{"id":9509,"date":"2003-08-07T19:49:49","date_gmt":"2003-08-07T17:49:49","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9509"},"modified":"2025-05-08T10:58:47","modified_gmt":"2025-05-08T08:58:47","slug":"unser-taegliches-brot-gib-uns-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/unser-taegliches-brot-gib-uns-heute\/","title":{"rendered":"Johannes 6,1\u201315"},"content":{"rendered":"<h3>&#8222;Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute&#8220; | 7. Sonntag nach Trinitatis | 3. August 2003 | Joh 6,1\u201315 | <strong>Irene Mildenberger |<\/strong><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute, so beten wir im Vaterunser.<br \/>\nIn dieser Bitte steckt viel mehr, als die Sorge um die Nahrung, die wir<br \/>\nzum Leben n\u00f6tig haben.<\/p>\n<p>&#8222;Versorge uns mit allem, was f\u00fcr Leib und Leben n\u00f6tig<br \/>\nist. Lehre uns dadurch erkennen, dass du allein der Ursprung alles Guten<br \/>\nbist\u00a0und dass ohne deinen Segen unsere Sorge und unsere Arbeit wie auch deine<br \/>\nGaben uns nichts n\u00fctzen. Lass uns deshalb unser Vertrauen von allen<br \/>\nGesch\u00f6pfen abwenden und es allein auf dich setzen.&#8220; So hei\u00dft<br \/>\nes im der Heidelberger Katechismus. Und Luther sagt: &#8222;Gott gibt das t\u00e4gliche<br \/>\nBrot auch ohne unsere Bitte allen b\u00f6sen Menschen; aber wir bitten<br \/>\nin diesem Gebet, dass er\u2019s uns erkennen lasse und wir mit Danksagung<br \/>\nempfangen unser t\u00e4gliches Brot.&#8220;<\/p>\n<p>Gott, Vater, Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, gib mir Brot und<br \/>\nalles, was f\u00fcr Leib und Leben n\u00f6tig ist, so bete ich, und erkenne<br \/>\ndamit meine Abh\u00e4ngigkeit von Gott, dem Ursprung alles Guten. Erkenne<br \/>\nan, dass ohne seinen Segen meine Sorgen und meine Arbeit wie auch seine<br \/>\nGaben nichts n\u00fctzen.<\/p>\n<p>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute, so bete ich und zeige damit<br \/>\nzugleich meine Dankbarkeit f\u00fcr den, der das t\u00e4gliche Brot auch<br \/>\nohne Bitten allen b\u00f6sen Menschen gibt, sage ihm Dank f\u00fcr das,<br \/>\nwas ich von ihm empfange.<\/p>\n<p>Wenn Jesus uns lehrt zu beten: Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute!<br \/>\nso lehrt er uns also zugleich, hinter der Gabe den Geber zu sehen, auf<br \/>\nihn zu vertrauen, an ihn zu glauben. Mit dieser Bitte wird uns immer<br \/>\nwieder neu bewusst, dass wir von Gott leben, von ihm abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Und darum geht es auch in dieser Geschichte, die Johannes uns erz\u00e4hlt,<br \/>\nder Geschichte von der Speisung der 5000, von der wunderbaren Brot- und<br \/>\nFischvermehrung. Es geht um den Geber und seine Gabe, um den Geber, der<br \/>\nmehr als ausreichend, der \u00fcberreichlich gibt. Der gibt, wie er auch<br \/>\nin vergangenen Zeiten gegeben hat, den Geber, der in der W\u00fcste den<br \/>\nV\u00e4tern und M\u00fcttern Himmelsbrot gab.<\/p>\n<p>Gott gibt das t\u00e4gliche Brot auch ohne unsere Bitte, so sagt Luther.<br \/>\nUnd so ist es Jesus, der sich als erster Gedanken um das Brot macht.<br \/>\nNoch bevor die J\u00fcnger das Problem sehen. Noch bevor die Menge am<br \/>\nEnde eines langen Tages hungrig geworden ist. Sobald er die Menschen<br \/>\nsieht, sorgt er sich um sie. &#8222;Da hob Jesus seine Augen auf und sieht,<br \/>\ndass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir<br \/>\nBrot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu pr\u00fcfen;<br \/>\ndenn er wusste wohl, was er tun wollte.&#8220;<\/p>\n<p>Philippus hat vielleicht noch nicht oft genug das Unservater gebetet,<br \/>\num die Lektion vom Ursprung alles Guten wirklich zu lernen \u2013 und<br \/>\ndamit steht er ja nicht allein da. Ich selber jedenfalls h\u00e4tte die<br \/>\nPr\u00fcfung durch Jesus sicher genauso wenig bestanden. Philippus f\u00e4ngt<br \/>\nan, sich Gedanken und Sorgen zu machen. Er antwortet Jesus ganz menschlich:<br \/>\n&#8222;F\u00fcr zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug f\u00fcr<br \/>\nsie, dass jeder ein wenig bekomme.&#8220; Und wenn schon, dann sollen ja alle<br \/>\nmehr<br \/>\nals nur ein wenig bekommen.<\/p>\n<p>Das findet auch Andreas, der darum auch einen anderen Weg verwirft:<br \/>\n&#8222;Es ist ein Kind hier, das hat f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische;<br \/>\naber was ist das f\u00fcr so viele?&#8220; Da brauchen wir doch gar nicht anzufangen.<\/p>\n<p>Aber Jesus f\u00e4ngt an. Er f\u00e4ngt damit an, Gott zu danken. Wie<br \/>\ner das getan hat, wissen wir nicht, aber wir wissen, wie fromme Juden<br \/>\ndas heute tun. Mit Worten, die Jesus auch schon gesprochen haben k\u00f6nnte: \u201eGepriesen<br \/>\nseist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der du Brot aus der<br \/>\nErde hervorbringst.\u201c &#8222;Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab<br \/>\nsie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen,<br \/>\nsoviel sie wollten.&#8220;<\/p>\n<p>Und es reicht f\u00fcr alle, jeder bekommt genug, bekommt, soviel er<br \/>\nwill, alle werden satt. So wie in der W\u00fcste alle satt wurden von<br \/>\ndem Himmelsbrot, alle genug bekamen, auch die, die wenig gesammelt hatten.<\/p>\n<p>Und gesammelt werden kann und soll auch jetzt wieder. Als sie aber satt<br \/>\nwaren, sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: &#8222;Sammelt die \u00fcbrigen<br \/>\nBrocken, damit nichts umkommt.&#8220;<\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt ja zu der Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Geber, mit<br \/>\nden Gaben sorgf\u00e4ltig umzugehen, die wir bekommen. Nicht um sie f\u00fcr<br \/>\nuns allein zu horten und anderen damit wegzunehmen \u2013 das lehrt<br \/>\nuns das Manna, das verdarb, wenn es aufgehoben wurde, das nicht gehortet<br \/>\nwerden konnte und gerecht verteilt wurde. Nein, sorgf\u00e4ltig umgehen<br \/>\nmit den Gaben, damit noch andere satt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Da sammelten sie und f\u00fcllten von den f\u00fcnf Gerstenbroten<br \/>\nzw\u00f6lf<br \/>\nK\u00f6rbe mit Brocken, die denen \u00fcbrig blieben, die gespeist worden<br \/>\nwaren.&#8220; Wie \u00fcberreichlich ist hier gegeben worden, ohne jedes<br \/>\nBitten. Es bleibt genug \u00fcbrig f\u00fcr alle zw\u00f6lf St\u00e4mme,<br \/>\nf\u00fcr<br \/>\nein ganzes Volk.<\/p>\n<p>Grund genug, nach dieser Speisung zu danken, zu danken f\u00fcr mehr<br \/>\nals das Brot.<\/p>\n<p>Fromme Juden tun das nach jeder gr\u00f6\u00dferen S\u00e4ttigungsmahlzeit<br \/>\nmit einem feierlichen Tischgebet, das Gott nicht nur f\u00fcr die gerade<br \/>\nempfangene Nahrung dankt. \u201eGelobt seist du, Ewiger, unser Gott,<br \/>\nK\u00f6nig der Welt, der du die ganze Welt in deiner G\u00fcte speist<br \/>\nmit Gunst, Gnade und Barmherzigkeit.\u201c Vergangenheit und Zukunft<br \/>\nkommen da dann in den Blick: \u201eDurch deine gro\u00dfe, immerw\u00e4hrende<br \/>\nG\u00fcte hat uns nie die Speise gefehlt und m\u00f6ge uns niemals fehlen<br \/>\nin Ewigkeit.\u201c Aber mehr als Speise hat Gott gegeben, so wird ihm<br \/>\nnun auch gedankt f\u00fcr alle seine Heilsgaben, f\u00fcr Gabe des Landes,<br \/>\nf\u00fcr die Befreiung aus der Sklaverei in \u00c4gypten, \u201ef\u00fcr<br \/>\ndeinen Bund &#8230; und deine Lehre, die du uns gelehrt &#8230;f\u00fcr Leben,<br \/>\nGunst und Gnade, mit denen du uns begl\u00fcckt\u201c hast. Die Bitte<br \/>\num Erbarmen f\u00fcr Jerusalem, die folgt, ist heute so dringend wie<br \/>\nin der Zeit nach der Zerst\u00f6rung des Tempels vor fast 2000 Jahren.<br \/>\nDas Gebet endet nach weiteren Bitten \u2013 unter anderem um das Kommen<br \/>\ndes Messias \u2013 schlie\u00dflich mit der Bitte um Frieden: \u201eDer<br \/>\nda Frieden stiftet in seinen H\u00f6hen, er stifte Frieden \u00fcber<br \/>\nuns und \u00fcber ganz Israel.\u201c<\/p>\n<p>Grund genug gibt es, Gott zu danken \u2013 und auch f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nzu bitten \u2013 nach jeder Mahlzeit, so lehrt dieses Gebet. Denn es<br \/>\ngeht um mehr als um Brot.<\/p>\n<p>Auch die Menschen um Jesus merken das ja. Ein Zeichen ist es f\u00fcr<br \/>\nsie, was Jesus da tut, als er sie speist, ein Zeichen, das auf anderes<br \/>\nhinzeigt. &#8222;Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen<br \/>\nsie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.&#8220;<\/p>\n<p>Es sieht so aus, als erkennten sie dieses Zeichen recht. Der Prophet,<br \/>\nder kommen soll, das ist ja der, der mehr ist als Moses, der bisher der<br \/>\ngr\u00f6\u00dfte Prophet war. Mehr als Moses, unter dessen F\u00fchrung<br \/>\ndas Volk mit Manna gespeist wurde. Der Prophet, der kommen soll, ist<br \/>\nmehr als Elia, dem zusammen mit der Witwe aus Zarpat und ihrem Sohn das<br \/>\nMehl im Topf und das \u00d6l im Krug nicht ausging. Mehr erst recht als<br \/>\nElischa, der Sch\u00fcler des Elia, der mit 20 Gerstenbroten hundert<br \/>\nMenschen speiste und es blieb noch etwas \u00fcbrig.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist wahrlich der Prophet&#8220;, da sagen und sehen die Menschen etwas<br \/>\nrichtiges. Aber die Folgerung, die sie daraus ziehen, die ist verkehrt.<br \/>\n&#8222;Als Jesus nun merkte, dass sie kommen w\u00fcrden und ihn ergreifen,<br \/>\num ihn zum K\u00f6nig zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst<br \/>\nallein.&#8220; Nicht K\u00f6nig will er werden, der da alle gespeist hat,<br \/>\nnicht der gr\u00f6\u00dfte Politiker aller Zeiten. So ist sein Zeichen<br \/>\nfalsch verstanden.<\/p>\n<p>In der Fortsetzung unserer Geschichte sagt er mehrmals, worum es bei<br \/>\ndiesem Zeichen geht, worauf dieses Zeichen hinzeigt: &#8222;Ich bin das Brot<br \/>\ndes Lebens.&#8220;<\/p>\n<p>Vieles steckt in diesen Worten und der langen sogenannten \u201eBrotrede\u201c Jesu,<br \/>\ndie seiner Brotvermehrung folgt. Das Abendmahl \u201eNehmet hin und<br \/>\nesset\u201c, Jesu Tod f\u00fcr uns Menschen \u201emein Leib, f\u00fcr<br \/>\neuch hingegeben\u201c.<\/p>\n<p>Aber wir k\u00f6nnen das ja nicht alles auf einmal h\u00f6ren und verstehen,<br \/>\nwie es auch die Menschen damals nicht alles auf einmal h\u00f6ren und<br \/>\nverstehen konnten. Zu viel und zu schwer war ihnen das. F\u00fcr heute<br \/>\nreicht es zu bitten: \u201eUnser t\u00e4gliches Brot gib uns heute\u201c.<br \/>\nUnd damit auch, wie es der Heidelberger Katechismus sagt, zu beten: &#8222;Lass<br \/>\nuns unser Vertrauen von allen Gesch\u00f6pfen abwenden und es allein<br \/>\nauf dich setzen. Auf dich, unser Vater, Ursprung alles Guten. Auf dich,<br \/>\nChristus, Brot des Lebens.&#8220; Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Irene Mildenberger<br \/>\nLiturgiewissenschaftliches Institut der VELKD<br \/>\nOtto-Schill-Str. 2<br \/>\n04109 Leipzig<br \/>\n<a href=\"mailto:liturgie@uni-leipzig.de\">liturgie@uni-leipzig.de<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Texte zur Predigt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Heidelberger Katechismus Frage 125<\/strong><br \/>\nWas bedeutet die vierte Bitte: \u201eUnser t\u00e4gliches Brot gib uns<br \/>\nheute\u201c?<br \/>\nDamit beten wir:<br \/>\nVersorge uns mit allem, was f\u00fcr Leib und Leben n\u00f6tig ist.<br \/>\nLehre uns dadurch erkennen, dass du allein der Ursprung alles Guten bist<br \/>\nund dass ohne deinen Segen unsere Sorge und unsere Arbeit<br \/>\nwie auch deine Gaben uns nichts n\u00fctzen.<br \/>\nLass uns deshalb unser Vertrauen von allen Gesch\u00f6pfen abwenden<br \/>\nund es allein auf dich setzen.<\/p>\n<p><strong>Kleiner Katechismus<\/strong><br \/>\nUnser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<br \/>\nWas ist das?<br \/>\nGott gibt das t\u00e4gliche Brot auch ohne unsere Bitte allen b\u00f6sen<br \/>\nMenschen;<br \/>\naber wir bitten in diesem Gebet, dass er\u2019s uns erkennen lasse<br \/>\nund wir mit Danksagung empfangen unser t\u00e4gliches Brot.<br \/>\nWas hei\u00dft denn t\u00e4gliches Brot?<br \/>\nAlles, was not tut f\u00fcr Leib und Leben,<br \/>\nwie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut,<br \/>\nfromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen,<br \/>\nfromme und treue Oberherren, gute Regierung<br \/>\ngut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre,<br \/>\ngute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen.<\/p>\n<p><strong>Aus dem j\u00fcdischen Tischgebet:<\/strong><br \/>\nVor dem Essen:<br \/>\nGelobt seist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der du Brot<br \/>\naus der Erde hervorbringst.<\/p>\n<p>(Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der du die<br \/>\nFrucht des Weinstocks erschaffen)<\/p>\n<p>Nach dem Essen:<br \/>\nGelobt seist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der du die<br \/>\nganze Welt in deiner G\u00fcte speisest mit Gunst, Gnade und Barmherzigkeit,<br \/>\ndu gibst Brot allem Fleisch, denn ewig w\u00e4hrt deine Gnade. Durch<br \/>\ndeine gro\u00dfe, immerw\u00e4hrende G\u00fcte hat uns nie an Speise<br \/>\ngefehlt und m\u00f6ge uns niemals fehlen in Ewigkeit um deines gro\u00dfen<br \/>\nNamens willen. Denn du speisest und ern\u00e4hrst alle, bist g\u00fctig<br \/>\ngegen alle und bereitest Speise f\u00fcr alle deine Gesch\u00f6pfe, die<br \/>\ndu erschaffen. Gelobt seist du, Ewiger, der du alle speisest.<\/p>\n<p>Wir wollen dir danken, Ewiger, unser Gott, da\u00df du unseren V\u00e4tern<br \/>\nein liebliches, gutes und ger\u00e4umiges Land zu eigen gegeben, da\u00df du<br \/>\nuns, Ewiger, unser Gott, aus dem Land Mizraim gef\u00fchrt und da\u00df du<br \/>\nuns aus dem Hause der Sklaven befreit, und f\u00fcr deinen Bund, den<br \/>\ndu auf unserem Fleisch besiegelt, und deine Lehre, die du uns gelehrt,<br \/>\ndeine Satzungen, die du uns kundgetan, f\u00fcr Leben, Gunst und Gnade,<br \/>\nmit denen du uns begl\u00fcckt, und f\u00fcr den Genu\u00df der Speise,<br \/>\ndenn du speisest und ern\u00e4hrst uns immerw\u00e4hrend, an jedem Tage,<br \/>\nzu jeder Zeit und zu jeder Stunde. F\u00fcr alles, ewiger, unser Gott,<br \/>\ndanken wir dir und loben dich, dein Name sei gelobt durch den Mund alles<br \/>\nLebenden immerw\u00e4hrend in Ewigkeit. Wie geschrieben: Du sollst essen,<br \/>\nsatt werden und den Ewigen, deinen Gott, loben f\u00fcr das gute Land,<br \/>\ndas er dir gegeben. Gelobt seist du, Ewiger, f\u00fcr das Land und die<br \/>\nSpeise.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, K\u00f6nig der Welt, Gott, unser<br \/>\nVater, unser K\u00f6nig, unser Erhabener, unser Sch\u00f6pfer, unser<br \/>\nErl\u00f6ser, unser Bildner, unser Heiliger, Heiliger Jakobs, unser Hirt,<br \/>\nHirt Israels, g\u00fctiger Gott, der du g\u00fctig gegen alle, an jedem<br \/>\nTag hast du Gutes erwiesen, erweisest du uns Gutes und wirst du uns Gutes<br \/>\nerweisen. Du hast uns wohlgetan, du tust uns wohl, und du wirst uns wohltun<br \/>\nin Ewigkeit in Gunst, Gnade, Barmherzigkeit und zur Befreiung, durch<br \/>\nErrettung und Gelingen, Segen und Heil, Tr\u00f6stung, Ern\u00e4hrung<br \/>\nund Erhaltung, Erbarmen, Leben und Frieden und alles Gute, kein Gut wirst<br \/>\ndu uns fehlen lassen.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Der Barmherzige, er begl\u00fccke uns mit den Tagen des Gesalbten und<br \/>\ndem Leben der zuk\u00fcnftigen Welt, er macht gro\u00df das Heil des<br \/>\nK\u00f6nigs, den er eingesetzt und erweist Gnade seinem Gesalbten, David<br \/>\nund dessen Nachkommen bis in Ewigkeit. Der da Frieden stiftet in seinen<br \/>\nH\u00f6hen, er stifte Frieden \u00fcber uns und \u00fcber ganz Israel,<br \/>\nsprechet: Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Aus: Sidur Sefat Emet. Mit deutscher \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr.<br \/>\nS. Bamberger, Basel, S.278 284<\/p>\n<p><strong>Ein F\u00fcrbittengebet<\/strong><\/p>\n<p>la\u00dft uns beten<br \/>\nla\u00dft uns voll vertrauen rufen<br \/>\nzu unserm herrn jesus christus<br \/>\nder sich selbst als brot des lebens geschenkt hat<\/p>\n<p>herr jesus christus<br \/>\ndu bist im zeichen des brotes<br \/>\nbrotn\u00f6tig unter uns gegenw\u00e4rtig<br \/>\nla\u00df diese gemeinde<br \/>\nund die ganze kirche<br \/>\nvon nichts anderem ern\u00e4hrt werden<br \/>\nals von deinem evangelium<\/p>\n<p>la\u00df deine kirche<br \/>\nim glauben und in der liebe<br \/>\nzum n\u00e4chsten wachsen<br \/>\nund f\u00fchre alle christlichen kirchen<br \/>\nzur vereinigung an deinen tisch<\/p>\n<p>bewege die reichen dieser erde<br \/>\nihren \u00fcberflu\u00df zu teilen<br \/>\nund an die menschen abzugeben<br \/>\ndie zu wenig oder gar nichts<br \/>\nzu essen haben<br \/>\nmach eine neue<br \/>\nerdweite brotvermehrung<\/p>\n<p>segne die fr\u00fcchte der erde<br \/>\nund das werk<br \/>\nunserer menschlichen h\u00e4nde<br \/>\ngib allen menschen arbeit<br \/>\ngerechten lohn<br \/>\nund ein menschenw\u00fcrdiges dasein<\/p>\n<p>tr\u00f6ste alle kranken<br \/>\nin ihrer einsamkeit<br \/>\nund la\u00df dein evangelium<br \/>\nf\u00fcr alle verzweifelten<br \/>\nhoffnung und hilfe<br \/>\nund licht sein im dunkel<\/p>\n<p>mach einen jeden von uns<br \/>\nzum lebendigen evangelium<br \/>\nund zum lebendigen brot des lebens<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>guter gott<br \/>\nkomm uns mit deiner hilfe entgegen<br \/>\nohne dich k\u00f6nnen wir nicht viel<br \/>\nla\u00df jesus christus<br \/>\nunser licht sein<br \/>\nunseren weg<br \/>\nunser t\u00e4gliches geistliches brot<br \/>\namen<\/p>\n<hr \/>\n<p>aus: wilhlem willms: mit gott im spiel. sprachspuren des kirchenjahres,<br \/>\nkevelaer 1982, S.187f<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute&#8220; | 7. 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