{"id":9481,"date":"2003-06-07T19:49:48","date_gmt":"2003-06-07T17:49:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9481"},"modified":"2025-05-08T09:35:43","modified_gmt":"2025-05-08T07:35:43","slug":"lukas-14-16-23-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-14-16-23-2\/","title":{"rendered":"Lukas 14, 16-23"},"content":{"rendered":"<h3><strong><b><span style=\"color: #000099;\">Vi er r\u00f8de, vi er hvide oder: Gro\u00dfer Tag und letztes Aufgebot (1) | 2. Sonntag nach Trinitatis | 29. Juni 2003 | Lukas 14, 16-23 | Ulrich Braun |<\/span><\/b><\/strong><\/h3>\n<p>(1) \u201eVi er r\u00f8de, vi er hvide, vi stor sammen sid om side\u201c ist der Schlachtgesang der d\u00e4nischen Fu\u00dfballfans, die darin ihre Landesfarben und die ihrer Mannschaft feiern. Zu deutsch hie\u00dft die Zeile: Wir sind rot, wir sind wei\u00df, wir stehen zusammen Seit an Seite.<\/p>\n<p>Predigttext:<\/p>\n<p><em>&#8222;Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein gro\u00dfes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!<\/em><\/p>\n<p><em>Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der zweite sprach: Ich habe f\u00fcnf Gespanne Ochsen gekauft und gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und der Knecht kam zur\u00fcck und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Stra\u00dfen und Gassen der Stadt und f\u00fchre die Armen, verkr\u00fcppelten, Blinden und Lahmen herein.<\/em><\/p>\n<p><em>Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu seinem Knecht: Geh hinaus auf die Landstra\u00dfen und an die Z\u00e4une und n\u00f6tige sie, hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Nur eines ist \u00e4rgerlicher, als eine einmalige Chance zu verpassen: sie durch eigene Schlurigkeit zu vers\u00e4umen. Weil man ihre Einmaligkeit vielleicht nicht bei Zeit erkannt hat, weil man gemeint hat, es w\u00fcrde damit noch seine Weile haben und es w\u00fcrde sich schon noch die ein oder andere Gelegenheit bieten. Dann aber kommt sie nie wieder und man sieht: verpasst! Aus und vorbei, die Chance kommt nicht wieder.<\/p>\n<p>Vielleicht deshalb, weil mir das Gef\u00fchl verpasster Gelegenheiten gel\u00e4ufig ist, vermag ich mich von denen, die nun nicht mehr zum gro\u00dfen Abendmahl gelangen sollen, nicht so leicht loszurei\u00dfen. Obwohl sie im Rahmen des erz\u00e4hlten Gleichnisses gar kein \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Bedauern zeigen, tun sie mir Leid. Ginge es um irgendeine Einladung, w\u00e4re ich leichter mit dem Sprichwort bei der Hand \u201eDes einen Leid, des andern Freud\u201c.<\/p>\n<p>Dass aber das Reich Gottes, nennen wir es vorl\u00e4ufig die ewige Freude, auf anderer Leute Leid errichtet sein soll, st\u00f6rt das Bild. Und von nicht weniger als vom Reich Gottes will das Gleichnis bildhaft berichten. Es zu verpassen \u2013 auch noch durch eigene Schlurigkeit \u2013 ist nicht nur das \u00c4rgerlichste \u00fcberhaupt. Es ist wohl der Tod. Es zu ergreifen, w\u00e4re dem gegen\u00fcber das Leben. Aber wie das gewinnen, wo wir doch kaum tastend formulieren k\u00f6nnen, was es denn um das Reich Gottes ist.<\/p>\n<p>Sagen wir so: Wenn des einen Freud denn auf des Andern Leid errichtet werden sollte, w\u00fcrde uns das in Bezug auf das Reich Gottes schon sehr wundern. Da muss man weiter noch gar nicht sagen k\u00f6nnen, was denn darinnen ist. Dass andere drau\u00dfen stehen, wo Heulen ist und Z\u00e4hneklappern, w\u00fcrde die ewige Seligkeit schon gewaltig beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Doch Jesu Gleichnis spricht in erster Linie von der unverhofften Einladung, von der T\u00fcr eben, die pl\u00f6tzlich solchen offen steht, die im Leben nicht damit gerechnet haben. Wir wollen uns vor lauter Mitgef\u00fchl mit den verhinderten Geladenen nicht um den Blick auf die festlich gedeckte Tafel bringen.<\/p>\n<p>\u00dcber das Drinnen und das Drau\u00dfen mussten wir gleichwohl einige Worte verlieren; denn oftmals glaubte man ja genau zu wissen, wer drinnen, vor allem aber wer drau\u00dfen ist. Drau\u00dfen sollte Israel sein, das Volk Jesu eben, das seine Einladung zum gro\u00dfen Abendmahl im Gottesreich nicht angenommen habe. Gewiss spiegelt sich in der \u00dcberlieferung des Gleichnisses auch die schmerzhafte Geschichte der Herausl\u00f6sung des Christentums aus dem Judentum. Wenn wir aber das Gleichnis als Bild f\u00fcr das Reich Gottes festhalten wollen, dann duldet dieses Bild keine feixende Festgesellschaft, die vom Balkon des Hauses mit Fingern auf die zeigt, die drau\u00dfen stehen und ihre Chance verpasst haben.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es das Gef\u00fchl f\u00fcr verpasste Chancen, das so lange bei denen verweilen l\u00e4sst, die urspr\u00fcnglich geladen waren. Die Gleichnisse Jesu aber zielen zumeist auf genau einen Punkt. Der wird scharf gestellt und genau an ihm wird etwas durchsichtig, was sonst nur verschwommen zu sehen ist.<\/p>\n<p>Wie es au\u00dferhalb des Reiches Gottes zugeht, wissen wir ohnehin. Daf\u00fcr brauchen wir keine Bilder. Das Drau\u00dfen ist nur zu bekannt. Menschen sind ausgesperrt von Lebenschancen. Sie haben das Pech gehabt, zur falschen Zeit am falschen Ort geboren zu werden, mit der falschen Hautfarbe im falschen Stamm.<\/p>\n<p>Wer im Berlin der 50er Jahre am k\u00fcrzeren Ende der Sonnenallee zur Welt kam, lebte in Ostberlin. Das l\u00e4ngere Ende lag im Westen, und irgendwie scheint bis heute fraglos klar zu sein welches St\u00fcck \u201ehinter\u201c der Mauer lag, ganz gleich von welcher Seite man guckte.<\/p>\n<p>Menschen hierzulande nehmen sehr unterschiedlich am Wohlstand teil. Ein gro\u00dfer Teil der Menschen in Asien und Afrika k\u00f6nnen kaum damit rechnen, in absehbarer Zeit auch nur ann\u00e4hernd vergleichbare Lebenschancen zu haben wie viele von uns in Europa. Jemand der \u00fcber f\u00fcnfzig ist und bei uns arbeitslos wird, wird lange nach einer neuen Chance suchen. Wenn es sie \u00fcberhaupt je gibt, wird er mehr Gl\u00fcck gehabt haben als den meisten Schicksalsgenossen.<\/p>\n<p>So: und auf all diejenigen, die au\u00dferhalb des Focus\u2019 stehen, zielt die Geschichte vom gro\u00dfen Abendmahl. Jetzt werden sie scharf gestellt. Die, mit denen keiner mehr gerechnet hat, und die selber nicht mehr erwartet hatten, treten ins Zentrum der Geschichte. Der Tisch des Lebens ist gr\u00f6\u00dfer als all die Eingeladenen und Nachgeladenen gemeint haben. Auch den Letzten noch ruft der Hausherr, auch die, die bei der zweiten Runde noch immer nicht dabei waren.<\/p>\n<p>Wie es scheint, bleibt eine Kr\u00e4nkung in der Geschichte enthalten. Wer nun drinnen beim Fest ist, stand nicht urspr\u00fcnglich auf der G\u00e4steliste. Wie gern geht einer zu einem Fest, bei dem er nur ausgebliebene Geladene ersetzen soll? Manche, die in unsere Kirchen eingeladen werden, die M\u00fchseligen und Beladenen, sp\u00fcren das. Sie bleiben zweite Wahl, was auch bedeutet, dass von ihnen nichts erwartet wird und sie von sich nichts weiter erwarten.<\/p>\n<p>Wieder geraten wir in die Gefahr, den Focus der Geschichte zu verlassen und in ihre verschwommenen R\u00e4nder abzugleiten. Nichts spricht daf\u00fcr, dass die G\u00e4ste des Gleichnisses so mit sich und dem Fest umgegangen w\u00e4ren. Nichts spricht daf\u00fcr, dass sie das Brot und den Wein gegessen und getrunken haben, als stibitzten sie aus einer verbotenen Speisekammer. Nichts spricht daf\u00fcr, dass sie sich auf dem fest bewegt haben, als w\u00fcrden sie jede Minute mit ihrem Rauswurf rechnen, weil sie doch irgendwie unberechtigt an die Tafel gelangt w\u00e4ren. So mag es auf Festen zugehen, bei denen die L\u00fccken in den Reihen der urspr\u00fcnglich Geladenen mit einer Art Partystatisten aufgef\u00fcllt werden. Im Reich Gottes hat das volle B\u00fcrgerrecht, wen der Hausherr eingeladen hat. Von Begrenzungen oder Abstufungen der G\u00e4steliste ist nicht wirklich die Rede. Auf dass das Haus voll werde, daf\u00fcr werden die T\u00fcren ge\u00f6ffnet \u2013 gerade auch denen, die urspr\u00fcnglich nicht damit rechnen durften. Paulus beschreibt es an anderer Stelle so: Nun aber seid ihr nicht mehr G\u00e4ste und Fremdlinge, sondern Mitb\u00fcrger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.<\/p>\n<p>Wer aus welchen Gr\u00fcnden auch immer auf ein Fest gelangt ist und dort, aus dem Verdacht heraus, er sei vielleicht urspr\u00fcnglich gar nicht eingeladen gewesen, in einem fort misstrauisch umher \u00e4ugt, wird die Party verpassen. Neben mehr oder weniger gewichtigen Gr\u00fcnden f\u00fcr eine Absage, w\u00e4re das nur eine weitere Art eine Party zu verpassen. Und es gibt fast nichts, was \u00e4rgerlicher ist, als durch eigene Schuld eine einmalige Chance zu vers\u00e4umen.<\/p>\n<p>Es ist unterdessen elf Jahre her, dass in Schweden eine Fu\u00dfballeuropameisterschaft ausgetragen wurde. Dazu hatten sich die Mannschaften Hollands, Englands, Frankreichs, Schottlands, Deutschlands, Jugoslawiens und der Gemeinschaft unabh\u00e4ngiger Staaten (GUS), also die Nachfolgemannschaft der Sowjetunion qualifiziert. Schweden war als Gastgeber dabei.<\/p>\n<p>Nun brach 1992 Jugoslawien blutig auseinander. Kurzfristig musste die Mannschaft zu Hause bleiben. D\u00e4nemark, das die Qualifikation ungl\u00fccklich verpasst hatte, wurde nachnominiert. Hastig rief der Trainer seine Spieler zusammen, die allesamt schon in den Urlaub aufgebrochen waren. Statt wochenlanger Trainingslager mussten ein paar Tage Vorbereitung gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Beim ersten Spiel merkte man den D\u00e4nen noch an, dass sie nicht recht wussten, wie sie in diese Endrunde geraten waren. Vielleicht spielte auch der Zweifel mit, ob sie als rechtm\u00e4\u00dfig ausgeschiedene hier \u00fcberhaupt etwas zu suchen h\u00e4tten. Aber der Ball ist wie das Leben rund und ein Spiel dauert neunzig Minuten. Wie das Leben endet es erst mit dem Schluss und wer mitspielt ist drinnen, nicht drau\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach der Vorrunde waren die D\u00e4nen zweite. Das bedeutete Halbfinale gegen die Niederlande, den erkl\u00e4rten Turnierfavoriten. Wenn wir schon mal so weit sind, dann spielen wir eben auch das noch mit, m\u00fcssen sich die D\u00e4nen gedacht haben. Mittlerweile reisten auch immer mehr ihrer Fans \u00fcber den \u00d6resund nach Schweden. Auch die ersten Familien der Spieler kamen von den Feriendomizilen zur\u00fcck. Hatte es erst nach einer kurzen Unterbrechung des Urlaubs ausgesehen, schien es nun doch eine l\u00e4ngere Sache zu werden.<\/p>\n<p>Auch die Niederlande wurden besiegt und eine Mannschaft, die erst gar nicht dabei gewesen war, stand im Finale. Unsere, also die deutsche Mannschaft, d\u00fcrfte \u00fcber den Ausgang des anderen Halbfinalspiels recht erleichtert gewesen sein. Hatten doch die D\u00e4nen den Angstgegner Holland aus dem Weg ger\u00e4umt, gegen den die Deutschen in der Vorrunde deutlich mit drei zu eins verloren hatten. Nun konnte man sich eine gewisse gutm\u00fctige Freude f\u00fcr den kleinen Au\u00dfenseiter aus dem Nachbarland durchaus g\u00f6nnen \u2013 freilich nicht ohne hinzuzuf\u00fcgen wie ernst man den Gegner n\u00e4hme, dass es keine \u201ekleinen\u201c Gegner mehr g\u00e4be, dass die Nordm\u00e4nner f\u00fcr ihren gef\u00e4hrlichen schnellen Fu\u00dfball bekannt seien und dass man sich das holl\u00e4ndische Missgeschick als Warnung dienen lassen wolle.<\/p>\n<p>Die Warnung wirkte offenbar nur zwanzig Minuten. Dann stand es eins zu null f\u00fcr D\u00e4nemark. Am Ende sollte es zwei zu null hei\u00dfen. Die rotwei\u00dfen hatten ihre Chance genutzt, mit der sie gar nicht mehr hatten rechnen d\u00fcrfen. Aber einmal ins Spiel genommen, haben sie die Tage in Schweden genossen. Und ist der Sage nach die d\u00e4nische Flagge, der Danebrog, im Jahr 1215 vom Himmel herab geschwebt, so schien es in den Junitagen 1992, als habe der Himmel h\u00f6chstselbst rot und wei\u00df zu seinen Farben erkoren.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag stand in der liberalen d\u00e4nischen Tageszeitung \u201ePolitiken\u201c: \u201eD\u00e4nemark ist zum ersten und vermutlich letzten Mal Europameister geworden!\u201c Am Ende war es keine Frage, wie es \u00fcberhaupt zu diesem Fu\u00dfballfest gekommen war. Sicher war nur, dass die Freude zwischen Kopenhagen und Esbjerg in keinem Falle gr\u00f6\u00dfer h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bin drei Tage nach dem Finale an die j\u00fctl\u00e4ndische Westk\u00fcste gefahren. Gleich an der Grenze hing ein gro\u00dfes Transparent. Darauf stand 2:0. Zwei zu null stand auch an jeder Autobahnbr\u00fccke und auf jedem Schild, das sonst keine wichtige wegweisende Funktion hatte.<\/p>\n<p>Klang darin ein bisschen H\u00e4me mit? Wahrscheinlich schon. Aber es war ja auch eine Fu\u00dfballmeisterschaft und nicht das Himmelreich. Im Leben gibt es eben immer die verschwommenen R\u00e4nder und ein Drinnen und ein Drau\u00dfen. Ganz ahnungslos l\u00e4sst uns aber das Leben nicht in bezug auf die Freude, die drinnen herrscht.<\/p>\n<p>Wie es mit der Freude im Himmelreich bestellt sein mag hat einmal der Theologe Friedrich Schleiermacher (1768-1834) \u00fcberlegt. Ganz gleich wie man sie sich vorstellen m\u00f6ge, sie d\u00fcrfte jedenfalls nicht dadurch getr\u00fcbt sein, dass andere in einem unfreundlich-h\u00f6llenhaften Drau\u00dfen schmachten. Denn zum Himmelreich geh\u00f6re eben auch das Mitgef\u00fchl. Wegen dieses Mitgef\u00fchls sei eben eigene Wohlbefinden erheblich gest\u00f6rt, wenn andere leiden m\u00fcssen. Wo also einer um die Not und das leiden eines anderen wissen m\u00fcsse, ohne dagegen wirken zu wollen und zu k\u00f6nnen, da sei jedenfalls das Himmelreich nicht.<\/p>\n<p>So gesehen k\u00f6nnen wir ziemlich sicher sein, noch nicht im Himmelreich zu sein, denn das Wissen um das Elend k\u00f6nnen wir nicht bestreiten. Wir k\u00f6nnen die, die im Hier und Jetzt drau\u00dfen vor den Toren der Lebenschancen stehen, nur allzu gut sehen. Und gerade sie sind, mit den Augen unseres Gleichnisses betrachtet, solche, mit denen im Reich Gottes gerechnet werden muss. Es sind nicht Fremdlinge und Au\u00dfenstehende, nicht einmal nur G\u00e4ste, sondern Mitb\u00fcrger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.<\/p>\n<p>Was wir f\u00fcr die ewige Seligkeit nicht w\u00fcnschen k\u00f6nnen, dass n\u00e4mlich dieselbe dadurch beeintr\u00e4chtigt ist, dass andere drau\u00dfen sind, wom\u00f6glich in Heulen und Z\u00e4hneklappern, sollten wir im Hier und Jetzt nicht dulden.<\/p>\n<p>Auch dazu hilft das Bild von der Tafel Gottes. T\u00fcren stehen offen, wo es keiner mehr vermuten mag. Auf dass das Haus voll werde und die Chance auf Leben nicht leichtfertig oder durch Resignation vertan wird. Die verschwommenen R\u00e4nder werden uns bleiben. Zugleich aber auch die F\u00e4higkeit, etwas wirklich in den Blick zu nehmen, es scharf zu stellen und die eigenen Chancen zu nutzen.<\/p>\n<p>Wo sich einem eine Chance bietet, mit der weder er noch andere je gerechnet haben, entsteht eine Ahnung f\u00fcr die gro\u00dfe Tafel Gottes. An ihr ist gewiss mehr Platz als wir im Focus eines Bildes scharf stellen k\u00f6nnen. Ach ja, und eines noch: Jesus von Nazareth hat auch gesagt \u201eDas Himmelreich ist mitten unter euch\u201c. Ganz unsichtbar wird es dort nicht bleiben wollen.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ulrich Braun<br \/>\nPastor in der Klosterkirchengemeinde G\u00f6ttingen-Nikolausberg<br \/>\n<a href=\"mailto:Ulrich.F.Braun@t-online.de\">EMail: Ulrich.F.Braun@t-online.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vi er r\u00f8de, vi er hvide oder: Gro\u00dfer Tag und letztes Aufgebot (1) | 2. Sonntag nach Trinitatis | 29. 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