{"id":9542,"date":"2003-09-07T19:49:48","date_gmt":"2003-09-07T17:49:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9542"},"modified":"2025-05-08T15:57:54","modified_gmt":"2025-05-08T13:57:54","slug":"markus-7-31-37-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-7-31-37-3\/","title":{"rendered":"Markus 7, 31-37"},"content":{"rendered":"<h3><b><span style=\"color: #000099;\">12. Sonntag nach Trinitatis | 7. September 2003 | Markus 7, 31-37 | Peter B\u00f6hlemann |<\/span><\/b><\/h3>\n<p><em>31 Und als er [Jesus] wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galil\u00e4ische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn St\u00e4dte.<\/em><br \/>\n<em>32 Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege.<\/em><br \/>\n<em>33 Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und ber\u00fchrte seine Zunge mit Speichel und<\/em><br \/>\n<em>34 sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das hei\u00dft: Tu dich auf!<\/em><br \/>\n<em>35 Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge l\u00f6ste sich, und er redete richtig.<\/em><br \/>\n<em>36 Und er gebot ihnen, sie sollten&#8217;s niemandem sagen. Je mehr er&#8217;s aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus.<\/em><br \/>\n<em>37 Und sie wunderten sich \u00fcber die Ma\u00dfen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er h\u00f6rend und die Sprachlosen redend.<\/em><\/p>\n<p>Gebet: Herr, der Du Taube h\u00f6ren und Sprachlose reden l\u00e4sst, segne nun unser Reden und H\u00f6ren. Sei mit Deinem Geist der Wahrheit, der die Herzen befreit, mitten unter uns. Amen.<\/p>\n<p><strong>Das Gef\u00e4ngnis der Stille<\/strong><\/p>\n<p>Er lebte in einer anderen Welt. Dort war er allein. Es war eine Welt der Farben und Gef\u00fchle, eine Welt aus Licht und Schatten. Kein Ton drang in diese Welt, kein Ger\u00e4usch st\u00f6rte die Stille. Die Augen hatten Zeit zu sehen und die Zunge konnte sich ausruhen von ihren m\u00fchevollen Anstrengungen, Laute hervorzubringen. Es war eine Welt f\u00fcr sich. Doch es war auch ein Gef\u00e4ngnis \u2026<\/p>\n<p>Vielleicht wagen wir es ja mal, einen Moment in dieses Gef\u00e4ngnis der Stille einzudringen, nur einen Augenblick, nicht das ganze Leben. Es ist nicht einfach &#8211; nur Stille &#8211; wie jetzt. [Pause]<br \/>\nEs ist die Unf\u00e4higkeit, irgendetwas \u00fcber die Ohren wahrzunehmen. Wagen Sie es, sich einige Atemz\u00fcge lang die Ohren zuzuhalten! Lassen Sie uns das gemeinsam tun und halten sie sich die Ohren so lange zu wie ich es vormache. H\u00f6ren Sie auf die Stille! [einige Sekunden Ohren zuhalten]<\/p>\n<p>Der Mann, von dem ich spreche, hatte sein Leben lang die Ohren zu. Er war gefangen in der Stille, unf\u00e4hig, Ger\u00e4usche wahrzunehmen oder mehr als Lallen hervorzubringen. Der Kontakt zu anderen Menschen war das Schwierigste, was er sich \u00fcberhaupt vorstellen konnte.<\/p>\n<p>Mit den Jahren war er ein guter Beobachter geworden. Und er sah die Verzweiflung in den Gesichtern derer, die ihn mit nicht enden wollenden Bewegungen ihrer M\u00fcnder und Zungen traktierten. Er sp\u00fcrte, dass sie ihm helfen wollten; und um sie nicht ganz zu entmutigen, machte er manchmal ihre Mundbewegungen nach. Aber die Laute, die er erzeugte, schienen unverst\u00e4ndlich zu sein und bewirkten, dass die Menschen sich angewidert von ihm abwendeten. Begriffen sie doch nicht, dass er nicht ihre Worte, sondern ihre Ber\u00fchrungen und die Blicke ihrer Augen brauchte. Aber kaum jemand fasste ihn an, schlie\u00dflich war er kein Kind mehr.<br \/>\nDie meisten Menschen blieben lieber auf Abstand und blickten ihn an, als w\u00e4re er auss\u00e4tzig. Und statt mit ihren H\u00e4nden zu reden und ihn sie f\u00fchlen zu lassen, machten sie immer nur Worte.<\/p>\n<p>Manchmal ging er auf jemanden zu, der ihm verst\u00e4ndnisvoller als andere schien, doch meist stie\u00dfen seine zaghaften Ber\u00fchrungsversuche auf massive Ablehnung, oder er wurde sogar weggesto\u00dfen.<\/p>\n<p>Immer mehr zog er sich daher in sein Gef\u00e4ngnis der Stille zur\u00fcck. Immer unertr\u00e4glicher wurde ihm der Kontakt mit den scheinbar Gesunden, von denen niemand zu ahnen schien, dass f\u00fcr ihn jede Ber\u00fchrung ein Fenster aus seinem Gef\u00e4ngnis war und jedes Zeichen, dass ihm jemand machte, ein Atemzug Freiheit.<\/p>\n<p>Manchmal nahm ihn einer seiner Geschwister, die ihn gut kannten, an die Hand, und er sp\u00fcrte die W\u00e4rme der Hand, den leichten Druck, und ihn durchstr\u00f6mte das Gef\u00fchl, mit einem Menschen verbunden zu sein, mit ihm zu kommunizieren.<br \/>\nBisweilen erwiderte er den Druck und verga\u00df sein Gef\u00e4ngnis, bestand nur noch aus seiner Hand, aus dem, was er f\u00fchlte und sah. Aber oft war ihm jede Ber\u00fchrung zuwider und er zog sich in seine geschlossene Welt zur\u00fcck. Gr\u00f6\u00dfere Gruppen von Menschen vermied er ganz, und zum Arzt musste man ihn tragen.<\/p>\n<p>Er konnte diese pr\u00fcfenden Blicke auf seinen Mund und das anschlie\u00dfende arrogante Kopfsch\u00fctteln einfach nicht mehr ertragen.<\/p>\n<p><strong>Die Sprache der Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Er hatte es nicht gewollt, aber sie trugen ihn fast mit Gewalt zu diesem Mann, von dem er sp\u00e4ter erfuhr, dass es Jesus war. Viele Menschen standen um ihn herum, und er sp\u00fcrte die auffordernden sp\u00f6ttischen Blicke auf ihn und auf Jesus.<\/p>\n<p>Es schien so etwas wie ein Test zu sein, sie wollten etwas von ihm. Doch die vielen Augen und Gesten, diese bedrohliche Menge, die zu ihm hinsah, die H\u00e4nde, die ihn festhielten, nahmen ihm die Luft. Es war unertr\u00e4glich, er wollte fliehen, allein sein, sehnte sich nach seiner Einsamkeit.<\/p>\n<p>Da ging dieser Mann, Jesus, auf ihn zu, streckte seine Hand aus, legte sie in seine Hand und f\u00fchrte ihn mit sanftem Druck weg von der Menge, etwas weiter an einen einsameren Ort. Fast so, als h\u00e4tte er verstanden, was er f\u00fchlte und brauchte. In der Stille angekommen konnte er wieder atmen. Erleichtert begann er, diesen Mann wahrzunehmen: Er hatte seine Hand gesp\u00fcrt und blieb an seinen Augen h\u00e4ngen. Konnten sie ihn verstehen? Noch nie hatte ihn jemand so angesehen, ohne Fragen, ohne innerliches Kopfsch\u00fctteln oder Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Und dann sprach dieser Mann mit ihm. Ja, er konnte es sp\u00e4ter auch nie anders beschreiben. Bisher hatte er nicht einmal gewusst, was Sprechen ist. Aber dieser Mann sprach mit seinen Augen, mit seinen H\u00e4nden, mit seinem Mund ohne Worte, nur so, dass er alles verstand. Er schien zu wissen, was er brauchte.<\/p>\n<p>Als er ihm die Finger in die Ohren legte, brach eine Mauer des Gef\u00e4ngnisses ein. Dann befeuchtete Jesus seinen Finger mit Speichel und legte ihn auf seine Zunge. Da sprangen die Fesseln von ihm ab. Und er sah aus dem Rest seines Gef\u00e4ngnisses, wie Jesus zum Himmel aufblickte, und halb sp\u00fcrte er es, halb h\u00f6rte er, wie Jesus unter der Last, die er ihm abnahm, aufst\u00f6hnte und laut rief: \u201eTu dich auf!\u201c<\/p>\n<p>Und er war frei &#8230;<\/p>\n<p>Jesus hatte ihn verstanden. Er war in die Welt dieses Taubstummen eingedrungen und hatte ihn ber\u00fchrt. Er hatte ihn an die Hand genommen und mit seinen Fingern mit ihm kommuniziert.<\/p>\n<p>Liebe Freunde, Jesus f\u00fchrt hier vor den Leuten keine Zauberkunstst\u00fcckchen vor, sondern spricht mit einem Taubstummen. Es ist die Sprache der Befreiung.<br \/>\nDiese Sprache m\u00fcssen wir von ihm lernen, wenn wir nicht krank bleiben wollen. Wir m\u00fcssen sie h\u00f6ren und wir m\u00fcssen sie sprechen, sonst bleiben wir gefangen.<\/p>\n<p>Nur, wie lernen wir diese Sprache? Ganz sicher nicht mit unserem Kopf, eher schon mit unseren H\u00e4nden. Die Sprache der Befreiung zu h\u00f6ren lernen wir nur, wenn wir uns von Jesu H\u00e4nden anr\u00fchren lassen, von seinen liebevollen, durchbohrten H\u00e4nden. Und diese Sprache sprechen lernen wir ebenfalls nur mit den H\u00e4nden. Wir m\u00fcssen sie falten, die H\u00e4nde, zupacken, mitarbeiten, weitergeben, was wir empfangen haben.<\/p>\n<p>Wenn wir nicht taub und stumm bleiben wollen, m\u00fcssen wir die Begegnung mit Jesus suchen, um aus seinen H\u00e4nden alles zu empfangen.<br \/>\nVon dem Taubstummen in Markus 8 hei\u00dft es: Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge l\u00f6ste sich, und er redete richtig.<\/p>\n<p><strong>Die Konsequenzen<\/strong><\/p>\n<p>Jesus vollbringt ein Wunder, er heilt ein Taubstummen, und gebietet den Anwesenden, es niemanden zu sagen. Das ist paradox. Und es hei\u00dft ja dann auch:<\/p>\n<p>Aber je mehr er\u2019s verbot, desto mehr verbreiteten sie, was da geschehen war.<\/p>\n<p>Warum tut Jesus so etwas? Dieses Wunder war doch eine gute Reklame &#8211; bis heute! Eben zeigt er sich noch als erfahrener und erfolgreicher Psychotherapeut, der selbst mit Taubstummen reden kann, und jetzt kneift er vor den Konsequenzen! Was soll das?<\/p>\n<p>Kokettiert Jesus mit seinem Ruhm oder war es ihm vielleicht peinlich, einem Ungl\u00e4ubigen geholfen zu haben? Immerhin lebte dieser Taubstumme auf heidnischem Gebiet und wird in seinem Leben weder etwas vom Wort Gottes geh\u00f6rt haben, noch sich jemals dazu bekannt haben. Wie h\u00e4tte das auch gehen sollen?<\/p>\n<p>Meines Erachtens gibt es einen guten Grund, warum Jesus bei manchen Wundern so geheimnisvoll tut, sich zur\u00fcckzieht, oder auch verbietet, davon zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Jesus wollte nicht an seinen Wundern erkannt werden, sondern an seinem Weg des Leidens und des Todes. Viele Menschen sahen damals in Jesus die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfungen der heiligen Schriften. Etwa der Verhei\u00dfung aus JESAJA 29 [evtl.: die wir eben im Gottesdienst als Schriftlesung geh\u00f6rt haben]:<\/p>\n<p>Wenn der Herr kommt, \u201eZu der Zeit werden die Tauben &#8230; h\u00f6ren, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen; und die Elenden werden wieder Freude haben am HERRN, und die \u00c4rmsten unter den Menschen werden fr\u00f6hlich sein &#8230;\u201c (Jes 29,18f)<\/p>\n<p>Diese Verhei\u00dfungen kannten die Menschen damals und erwarteten nun von Jesus, dass er sie erf\u00fcllen und sein Volk befreien w\u00fcrde. Doch kaum jemand verstand, welche Art von Befreiung Jesus bringen w\u00fcrde. Man rechnete mit einem Wundert\u00e4ter, der sein Volk befreien und alle irdischen Machthaber vertreiben w\u00fcrde. Und man rechnete nicht mit jemanden, der sich verhaften, foltern und kreuzigen lie\u00df, der nur mit seiner Liebe die M\u00e4chte des B\u00f6sen besiegte, der durch seinen Tod, die Menschen, die an ihn glaubten, von den Fesseln der S\u00fcnde befreite. Damit rechnete keiner. Rechnen wir eigentlich damit?<\/p>\n<p>Wenn wir heute \u00fcber die historische Wahrscheinlichkeit der Wunder Jesus, \u00fcber die Art seiner Geburt oder \u00fcber die Leiblichkeit seiner Auferstehung zu spekulieren, dann tun wir genau das, was Jesus vermeiden wollte.<br \/>\nWir streiten mit klugen Argumenten \u00fcber das Spektakul\u00e4re und vermeiden dabei, von Jesus wahrhaftig ber\u00fchrt zu werden.<\/p>\n<p>Deshalb hat Jesus damals den Leuten geboten zu schweigen. Er wusste, sie w\u00fcrden ihn missverstehen. Er hat den Menschen geholfen, weil er sie liebte. Das Wunder an diesem Taubstummen vollbringt er nicht demonstrativ vor der gro\u00dfen Menge, sondern abgesondert und allein mit dem, der ihn braucht. Nat\u00fcrlich konnte nicht verborgen bleiben, dass dieser Mann pl\u00f6tzlich wieder deutlich sprach und h\u00f6ren konnte. Aber mit seinem anschlie\u00dfenden Schweigegebot offenbart Jesus etwas \u00fcber das Wesen unseres Glaubens:<\/p>\n<p>Denn das Fundament unseres Glaubens ist nicht das F\u00fcrwahrhalten von Wundern, sondern die pers\u00f6nliche Begegnung mit Jesus Christus. Wir glauben nicht an Zauberei, sondern an den lebendigen Sohn Gottes.<\/p>\n<p>Wissen Sie, was das hei\u00dft? Das hei\u00dft, dass du nicht alleine bist. Das hei\u00dft, dass das Gef\u00e4ngnis deiner Taubheit und Sprachlosigkeit, das Gef\u00e4ngnis deiner Angst, \u00fcberwunden werden kann.<\/p>\n<p>Es gibt einen Weg in die Freiheit. Du kannst ihn gehen, wenn Du Dich von Jesus ber\u00fchren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Tun wir nicht so, als st\u00e4nden wir da weit dr\u00fcber, als g\u00e4be es f\u00fcr uns dieses Gef\u00e4ngnis der Taubheit und der Sprachlosigkeit nicht. Sicher, wir k\u00f6nnen h\u00f6ren und reden, sonst w\u00e4ren wir heute nicht hier, aber h\u00f6ren und reden wir richtig?<br \/>\nOder h\u00f6ren wir nur das, was wir h\u00f6ren wollen, und sagen nur das, wovon wir uns Vorteile versprechen. Unsere Gef\u00fchle k\u00f6nnen ein Gef\u00e4ngnis zu sein, zu dem andere keinen Zutritt haben, aus dem wir auch selber nicht mehr herauskommen. \u201eIch bin mir selbst genug! Was da drinnen ist geht keinen etwas an!\u201c<\/p>\n<p>Und irgendwann kommen wir uns vor wie in der W\u00fcste oder eben wie in einem Gef\u00e4ngnis, jedenfalls allein und nur auf uns selbst gestellt. Und dann wird es immer schwerer, andere um Hilfe zu bitten.<\/p>\n<p>Wer alles alleine l\u00f6sen will, nimmt sich in sich selbst gefangen. Jeder k\u00e4mpft den Kampf des \u00dcberlebens f\u00fcr sich!<\/p>\n<p>Nur, irgendwann fangen dann die Kontaktschwierigkeiten an. Wir haben Ber\u00fchrungs\u00e4ngste, ziehen uns in uns selbst zur\u00fcck, wirken verschlossen und vermeiden m\u00f6glichst jedes echte Gespr\u00e4ch. Und wir f\u00fchlen uns krank oder auch gefangen.<\/p>\n<p>Die Begegnung mit Jesus kann dies alles durchbrechen, sie erm\u00f6glicht echte Kommunikation.<\/p>\n<p>[Wissen Sie, was das Wort \u201ekommunizieren\u201c in der katholischen Tradition bedeutet? Es bedeutet dort: \u201ean der Kommunion, also am Abendmahl teilnehmen\u201c. Beim Abendmahl teilt sich Jesus uns so mit wie er sich damals dem Taubstummen mitgeteilt hat. Er ber\u00fchrt unsere Lippen mit seinem Blut, er l\u00e4sst uns schmecken und sehen. Wir nehmen das Brot als Zeichen f\u00fcr seinen Leib in unsere H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Sie alle sind eingeladen, gleich am Abendmahl teilzunehmen, das Gef\u00e4ngnis der Vereinsamung zu verlassen und in Kontakt zu treten mit anderen und mit Jesus.]<\/p>\n<p>Lassen Sie sich von ihm ber\u00fchren und heilen!<\/p>\n<p>Vielleicht k\u00f6nnen wir ja dann in unserer Gemeinde einmal das sagen, was die Menschen damals gesagt haben:<br \/>\nEr hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er h\u00f6rend und die Sprachlosen redend.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>GEBET:<\/p>\n<p>Herr, unser Gott.<br \/>\nWir bekennen Dir unsere Schuld.<br \/>\nWir haben weggeh\u00f6rt und uns taub gestellt,<br \/>\nwo Du uns durch Menschen gerufen hast.<br \/>\nWir waren stumm,<br \/>\nwo wir f\u00fcr Dich das Wort h\u00e4tten ergreifen m\u00fcssen.<br \/>\nWir haben unsere H\u00e4nde in den Scho\u00df gelegt,<br \/>\nwo wir in Deinem Auftrag h\u00e4tten zupacken m\u00fcssen.<br \/>\nIm Namen Jesu Christi, Deines Sohnes, bitten wir Dich:<br \/>\nVergib uns!<br \/>\n\u00d6ffne unsere Ohren, damit wir richtig h\u00f6ren.<br \/>\n\u00d6ffne unsere M\u00fcnder, damit wir wahrhaftig reden.<br \/>\nSetz uns in Bewegung, hin zu Dir.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr alle k\u00f6rperlich und seelisch Sprachlosen,<br \/>\nf\u00fcr die, die nicht mehr zuh\u00f6ren k\u00f6nnen,<br \/>\nf\u00fcr die, die in ihrer Krankheit gefangen sind,<br \/>\nBegegne ihnen und r\u00fchr sie an.<br \/>\nHeile sie!<br \/>\nHerr, wir bitten Dich auch f\u00fcr uns,<br \/>\nber\u00fchre uns mit Deinem Atem.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p>PREDIGTLIED: EG 72 (1-6) O Jesu Christe, wahres Licht<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Peter B\u00f6hlemann<br \/>\nDozent am Institut f\u00fcr Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW<br \/>\n<a href=\"mailto:p.boehlemann@institut-afw.de\">p.boehlemann@institut-afw.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12. 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