nER will sich ausruhen von des Tages M\u00fch, Seinen Garten genie\u00dfen<br \/>\nund auf einer Bank sitzen. Die Bank h\u00e4lt &#8211; und ER ist sehr gl\u00fccklich<br \/>\ndar\u00fcber, denn diese Bank ist Sein Werk. Die Welt schaffen &#8211; das ist<br \/>\nf\u00fcr IHN keine Kunst &#8211; aber eine Bank schon. Die also tr\u00e4gt,<br \/>\nund Gott erfreut sich an Seinem Paradies &#8211; und tr\u00e4umt &#8230;<br \/>\nAber pl\u00f6tzlich f\u00e4hrt ER auf, schl\u00e4gt sich die Hand vor<br \/>\nden Kopf und spricht: &#8222;Bei Gott&#8220; (ER soll wirklich &#8222;bei<br \/>\nGott&#8220; gesagt haben) &#8222;- wer soll das alles pflegen!?&#8220;<br \/>\nNach langem, himmlischem Schweigen spricht ER: &#8222;Lasst uns den Menschen<br \/>\nmachen!&#8220; Den Satz kennen wir. So schnell aber geht das nicht. Jetzt<br \/>\ntreten zu IHM die vier gro\u00dfen und gewaltigen Engel, die Erzengel<br \/>\nGottes und sprechen zu IHM einm\u00fctig im Chor: &#8222;Lass es sein,<br \/>\nHerr, lass es sein, es (d.h. doch wohl er: der Mensch!) wird Dir nicht<br \/>\ngelingen!&#8220;<br \/>\nDer Herr schaut Seine Engel fragend an: Nun? Habt ihr noch mehr zu sagen?<br \/>\nDa tritt Michael vor: Ich bin Herr, aber Du wei\u00dft es ja, ein &#8222;gro\u00dfer<br \/>\nStreiter&#8220; &#8211; aber ich werd&#8216; es nicht verhindern k\u00f6nnen: Die Menschen,<br \/>\ndie Du schaffen willst, die werden Kriege f\u00fchren, die Du nicht kennst!<br \/>\nSie werden H\u00e4user verbrennen und Felder, Kinder morden und M\u00e4nner,<br \/>\nFrauen werden sie sch\u00e4nden &#8230; ich rate Dir ab, Herr, lass es sein.<br \/>\nLange schwieg da der Herr und es war ganz still im himmlischen Garten.<br \/>\nDa tritt nun Raphael hervor: Ich bin, Herr, ein &#8222;gro\u00dfer Heiler&#8220;<br \/>\nf\u00fcr alle Wunden: aber die Menschen werden ihre Herzen brechen und<br \/>\nihre Seelen verkr\u00fcppeln und ihre Meinung verraten und ihre Vernunft<br \/>\nzerst\u00f6ren &#8211; und ich kann&#8217;s nicht mindern. Ich rate Dir ab, Herr,<br \/>\ntu es nicht.<br \/>\nLange schwieg da der Herr und es war ganz still im himmlischen Garten.<br \/>\nDa trat Uriel hervor und sprach: Nicht rat ich Dir zu Herr, aber auch<br \/>\nnicht ab.<br \/>\nSolche diplomatische Rede verdross den Herrn. ER verlangte Deutlichkeit.<br \/>\nNun gut, Herr, wenn es denn so sein muss: Gib den Menschen das Licht der<br \/>\nErinnerung, er wird&#8217;s Vernunft dann nennen, dass sie nicht vergessen,<br \/>\nwas sie verlieren werden: Deinen sch\u00f6nen Garten.<br \/>\nWieder schwieg der Herr.<br \/>\nNun sprach Gabriel &#8211; und seine Rede klingt immer weihnachtlich: Ich Herr,<br \/>\nrate Dir zu: Mach es, schaff den Menschen, obwohl auch ich wei\u00df,<br \/>\nes geht schief. Aber gib ihnen, o Herr, zweierlei mit auf ihren Weg in<br \/>\ndie Welt: die Musik und die Liebe. So behalten sie die Sehnsucht nach<br \/>\nDeinem Garten &#8230; ab und zu, wenigstens.<br \/>\nLange schwieg der Herr und es war ganz still im himmlischen Garten.<br \/>\nDann sprach ER: Lasst uns Menschen machen!<br \/>\nUnd ER, Hochgelobt sei ER, tat es, was ER nicht lassen konnte &#8230;<br \/>\nWir wissen, wie es weitergeht &#8211; bis auf diesen Tag bis heute.<br \/>\nAber dazwischen &#8211; da war doch noch was?<br \/>\nJa, unsere Geschichte, der Predigttext zu Pfingsten, der noch.<br \/>\nDie Menschen sollten sich sondern in V\u00f6lker und verteilen all \u00fcberall<br \/>\nauf der Erde. So hat es sich ER gedacht, aber die Menschen, was wollen<br \/>\ndie?<br \/>\nSo beginnt unsere Geschichte:<br \/>\n&#8222;Es war auf der Erde eine Sprache und wenige Worte.&#8220; (Gen 11,1)<br \/>\nDas ist nicht die Sehnsucht nach einer Sprache, das ist der Schmerz um<br \/>\nden Verlust des Himmels. Es ist nunmehr ein Abstand, ein Riss geworden:<br \/>\nder Himmel ist nicht mehr so selbstverst\u00e4ndlich auf Erden: wir leben<br \/>\nnach der Flut, der gro\u00dfen Zeitenwende. Es h\u00e4tte alles zerst\u00f6rt<br \/>\nsein k\u00f6nnen. Wir wissen es. Aber die Menschen, wir also, leben weiter<br \/>\nund immer weiter aus seiner, unseres Gottes Gnade.<br \/>\nNun also sollen sie hin gehen in alle Welt, Verantwortung tragen f\u00fcr<br \/>\nsie und Sorge. Aber die Menschen, was tun die?<br \/>\n&#8222;Und es geschah, als sie von Morgen her zogen (hinaus aus dem Garten,<br \/>\nden sie verloren), da fanden sie ein Tal im Lande Schinear (das ist: Mesopotamien,<br \/>\nheute sagen wir: Iraq!) und blieben da sitzen.&#8220; (Gen 11,2)<br \/>\nDie Menschen wollen nicht weitergehen, nicht sich ausbreiten \u00fcber<br \/>\ndie ganze Erde. Was geht uns die Welt an, sagen sie und blinzeln. Hier<br \/>\nwollen wir bleiben. Hier ist es sch\u00f6n. Gott hat zwar gesagt: Ihr<br \/>\nsein verantwortlich f\u00fcr die Erde. Die Menschen aber suchen nicht,<br \/>\nwas Gottes ist, sondern das Ihre. Das Eigene. Was geht uns das Fremde<br \/>\nan!? So bleiben sie da &#8211; und lassen die Erde die Erde sein, fremdes Land:<br \/>\n&#8222;Und sprachen zueinander: Wohlan, lasset uns Ziegel streichen und<br \/>\nbrennen zu Brand. Und es war ihnen der Ziegel zum Stein, und das Erdharz<br \/>\nwar ihnen M\u00f6rtel. Und weiter sprachen sie: Wohlan, lasset uns eine<br \/>\nStadt bauen und einen Turm, der bis in den Himmel reicht &#8211; und wir wollen<br \/>\nuns einen Namen machen, dass wir uns ja nicht ausbreiten auf der ganzen<br \/>\nErde!&#8220; (Gen 11,3+4)<br \/>\nDas haben wir schon gewusst: sie wollen bleiben, nicht verantwortlich<br \/>\nsein f\u00fcr die Welt, nicht sorgen f\u00fcr die Erde und das Leben auf<br \/>\nihr. Sie haben mit sich und an sich genug. Sie verweigern sich der Mitwelt,<br \/>\nsie verweigern sich Gott. Wer bleiben will, muss bauen, wer Sicherheit<br \/>\nwill, muss hoch bauen und gewaltig. Und wer das tut, der wird \u00fcberleben<br \/>\nim Werk, denn Mauern bleiben und mit diesen auch unsere Namen. So denken<br \/>\ndie Menschen &#8211; und tun alles f\u00fcr ihren Ruhm. Sie tun es durchaus<br \/>\neindr\u00fccklich, mit bewundernswerten technischen F\u00e4higkeiten:<br \/>\nFortschritt durch Technik. Technik vermag auch Kunst zu sein, aber nicht<br \/>\nalles zu tun ist dem Menschen, ist uns erlaubt.<br \/>\nNoch aber haben wir eine Chance: Umkehr ist jederzeit m\u00f6glich. Aber<br \/>\ndie Menschen tun das nicht.<br \/>\n&#8222;Da kam ER herab, um zu sehen die Stadt und den Turm, die die Menschen<br \/>\ngemacht.&#8220; (Gen 11,5)<br \/>\nAuch jetzt gibt es noch die M\u00f6glichkeit, Gott zu begegnen. ER kommt.<br \/>\nER kommt in Seine Welt, um der Menschen Werk zu betrachten. ER will sehen<br \/>\ndie Stadt, vielleicht sogar bestaunen den Turm, vielleicht sogar pr\u00fcfen<br \/>\nund sagen: das habt ihr gut gemacht, ihr Menschen. Ich freue mich an Eurem<br \/>\nTun und sehe: meiner H\u00e4nde Werk ist mir doch nicht misslungen.<br \/>\nVielleicht war es das, was Gott sehen wollte &#8211; aber ER nahm es ganz anders<br \/>\nwahr:<br \/>\n&#8222;Da sprach ER: Ja &#8211; ein Volk ist es &#8211; und eine Sprache sprechen sie<br \/>\nalle. Und das ist der Anfang ihres Tuns. Nichts wird ihnen nunmehr unm\u00f6glich<br \/>\nsein.&#8220; (Gen 11,6)<br \/>\nGott sieht also etwas ganz anderes: die Menschen sind ein Einheitsvolk<br \/>\ngeworden: eine Sprache &#8211; eine Idee &#8211; eine Meinung &#8211; ein Tun. Der Traum<br \/>\naller Diktatoren. Welch&#8216; Katastrophe! O, wenn die Welt nur eine Sprache<br \/>\nh\u00e4tte, welche Armut an Sch\u00f6nheit, Geist und Freude: jede Sprache<br \/>\nist eine Welt, aber jede Sprache ist auch ein Gef\u00e4ngnis. Gott will<br \/>\ndie Vielfalt und das vielstimmige Lob. ER will, dass der Glaube denkt<br \/>\nund singt, verschiedene Lieder, verschiedenes Denken. Das ist die Gefahr<br \/>\nder Menschheit; immer wieder: ein Volk &#8211; ein Staat &#8211; eine Meinung.<br \/>\nDies will und kann ER nicht zulassen. Das nicht. Und auch nicht die verkehrte<br \/>\nWelt: Nicht soll Gott sagen zum Menschentun, sondern vielmehr der Mensch<br \/>\nzu Gottes Handeln: IHM allein ist nichts unm\u00f6glich! Es bleibe der<br \/>\nMensch ein Mensch &#8211; und handle auch so. Das G\u00f6ttliche ist uns nicht<br \/>\ngegeben und nicht erlaubt. Der Mensch ist ein Wesen der Grenze und der<br \/>\nBegrenzung. Nicht alles zu tun ist uns erlaubt.<br \/>\nStattdessen sollen wir fragen und tun, was ER von uns fordert. In diesem<br \/>\nTun greift Gott nun ein:<br \/>\n&#8222;Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprachen vermischen,<br \/>\ndass nicht einer des anderen Rede verstehe. Und ER verbreitete sie von<br \/>\ndort aus \u00fcber die ganze Erde. Da h\u00f6rten sie auf, die Stadt zu<br \/>\nbauen.&#8220; (Gen 11,8)<br \/>\nGott greift ein in der Menschen Geschichte &#8211; und f\u00fchrt sie zu Seinem<br \/>\nZiel. Das ist uns ein Satz der Hoffnung: am Ende wird unsere Geschichte<br \/>\nGottes sein.<br \/>\nNun haben die Menschen ihre je eigene Sprache gefunden &#8211; und m\u00fcssen<br \/>\nsich m\u00fchen und von einander lernen, wenn sie sich verstehen und begegnen<br \/>\nwollen. So sind die Menschen aneinander gewiesen: alle V\u00f6lker sind<br \/>\nin ihren Sprachen unmittelbar zu Gott &#8211; all \u00fcberall auf der Erde.<br \/>\nWir sind f\u00fcr das Ganze verantwortlich. Die Erde ist des Herrn. Das<br \/>\nbleibt &#8211; aber sie ist uns geliehen. Wir sind G\u00e4ste des &#8222;gro\u00dfen<br \/>\nGastgebers&#8220; &#8211; und sollen uns auch wie G\u00e4ste benehmen.<br \/>\nHaben Sie es gemerkt, liebe Gemeinde? Gott straft nicht: der Turm wird<br \/>\nnicht zerst\u00f6rt, die Stadt nicht abgebaut, dem &#8222;gro\u00dfen<br \/>\nNamen&#8220; nicht gewehrt! Das k\u00f6nnen die Menschen alles tun: sie,<br \/>\nd.h. wir!, d\u00fcrfen sich nur Gottes Auftrag nicht verweigern: Bleibt<br \/>\nder Erde treu und erhaltet die Welt, denn sie ist Gottes. Die Menschen<br \/>\nhaben eine Sorgepflicht. Dahin f\u00fchrt uns Gottes Tun: zum Prinzip<br \/>\nVerantwortung: Liebt diese Welt zu Gott hin. Denn Leben in der (ganzen)<br \/>\nWelt ist in der Tat: Leben in Gott. Die Welt ist in IHM.<br \/>\nAber der Mensch, was tut er &#8211; nun, wir wissen es, er ist vergesslich und<br \/>\ntut das nicht. Darum hat Gott dieser Geschichte einen Namen gegeben und<br \/>\neinen Ort &#8211; gegen das Vergessen.<br \/>\n&#8222;Darum nannte man ihren Namen Babel, weil dort ER vermischt hat alle<br \/>\nSprachen auf Erden und von dort ausgebreitet die Menschen auf der ganzen<br \/>\nWelt.&#8220; (Gen 11,9)<br \/>\nDiesen Namen wollen wir uns merken: Babel, Babylon! Dieser Name, diese<br \/>\nStadt steht nicht f\u00fcr Leiden und Krieg, f\u00fcr Zerst\u00f6rung<br \/>\nund Barbarei, weder gestern noch heute &#8211; sondern f\u00fcr die eine gro\u00dfe<br \/>\nHoffnung Gottes und der Menschen: dass es gen\u00fcgt, ein Mensch zu sein,<br \/>\nnichts als ein Mensch: Sein Ebenbild all \u00fcberall auf Erden. Wir sind<br \/>\nalle &#8222;Gottes-Kinder&#8220;, eigen dem Gro\u00dfen K\u00f6nig. In<br \/>\nallen Sprachen ist ER, nicht ewig auszuloben. M\u00f6gen wir in allen<br \/>\nSprachen Sein Wort h\u00f6ren. Und, Mensch, vergiss nicht.<br \/>\nVergiss nicht, was du verloren: des gro\u00dfen K\u00f6nigs Garten.<br \/>\nVergiss nicht, wohin du dereinst gehst: in des gro\u00dfen K\u00f6nigs<br \/>\nThronsaal.<br \/>\nUnd vergiss nicht, wo du lebst: in der Vorhalle des gro\u00dfen K\u00f6nigs.<br \/>\nWir leben also in Seiner Gegenwart.<br \/>\nVielleicht behalten die Engel nicht recht &#8211; und es gelingt.<br \/>\nWir d\u00fcrfen das Leben wagen.<br \/>\nIn Jesu Namen. AMEN<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Dr. Gerhard Begrich<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heilsame Zerstreung | Pfingstmontag | 9. Juni 2003 | Genesis 11,1\u20139 | Gerhard Begrich | Gnade sei mit Euch und Frieden &#8211; von Dem, Der Da ist, und Der Da war und Der Da kommen wird &#8211; und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. AMEN Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder! 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