{"id":9637,"date":"2021-02-07T19:49:46","date_gmt":"2021-02-07T19:49:46","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9637"},"modified":"2022-10-01T18:17:41","modified_gmt":"2022-10-01T16:17:41","slug":"apostelgeschichte-826-39-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/apostelgeschichte-826-39-4\/","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 8,26-39"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"750\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"53\"><\/td>\n<td width=\"645\">\n<p id=\"zitat\">Der Heilige Geist, der mich heilig spricht<br \/>\nMartin Luther, WA 30 I, 91,13-16: &#8222;Ut ergo Christi mors et resurrectio occulta<br \/>\nnon maneret, venit spiritus sanctus, praedicat, das heisst, quod spiritus sanctus<br \/>\nte ducat ad dominum, qui te liberat. Quando ergo te quaero: Quid significat iste<br \/>\narticulus? responde: Ego credo, quod spiritus dei me sanctificet.&#8220;<\/p>\n<h1>Der Heilige Geist, der mich heilig spricht<br \/>\nPredigt von Luise Stribrny de Estrada<br \/>\n\u00fcber Apostelgeschichte 8,26-39<\/h1>\n<p><a href=\"#hom\">Homiletische Vorbemerkung<\/a><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich Ihnen von einem erz\u00e4hlen, der auszog, den<br \/>\nSinn seines Lebens zu finden. Er hatte zwar alles, was er zum Leben brauchte,<br \/>\nhatte eine gute Arbeitsstelle, war angesehen und besass viele Freunde,<br \/>\naber pl\u00f6tzlich stellte er fest, dass ihn all das nicht mehr zu befriedigen<br \/>\nvermochte. Er sp\u00fcrte einen faden Geschmack im Mund, wenn er daran<br \/>\ndachte, wie seine Tage verliefen und sah voller Schrecken voraus, wie<br \/>\nsich ein Tag voller Leere unendlich an den anderen reihen w\u00fcrde<br \/>\nbis zu seinem Tod. Er steckte in einer Lebenskrise.<\/p>\n<p>Da beschloss er, etwas dagegen zu unternehmen -vielleicht w\u00fcrde<br \/>\nVer\u00e4nderung ihm helfen- und sich auf die Reise zu machen. Er erbat<br \/>\nsich von seiner Chefin mehrere Wochen Urlaub und brach auf. Wohin? Bekannte<br \/>\nhatten ihm von einer f\u00fcr ihn neuen Religion erz\u00e4hlt, in der<br \/>\nes einen Gott gab, der ein ganzes Volk aus der Sklaverei befreit und<br \/>\nin ein neues Land gef\u00fchrt hatte. In die Hauptstadt dieses Landes<br \/>\nwollte er reisen, um mehr \u00fcber den Gott zu erfahren, der wom\u00f6glich<br \/>\nauch ihn frei machen k\u00f6nnte von der Sinnlosigkeit seiner Existenz<br \/>\nund den bedrohlichen Gedanken an den Tod.<\/p>\n<p>So kam unser Reisender nach Jerusalem. Er suchte mehrere Male den Tempel<br \/>\nauf, wo dieser Gott angebetet wurde und unterhielt sich auch eines Nachmittags<br \/>\nmit einem klugen Mann, der ihm erkl\u00e4rte, was in den heiligen Schriften<br \/>\ndieser Religion stand &#8211; aber das, was er gesucht hatte, fand er nicht. \u201eWas<br \/>\nhattest du dir denn eigentlich erhofft?\u201c, fragte er sch selbst,<br \/>\nals er sich schon wieder auf dem R\u00fcckweg befand. \u201eSo etwas<br \/>\nwie eine Erleuchtung, einen Moment, in dem klar w\u00e4re: Das ist es,<br \/>\nwonach ich mich gesehnt habe und wodurch mein Leben von neuem Sinn bekommt\u201c,<br \/>\ngab er sich selbst zur Antwort. Was w\u00fcrde er jetzt tun? Zu einem<br \/>\nanderen Heiligtum fahren? Wahrscheinlich hatte das genausowenig Zweck&#8230;<br \/>\nResigniert griff er nach den Schriften, die er noch in Jerusalem gekauft<br \/>\nhatte, um durch sie vielleicht doch noch die Stimme dieses Gottes zu<br \/>\nh\u00f6ren. Aber als er zu lesen anfing, begriff er nicht, wovon die<br \/>\nRede war, warum das Schaf, das da zur Schlachtbank gef\u00fchrt wurde,<br \/>\nstumm blieb angesichts des bevorstehenden Todes und mit wem es verglichen<br \/>\nwurde.<\/p>\n<p>Gr\u00fcbelnd schaut er aus seinem Wagen und entdeckt einen Mann, der<br \/>\nwie aus dem Nichts aufgetaucht ist und neben dem Wagen hergeht. Der Fremde<br \/>\nspricht ihn an. \u201eIch habe eben geh\u00f6rt, dass du laut etwas<br \/>\naus der Bibel gelesen hast. Verstehst du es?\u201c \u201eNein\u201c,<br \/>\nantwortet der Reisende, \u201eund das frustriert und \u00e4rgert mich.<br \/>\nIch hatte gehofft, das es mir etwas sagen k\u00f6nnte, aber ich brauchte<br \/>\nwohl einen Schriftgelehrten, der mir alles genau erkl\u00e4rt.\u201c \u201eWenn<br \/>\nes dir recht ist, kann ich das tun\u201c, erwidert der andere. \u201eDann<br \/>\nsteig nur auf, ich bin neugierig zu h\u00f6ren\u201c, erh\u00e4lt er<br \/>\nzur Antwort.<\/p>\n<p>Er war an den richtigen Mann geraten. Der Fremde, der sich als Philippus<br \/>\nvorstellte, erkl\u00e4rte ihm, dass der Prophet mit den Worten vom Schaf<br \/>\ndas Schicksal eines Mannes vorausgesehen hatte, der Jesus hiess und vor<br \/>\nkurzem gestorben war. Sein Feinde hatten ihn grausam hinrichten lassen,<br \/>\naber er hatte sich nicht gewehrt und alles mit sich geschehen lassen.<br \/>\nOhne Schuld sei er gewesen, erk\u00e4rte Philippus, aber durch seinen<br \/>\nTod am Kreuz habe er die Schuld aller anderen Menschen auf sich genommen,<br \/>\ndie nun vor Gott hinf\u00e4llig sei. Das besondere an Jesus war, so h\u00f6rte<br \/>\nstaunend der Weitgereiste, dass er eine besonders enge Beziehung zu Gott<br \/>\nhatte, den er liebevoll Papa nannte, und in jedem Augenblick seinen Willen<br \/>\ntat. Nachdem er gestorben war, hatten seine Freundinnen und Freunde ihn<br \/>\nwieder gesehen, nicht als Totengeist, sonden als Menschen aus Fleisch<br \/>\nund Blut, und er hatte ihnen erkl\u00e4rt, dass Gott den Tod \u00fcberwunden<br \/>\nund ihn auferweckt hatte. Er hatte sich von ihnen verabschiedet mit den<br \/>\nWorten, er ginge jetzt zu seinem Vater in den Himmel, aber er w\u00fcrde<br \/>\ndurch den Heiligen Geist mit ihnen verbunden bleiben. Danach hatten sie<br \/>\nihn nicht mehr gesehen, aber das sichere Gef\u00fchl gehabt, dass er<br \/>\nihnen nahe war und ihnen Mut machte, wenn sie zu verzagen drohten. Philippus<br \/>\nerz\u00e4hlte auch von der Gemeinschaft, die seine Anh\u00e4ngerinnen<br \/>\nund Anh\u00e4nger miteinander verband, und dass sie sich zum Ziel gesetzt<br \/>\nhatten, m\u00f6glichst vielen Menschen von Jesus, den sie den Christus<br \/>\nnanten, zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Der Mann auf der Suche hat zugeh\u00f6rt, zuerst einfach interessiert,<br \/>\nhat einige Fragen gestellt, und ist immer erregter geworden. Er sp\u00fcrt<br \/>\nganz deutlich: Das hat etwas mit mir zu tun, ich bin gemeint. Wenn dieser<br \/>\nJesus weggenommen hat, was zwischen uns und Gott steht, ist das ein neuer<br \/>\nAnfang. Auch ich kann noch einmal von vorne beginnen, ohne dass ich auf<br \/>\nmein bisheriges Leben festgelegt werde, auf das, was ich getan oder unterlassen<br \/>\nhabe. Er sp\u00fcrt, wie seine Brust sich weitet und er tief durchatmen<br \/>\nkann. Ich brauche mir kein Vorw\u00fcrfe mehr zu machen, weil ich auf<br \/>\ndem Weg nach oben andere weggeboxt habe, oft mit unfairen Mitteln, oder<br \/>\nweil ich Menschen dazu gezwungen habe, ihre Schulden bei mir zu zahlen,<br \/>\nobwohl ich wusste, dass sie nicht \u00fcber gen\u00fcgend Geld verf\u00fcgten.<br \/>\nDiese S\u00fcnden nimmt Gott mir ab. Und er fragt Philippus dringend: \u201eAber<br \/>\nwas muss ich tun, damit ich nicht wieder Falsches tue und mich von neuem<br \/>\nvon Gott entferne?\u201c Dieser erwidert: \u201eDu sollst dich an Gottes<br \/>\nGebote halten, Gott vor allen anderem lieben und deinen N\u00e4chsten<br \/>\nso wie dich selbst.\u201c \u201eUnd wenn ich darin versage?\u201c \u201eSo<br \/>\nwird Gott, wenn es dir ernstlich leid tut, dir auch in Zukunft deine<br \/>\nSchuld verzeihen.\u201c<\/p>\n<p>Wie war das mit dem Tod? Jesus Christus ist auferstanden, weil Gott<br \/>\nm\u00e4chtiger ist als der Tod? \u201eWie ist das bei den Anh\u00e4ngern<br \/>\nvon Jesus, sind sie, wenn sie gestorben sind, denn f\u00fcr immer tot<br \/>\noder will Gott auch sie wieder zum Leben bringen?\u201c, fragt er atemlos<br \/>\nseinen Lehrer. \u201eAuch uns Christen und Christinnen will Gott auferwecken,<br \/>\nwir brauchen keine Angst mehr vor dem Tod zu haben und werden f\u00fcr<br \/>\nimmer bei Gott leben, in seinem Licht\u201c, erh\u00e4lt er zur Antwort.<br \/>\nDer Reisende f\u00fchlt sich in seinem Innersten anger\u00fchrt. Das<br \/>\nist es, wonach er sich gesehnt hatte: Dass er den Tod nicht mehr zu f\u00fcrchten<br \/>\nbraucht, dass er der Angst etwas entgegensetzen kann, wenn sie nach ihm<br \/>\ngreift. Am Ende wird nicht stehen, dass alles sinnlos gewesen ist und<br \/>\nvon ihm nichts anderes \u00fcbrig bleibt als ein H\u00e4ufchen Staub<br \/>\nund Knochen. Nach seinem Tod in Gottes N\u00e4he zu sein, ja, das w\u00fcnscht<br \/>\ner sich, wenn er es wagen darf. Was er von Philippus geh\u00f6rt hat,<br \/>\nhat ihn frei gemacht, erl\u00f6st von seinem Erschrecken angesichts des<br \/>\nTodes, befreit von der Sinnlosigkeit, unter der er litt.<\/p>\n<p>Aber eines fehlt noch: \u201eWie kann ich dazu geh\u00f6ren zu Jesus<br \/>\nChristus, wie kann ich einer von euch werden?\u201c, m\u00f6chte er<br \/>\njetzt wissen. Philippus erkl\u00e4rt: \u201eDu musst dich taufen lassen,<br \/>\ndreimal im Wasser untertauchen, damit das Alte, das du bisher warst,<br \/>\nuntergeht, und das Neue an\u00b4s Licht kommen kann.\u201c \u201eSonst<br \/>\nist nichts n\u00f6tig? &#8211; Kannst du das mit mir machen: taufen?\u201c \u201eJa!\u201c Bald<br \/>\ndarauf kommen sie an einem Fluss vorbei. Der Reisende l\u00e4sst den<br \/>\nWagen halten und fragt noch einmal, fast mehr sich selbst: \u201eGibt<br \/>\nes etwas, was mich hindert, mich taufen zu lassen? &#8211; Nein\u201c, entscheidet<br \/>\ner.<\/p>\n<p>Die beiden M\u00e4nner steigen aus dem Wagen und gehen hinab zum Fluss.<br \/>\nSie legen ihre Obergew\u00e4nder ab und waten in den Fluss hinein. Dann<br \/>\ntaucht Philippus den anderen dreimal ganz unter, so dass er nach Luft<br \/>\nschnappen muss, als er wieder nach oben kommt, und sagt: \u201eIch taufe<br \/>\ndich im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.\u201c Und<br \/>\ndanach umarmt er ihn, ohne lange nachzudenken: \u201eWillkommen, Bruder,<br \/>\nin unserer Gemeinschaft. Ich freue mich, dass Gottes Geist dich anger\u00fchrt<br \/>\nhat und du Jesus Christus als deinen Retter angenommen hast.\u201c Der<br \/>\nMann ist ergriffen: \u201eJetzt bin ich neu geboren, alles liegt offen<br \/>\nvor mir, so dass ich jetzt noch einmal anfangen kann, mein Leben zu gestalten.<br \/>\nNichts braucht mich mehr zu belasten, vor Gott bin ich reingewaschen.<br \/>\nDanke f\u00fcr alles, mein Freund.\u201c Und er umarmt Philippus.<\/p>\n<p>Als beide wieder am Ufer anlangen, ist Philippus pl\u00f6tzlich verschwunden,<br \/>\nder andere schaut sich verdutzt um, aber er ist tats\u00e4chlich wie<br \/>\nvom Erdboden verschluckt. Hat er wom\u00f6glich alles nur getr\u00e4umt?<br \/>\nNein, seine Kleider und Haare sind ja noch nass, und er fr\u00f6stelt<br \/>\nim Wind. Und da dr\u00fcben wartet sein Wagen, die Bediensteten schauen<br \/>\nirritiert zu ihm her\u00fcber und fragen sich wahrscheinlich, was er<br \/>\ndort im Fluss eigentlich gesucht hat. So steigt er schnell auf seinen<br \/>\nWagen und l\u00e4sst ihn weiterfahren, den weiten Weg nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er erwischt sich ein wenig sp\u00e4ter dabei, wie er fr\u00f6hlich<br \/>\nvor sich hinpfeift. Dass hat er seit Ewigkeiten nicht getan, vielleicht<br \/>\nseit er aufgeh\u00f6rt hat, ein Kind zu sein. Aber seine Freude sprudelt<br \/>\nin ihm und muss sich Luft machen. Er ist \u00fcbergl\u00fccklich, ein<br \/>\nneuer Mensch. Auch seine Leute, die ihn anders kennen, merken etwas von<br \/>\nder Ver\u00e4nderung, die mit ihm geschehen ist, lassen sich von seiner<br \/>\nFreude anstecken und lachen mit ihm. Er strahlt mit seinem ganzen Wesen<br \/>\nFr\u00f6hlichkeit aus. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcckstag, der Tag seiner<br \/>\nTaufe! Er war ausgezogen, den Sinn seines Lebens zu suchen &#8211; und er hat<br \/>\nihn gefunden, aber anders, als er es gedacht h\u00e4tte. Nicht im Tempel,<br \/>\nsondern in den Worten dessen, der ihm ein Freund geworden ist und im<br \/>\nWasser des Flusses.<\/p>\n<p>Wenn er wieder zuhause angekommen ist, wird er Menschen suchen, die<br \/>\nauch an Jesus Christus glauben. Einige wird es in seiner grossen Stadt<br \/>\nwohl geben. Er sehnt sich danach, ihnen von allem zu erz\u00e4hlen, was<br \/>\nihm geschehen ist und von ihnen noch mehr \u00fcber Gott zu h\u00f6ren.<br \/>\nEr braucht Gleichgesinnte, das sp\u00fcrt er ganz deutlich, damit nicht<br \/>\nmit der Zeit alles verpufft und bedeutungslos wird, was heute war. Das,<br \/>\nwas sein Freund ihm erz\u00e4hlt hat, von der Gemeinschaft, die ihn selbst<br \/>\ntr\u00e4gt, kann ja auch f\u00fcr ihn wahr werden. Freund ist gar nicht<br \/>\nrichtig, \u201eBruder\u201c hat er ihn genannt! Er hat eine neue Familie<br \/>\ngefunden&#8230; Ja, er wird sich gleich auf die Suche machen, wenn er wieder<br \/>\nzuhause ist; und er ruft dem Mann auf dem Kutschbock zu, die Pferde anzuspornen,<br \/>\ndamit sie schneller laufen.<\/p>\n<p>Lassen wir jetzt den Reisenden alleine seinen Weg fortsetzen und fragen<br \/>\nuns zum Schluss: War es einfach Zufall, dass die beiden sich begegnet<br \/>\nsind? Nein, der Geist Gottes hat daf\u00fcr gesorgt, so heisst es in<br \/>\nder Bibel. Er spielt an verschiedenen Stellen der Erz\u00e4hlung eine<br \/>\nRolle und sorgt daf\u00fcr, dass Philippus im richtigen Moment auf den<br \/>\nSuchenden trifft. Ohne ihn w\u00e4re nicht m\u00f6glich gewesen, dass<br \/>\nder eine die richtigen Worte findet und der andere offen ist zuzuh\u00f6ren.<br \/>\nOhne den Heiligen Geist w\u00e4re es nicht zur Taufe im Fluss gekommen.<br \/>\nN\u00f6tig war aber auch, dass Philippus auf das h\u00f6rte, was der<br \/>\nGeist ihm eingab und es in die Tat umsetzte.<\/p>\n<p>Und wir? Betrifft uns das? Vielleicht finden wir uns wieder in dem,<br \/>\nder von Christus und der Befreiung, die er bringt, erz\u00e4hlen kann<br \/>\noder in dem anderen, der auf der Suche nach seinem Lebenssinn ist und<br \/>\nden dieses Wort in\u2018s Herz trifft. Vielleicht merken wir auch, dass<br \/>\nes weniger Zuf\u00e4lle gibt als wir denken, und dass Gott uns durch<br \/>\nseinen Geist beeinflusst, ohne dass wir dabei unsere Freiheit verlieren.<br \/>\nGottes Geist &#8211; sp\u00fcren wir ihn in unserem Leben? Lassen Sie uns Augen,<br \/>\nOhren und Herzen offen halten f\u00fcr seine Bewegung. Dazu m\u00f6chte<br \/>\nich Sie einladen.<\/p>\n<p>Amen.<a name=\"hom\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Homiletische Vorbemerkung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt erz\u00e4hlt in etwas verfremdeter und uns Heutige zur Idenfikation<br \/>\neinladender Weise die Geschichte von der Bekehrung und Taufe des \u00e4thiopischen<br \/>\nSchatzmeisters. Eingearbeitet sind Bez\u00fcge auf den dritten Artikel<br \/>\ndes Glaubensbekenntnisses und auf Luthers \u00dcberlegungen zum Heiligen<br \/>\nGeist, der uns zum Herrn Jesus Christus f\u00fchrt, der uns befreit.<br \/>\nDadurch werden wir selbst, unserer S\u00fcnden los und ledig, heilig,<br \/>\nund zu Mitgliedern der \u201ecommunio sanctorum\u201c. Ich habe diese<br \/>\nErfahrung dem \u00c4thiopier in den Mund gelegt und hoffe, dass das Umst\u00fcrzende<br \/>\ndieser Ver\u00e4nderung, das wir als im Christentum von Kindheit an Aufgewachsene<br \/>\noft schwer nachvollziehen k\u00f6nnen, durch ihn lebendig wird.<\/p>\n<p>Den Predigttext lase ich schon als Epistel lesen, damit er zwar im Gottesdienst<br \/>\npr\u00e4sent ist, aber von der Predigt etwas abgetrennt bleibt.<\/p>\n<p><strong>Luise Stribrny de Estrada<br \/>\nPastorin der deutschen lutherischen Gemeinde in Mexiko<br \/>\n<\/strong><a href=\"mailto:marclui@prodigy.net.mx\">E-Mail: marclui@prodigy.net.mx<\/a><\/td>\n<td width=\"52\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Heilige Geist, der mich heilig spricht Martin Luther, WA 30 I, 91,13-16: &#8222;Ut ergo Christi mors et resurrectio occulta non maneret, venit spiritus sanctus, praedicat, das heisst, quod spiritus sanctus te ducat ad dominum, qui te liberat. 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