{"id":9622,"date":"2021-02-07T19:49:52","date_gmt":"2021-02-07T19:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9622"},"modified":"2022-09-13T16:17:06","modified_gmt":"2022-09-13T14:17:06","slug":"abendandacht-auf-einer-jugend-sommerfreizeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/abendandacht-auf-einer-jugend-sommerfreizeit\/","title":{"rendered":"Abendandacht auf einer Jugend-Sommerfreizeit"},"content":{"rendered":"<p><b><span style=\"color: #000099;\">Juli 2003<br \/>\nAbendandacht, verfa\u00dft von Heinz Behrends<\/span><\/b><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u201eAbend war, bald kommt die Nacht\u201c EG 487<\/strong><\/p>\n<p><strong>Abendandacht auf einer Jugend-Sommerfreizeit<\/strong><\/p>\n<p>Voller Leben war dieser Tag. Was haben wir alles miteinander erlebt! Wenn das so weiter gegangen w\u00e4re, k\u00f6nnten wir es kaum noch aushalten.<\/p>\n<p>Manche von Euch sind vielleicht noch unter Dampf. Sie haben ihre Kr\u00e4fte noch nicht ausgereizt. Sie m\u00f6chten noch was unternehmen. Aber wenn auch ihr erst alle Viere von euch streckt, sp\u00fcrt ihr, dass euer K\u00f6rper Ruhe braucht. Allm\u00e4hlich weicht die Spannung aus den Muskeln in den Beinen.<\/p>\n<p>Dann legen wir uns hin, schwatzen noch ein bisschen. Und der eine nach dem anderen schl\u00e4ft langsam ein. Zwischendurch m\u00f6gt ihr noch mal wach werden, weil einer von euch raus mu\u00df.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Augenblick merkt man, wo man ist. Rings herum schlafende Ger\u00e4usche. Und man nickt wieder ein.<\/p>\n<p>Das hat was friedliches, was selbstverst\u00e4ndliches.<\/p>\n<p>Und ist doch ein gro\u00dfes Wunder. Wie kann man sich einfach abends hinlegen und sich dem Schlaf in die Hand geben. Woher wei\u00df ich, dass mein Atem funktioniert, auch wenn ich es nicht merke, dass man Herz ohne mein Zutun schl\u00e4gt und ich wie selbstverst\u00e4ndlich wieder aufwache. Auf alles pa\u00df ich auf am Tage, dass es richtig l\u00e4uft. \u00dcber meinen Schlaf wache ich nicht.<\/p>\n<p>Gibt es ein gr\u00f6\u00dferes Beispiel f\u00fcr Vertrauen? Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, m\u00fcsst jeder von uns fromm oder mindestens religi\u00f6s werden.<\/p>\n<p>Das Abendlied nennt es beim Namen: \u201eAbend ward, bald kommt die Nacht, schlafen geht die Welt; denn sie wei\u00df, es ist die Wacht \u00fcber ihr bestellt.\u201c Schlafen gehen kann die Welt, weil sie von der Wache wei\u00df. Eine fr\u00fchere Generation hat sich das so vorgestellt, dass Engel um unser Bett stehen und \u00fcber uns wachen.<\/p>\n<p>Ist auch wohl n\u00f6tig, denn die Dunkelheit der Nacht kann dir die Angst unter die Haut treiben. Wach liegen. Alle Probleme, die dich besch\u00e4ftigen, fallen \u00fcber dich her, w\u00e4hrend die anderen neben dir ohne Sorgen schlafen. Tr\u00e4ume schrecken dich auf. Du kannst es gar nicht gleich deuten, welche Bilder in dich eindringen.<\/p>\n<p>Du gibst dich im Schlaf v\u00f6llig schutzlos. Da bist du ausgeliefert. Aber \u201eEiner wacht und tr\u00e4gt allein ihre M\u00fch und Sorg. Er l\u00e4sst keinen einsam sein.\u201c Weil Gott wacht, kann ich ruhig schlafen. Beim Liederdichter weitet sich der Trost im 2. Vers noch aus. \u201eEr l\u00e4sst keinen einsam sein, weder Nacht noch Tag.\u201c Wenn das mit dem Schutz in der Nacht gilt, dann auch am Tag, wenn die Gef\u00e4hrdungen noch viel gr\u00f6\u00dfer sind.<\/p>\n<p>Die Staunen \u00fcber den Schutz Gottes f\u00fchrt ihn in die Bitte. Ein kr\u00e4ftige Bitte: \u201eTu mit Bitten dir Gewalt.\u201c Gewalt. Ein alter Ausdruck ist das f\u00fcr Kraft oder Macht. Mach dich stark f\u00fcr mich: \u201eBleib bei meinem Ruhn.\u201c<\/p>\n<p>Aber nur kurz ist aus der Gewissheit eine Bitte geworden. Schon kehrt die Ruhe zur\u00fcck: Wenn dein Trost mir frommt, wenn dein Trost bei mir ist, bin ich gewi\u00df, dass ich morgen fr\u00fch wieder fr\u00f6hlich erwache in einen neuen Tag.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6ren den Text des Abendliedes, w\u00e4hrend wir hier frei und fr\u00f6hlich unsere Freizeit genie\u00dfen. Der Liederdichter Rudolf Alexander Schr\u00f6der hat es mitten im 2. Weltkrieg, 1942, gedichtet. Wenn die Lichter ausgingen, konnte er die Bombenn\u00e4chte in seiner Heimatstadt Bremen erwarten. Die Abendstimmung lie\u00df eine Ahnung vom Ende der Welt aufkommen.<\/p>\n<p>Um so st\u00e4rker klang sein Trost \u201eGott hat die Wacht \u00fcber ihr bestellt.\u201c<\/p>\n<p>Um so sch\u00f6ner, dass wir heute abend ohne solche Angst uns hinlegen k\u00f6nnen. Voller Vertrauen geben wir uns in Gottes Hand.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Superintendent Heinz Behrends<br \/>\nEntenmarkt 2<br \/>\n37154 Northeim<br \/>\n<a href=\"mailto:Heinz.Behrends@evlka.de\">Heinz.Behrends@evlka.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juli 2003 Abendandacht, verfa\u00dft von Heinz Behrends \u201eAbend war, bald kommt die Nacht\u201c EG 487 Abendandacht auf einer Jugend-Sommerfreizeit Voller Leben war dieser Tag. Was haben wir alles miteinander erlebt! Wenn das so weiter gegangen w\u00e4re, k\u00f6nnten wir es kaum noch aushalten. Manche von Euch sind vielleicht noch unter Dampf. 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