{"id":9652,"date":"2002-03-07T19:49:50","date_gmt":"2002-03-07T18:49:50","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9652"},"modified":"2025-04-25T15:06:59","modified_gmt":"2025-04-25T13:06:59","slug":"gott-als-schoepfer-und-erhalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/gott-als-schoepfer-und-erhalter\/","title":{"rendered":"1.Mose 9,1.11\u201317"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\">Gott als Sch\u00f6pfer und Erhalter | 1.Mose 9,1.11\u201317 |\u00a0Friedrich Mildenberger |<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Predigt zum 1.Artikel des Glaubensbekenntnisses \u00fcber den noachitischen Bund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Martin Luther, WA 30 I, 10,23-26: &#8222;Non ideo creavit caelum et terram, ut<br \/>\nipse haberet, sed mihi et tibi annunciatur, quod crearit omnia, ut cogites: Si<br \/>\ndeus meus tam potens est, quid faciet mihi Papa, diabolus cum omnibus suis angelis?<br \/>\nNon perderent orbem terrarum, quia deus noster fortior est.&#8220;<\/p>\n<p>Text:<\/p>\n<p><em>Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.<\/em><\/p>\n<p><em>Und Gott segnete Noah und seine S\u00f6hne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde. Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, da\u00df hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.<\/em><\/p>\n<p><em>Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, da\u00df ich Wetterwolken \u00fcber die Erde f\u00fchre, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, da\u00df hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, da\u00df ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist. Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.<\/em><\/p>\n<p>1.Mose 1,1; 9,1.11-17<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Als Erinnerungszeichen deutet der Schlu\u00df der Sintflutgeschichte den Regenbogen: Gott selbst erinnert sich. Wenn da die Unwetter mit ihren bedrohlichen schwarzen Wolken aufziehen, so sagt Gott selbst, \u201csoll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, da\u00df hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.\u201d Gott selbst erinnert sich also daran, da\u00df er seine Welt und alles Leben auf dieser Erde erhalten will.<\/p>\n<p>Im vergangenen Sommer haben wir wieder einmal erfahren, wie hilflos wir Menschen sind trotz aller unserer Technik, mit der wir die Natur unterworfen und unseren Zwecken dienstbar gemacht haben. Wie das ist, wenn es regnet und regnet und nicht mehr aufh\u00f6rt zu regnen. Wenn das Wasser steigt und steigt und ein St\u00fcck Land nach dem anderen, ein Haus nach dem anderen angreift und sich holt. Da ist der Bogen Gottes in den Wolken Erinnerungszeichen, Friedenszeichen, Hoffnungszeichen: Gott will das Leben in seiner Welt erhalten. Es soll nicht untergehen in einer gewaltigen Katastrophe. Es soll weitergehen mit diesem Leben, mit uns Menschen, aber genauso mit dem Leben, das uns verwandt ist, dem \u201clebendigen Getier\u201d.<\/p>\n<p>Der Regenbogen als dieses Erinnerungszeichen, dieses Friedenszeichen, dieses Hoffnungszeichen geh\u00f6rt zur Sintflutgeschichte mit dazu wie das andere uns vielleicht noch gel\u00e4ufigere Friedenszeichen, die Taube mit dem \u00d6lzweig im Schnabel, den sie zur Arche zur\u00fcckbrachte: Damit wurde dem Noah angezeigt, da\u00df die Wasser der gro\u00dfen Flut zur\u00fcckgewichen waren, da\u00df er nun die Arche verlassen konnte mit allem, was bei ihm war, Mensch und Tier.<\/p>\n<p>Als Kinder haben wir mit der Arche Noah gespielt. Darum geh\u00f6rt die zu den bekanntesten Geschichten der Bibel. Aber deshalb ist die Sintflutgeschichte noch lange kein Kinderspiel. Das geh\u00f6rt zu meinen bleibenden Erinnerungen: Als vor vielen Jahren mein Sohn &#8211; er war damals wohl etwa f\u00fcnf Jahre alt &#8211; mit seine Holztierchen Arche Noah spielte, da stellte er eine menschliche Figur oben auf die Kommode: \u201cDas ist der Gott. Der pa\u00dft auf.\u201d<\/p>\n<p>Die Friedenstaube, der Regenbogen, sie erinnern uns daran: die Geschichte von der Sintflut ist eine ernste, eine todernste Geschichte. Gott weist den Menschen in die Schranken; den Menschen, den er inmitten allen Lebens auf dieser Erde geschaffen hat; den Menschen, der sich als eine Bedrohung dieser Erde erwiesen hat. Gottes Gericht \u00fcber die S\u00fcnde und den S\u00fcnder geh\u00f6rt zu seiner Erhaltung der Sch\u00f6pfung mit dazu. Aber dieses Gericht soll nicht zu dem totalen und endg\u00fcltigen Verderben der Erde f\u00fchren. Daher der Regenbogen als Erinnerungszeichen, als Friedenszeichen, als Hoffnungszeichen: Gott selbst erinnert sich an seinen Bund, erinnert sich an das, wozu er sich verpflichtet hat Noah und seinen Nachkommen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Gott selbst erinnert sich. Wir sehen, wie sich dunkle Wolken zusammenballen. Krieg droht; die L\u00f6sung der Irakkrise mit kriegerischen Mitteln r\u00fcckt n\u00e4her und n\u00e4her. Niemand wei\u00df, wie das weitergehen wird. Seit Wochen starren wir auf diese Gefahr. Auf Zeit l\u00e4\u00dft sie sich vergessen und verdr\u00e4ngen. Aber dann kommt wieder eine Nachricht, die uns aufschreckt. Konnten wir, k\u00f6nnen wir mehr tun als f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung zu demonstrieren?<\/p>\n<p>Wo ist denn jetzt Dein Bogen, Gott, der uns hoffen lie\u00dfe? Wo ist die Taube mit dem \u00d6lzweig im Schnabel, die uns den Frieden anzeigte, nach dem wir uns alle sehnen? Die dunklen Wolken ballen sich immer mehr zusammen. Aber Deinen Bogen sehe ich nicht, o Gott! Das Erinnerungszeichen, das Friedenszeichen, das Hoffnungszeichen: la\u00df es doch erscheinen zwischen den dunklen Wolken. Spann ihn auf, Deinen Bogen, zwischen Bagdad und Washington, zwischen Pyoengyang und New York. Erinnere Dich, Gott! Erinnere uns, Gott! Es soll doch Frieden sein zwischen Dir und allem Leben auf dieser Erde. Wie lange soll noch Resignation und Hoffnungslosigkeit die Menschen bestimmen, die sich nach Frieden sehnen; erst recht die, die nur noch mit geducktem Nacken darauf warten k\u00f6nnen, da\u00df sich diese dunklen Wolken entladen mit Blitz und Donner, mit Bomben und Feuer? Du hast sie doch bisher erhalten, Deine Sch\u00f6pfung, die Erde und all das Leben auf ihr. Hast sie erhalten trotz allem, was Menschen da angerichtet haben. Denk daran, erinnere Dich, Gott, pa\u00df auf! Du hast es doch versprochen und als Zeichen dieses Versprechens Deinen Bogen in die dunklen Wolken gesetzt!<\/p>\n<p>Gott selbst erinnert sich. Sein Bund gilt allem Leben auf dieser Erde und uns Menschen inmitten dieses Lebens. Er erh\u00e4lt dieses Leben. Ihm verdanken wir jeden Atemzug. Seine G\u00fcte hat jede, hat jeden unter uns bis heute bewahrt. Wenn wir \u00fcber Gott als Sch\u00f6pfer und Erhalter nachdenken, dann geh\u00f6rt dazu sicher auch und vielleicht zuerst das ganz pers\u00f6nliche Erleben. Wer alt geworden ist, wei\u00df davon zu reden.<\/p>\n<p>Thomas Mann schildert uns in der Eingangsszene seines gro\u00dfen Familienromans \u201cBuddenbrooks\u201d den alten Monsieur Johann Buddenbrook mit seiner achtj\u00e4hrigen Enkelin Tony auf dem Knie. Sie betet ihm stolz Luthers Erkl\u00e4rung zum ersten Glaubensartikel herunter, die sie gelernt hat: \u201cIch glaube, da\u00df mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erh\u00e4lt, dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, \u00c4cker, Vieh und alle G\u00fcter beschert.\u201d Als das Kind so weit gekommen ist, kichert der alte Mann laut los, fragt sie, wo sie denn ihre \u00c4cker und ihr Vieh habe, schl\u00e4gt ihr einen Getreidehandel vor. Sie aber, einmal in der Bahn des Gelernten, l\u00e4\u00dft sich nicht beirren und bringt ihren Text zu Ende: \u201cmich mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens reichlich und t\u00e4glich versorgt, wider alle F\u00e4hrlichkeit beschirmt und vor allem \u00dcbel beh\u00fctet und bewahrt; und das alles aus lauter v\u00e4terlicher, g\u00f6ttlicher G\u00fcte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst uns W\u00fcrdigkeit; des alles ich ihm zu danken und zu loben und daf\u00fcr zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewi\u00dflich wahr.\u201d<\/p>\n<p>Warum sollen wir uns \u00fcber die Konkretion der Lebensverh\u00e4ltnisse, in die Luther hineinspricht, mokieren wie der alte Buddenbrook? Es ist nicht schwer, sie in die eigene Geschichte zu \u00fcbersetzen. Und manchmal pa\u00dft ja auch genau, was Luther formuliert hat.<\/p>\n<p>Beim Besuch zu einem runden Geburtstag erz\u00e4hlte mir der alte Mann: \u201cGanz verzweifelt bin ich gewesen, Herr Pfarrer, wie mir meine Frau weggestorben ist und ich steh allein da mit der Wirtschaft und den zwei kleinen Kindern. Die ich gefragt hab, die Frauen, die haben mich blo\u00df ausgelacht. Aber meine Pauline, die hat so ein gutes Herz. Die hat mich nicht sitzen lassen, sondern sie ist zu mir gekommen, und dann ist es wieder gegangen. Jeden Tag k\u00f6nnt ich dem Herrgott danken, da\u00df er mir die Frau gegeben hat.\u201d Und seine Pauline sa\u00df daneben und sagte nichts. Sie l\u00e4chelte blo\u00df still vor sich hin.<\/p>\n<p>Gott selbst erinnert sich. Er will das Leben auf dieser Erde, das er geschaffen hat, auch erhalten. Das zeigt der Regenbogen an. Auch wir erinnern uns. Sicher, viele nehmen es selbstverst\u00e4ndlich, was Luther in seiner Erkl\u00e4rung zum ersten Glaubensartikel aufz\u00e4hlt, und mancher h\u00e4lt es wohl auch noch f\u00fcr sein gutes Recht, da\u00df er das auch bekommt, was er braucht und auch das, was er haben will; und das ist ja oft viel mehr, als er braucht. Ich bin froh, da\u00df ich es gelernt habe, das Gott auch ausdr\u00fccklich zu verdanken, was er mir Tag um Tag zukommen l\u00e4\u00dft, morgens oder abends, vor dem Essen, nach dem Essen. Aber vielleicht ist noch nicht einmal so ein ausdr\u00fcckliches Verdanken n\u00f6tig. Es gen\u00fcgt, wahrzunehmen, da\u00df es nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, wie die G\u00fcte der Welt unserem bed\u00fcrftigen Leben entgegenkommt; ihm so entgegenkommt, da\u00df es gut ist.<\/p>\n<p>Es ist gut, das eigene Leben wahrzunehmen, wenn die Krankheit \u00fcberwunden ist und es wieder aufw\u00e4rts geht, Tag um Tag; wenn das Essen und Trinken schmeckt, und ich die Luft tief einatmen kann. Es ist gut, da\u00df das Leben weitergeht: wenn da ein Kindlein geboren ist und ich darf es in meinen H\u00e4nden halten. Es ist gut, wenn jetzt im Garten die ersten Bl\u00fcten kommen, Kornelkirschen, Schneegl\u00f6ckchen, Krokus und Leberbl\u00fcmchen. Es ist gut, wenn in der ersten Morgenfr\u00fche die Amsel wieder ihr Lied singt.<\/p>\n<p>Dank Dir, mein Gott, f\u00fcr dieses gute Leben. Dank Dir, da\u00df ich es erleben kann bis in meine alten Tage hinein. La\u00df es weitergehen, bitte. La\u00df es weitergehen, dieses Leben in seiner F\u00fclle und Sch\u00f6nheit. Wir selbst, wir Menschen allein k\u00f6nnen sie ja nicht bewahren, Deine Sch\u00f6pfung, auch bei allem guten Willen nicht. Wir sehen allenfalls hier und dort eine Bedrohung und protestieren, und haben vielleicht sogar einmal einen kleinen Erfolg. Aber Du allein hast die Macht, das Unheil abzuwehren, Leben zu erretten und zu erhalten.<\/p>\n<p>Gott selbst erinnert sich. Das zeigt sein Bogen in den dunklen Wolken, Erinnerungszeichen, Friedenszeichen, Hoffnungszeichen. Gott selbst erinnert sich Tag und Nacht, erinnert sich jeden Augenblick daran, da\u00df er bei seiner Sch\u00f6pfung bleiben will in seiner G\u00fcte, um alles Lebendige zu bewahren, zu erhalten, zu begleiten und zu leiten. So ist das sein Bund mit allem Lebendigen, wie ihn der Schlu\u00df der Sintflutgeschichte erz\u00e4hlt. Nicht menschliches Unverm\u00f6gen, nicht Dummheit und Bosheit sollen diese Erde verderben. Er, Gott selbst, erh\u00e4lt sie in seiner v\u00e4terlichen, g\u00f6ttlichen G\u00fcte und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Soll ich jetzt wom\u00f6glich Beispiele sammeln, die gegen solche G\u00fcte und Barmherzigkeit sprechen, wie Ivan Karamazov in Dostojewskis Roman? Sicher w\u00e4re das m\u00f6glich, und oft genug geschieht das auch unter uns, heimlich oder auch mit missionarischem Eifer. Gott selbst, seine G\u00fcte und Barmherzigkeit, in der er diese Welt und das Leben in dieser Welt erh\u00e4lt, sie liegt gewi\u00df nicht einfach auf der Hand. Aber was w\u00e4re das f\u00fcr eine Welt, was w\u00e4re das f\u00fcr ein Leben, ohne die Gewi\u00dfheit dieser G\u00fcte und Barmherzigkeit? Ich wollte es mir nicht eintauschen gegen die Gewi\u00dfheit, die Gott selbst er\u00f6ffnet hat. Diese Gewi\u00dfheit seiner v\u00e4terlichen G\u00fcte und Barmherzigkeit er\u00f6ffnet er uns in der gro\u00dfen Geschichte, in die wir hineingezogen sind durch ihn selbst: In der Geschichte, in der er nicht nur als Sch\u00f6pfer und Erhalter diese Welt begleitet. In der Geschichte vielmehr, in der er sich ganz und gar mit uns Menschen und so mit allem Lebendigen in dieser Welt verbunden hat, indem er in Jesus Christus Mensch geworden ist.<\/p>\n<p>Wenn wir miteinander Gottesdienst feiern, wenn wir uns zum Sakrament versammeln, in dem er sich uns zueignet und in dem wir in diese Geschichte hineingezogen werden, dann preisen wir ihn. Wir preisen ihn, indem wir die Worte der Serafim aufnehmen, die der Prophet Jesaja in seiner gro\u00dfen Vision h\u00f6rte. Von Gottes Ehre singen sie, von seiner Herrlichkeit, die alle Lande erf\u00fcllt. Da ist er bei allem, was er geschaffen hat. Da ist er bei allem Lebendigen, das diese Erde f\u00fcllt. Das ist seine Ehre, seine Herrlichkeit. Und wir preisen ihn, indem wir die Worte aufnehmen, die das Volk Jesus entgegenrief, als er in Jerusalem einzog.<\/p>\n<p>\u201c Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herre Zebaoth: voll sind Himmel und Erde seiner Herrlichkeit. Hosianna in der H\u00f6he. Gelobet sei der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der H\u00f6he.\u201d Hosianna in der H\u00f6he! Hilf uns doch, Du da oben, Gott, der diese Welt geschaffen hat und erh\u00e4lt. Hilf uns doch , Du da oben, der zu uns gekommen ist, um uns der v\u00e4terlichen G\u00fcte und Barmherzigkeit Gottes zu vergewissern, damit wir zuversichtlich und getr\u00f6stet leben k\u00f6nnen in dieser Welt Gottes; und wenn unsere Zeit zu Ende ist, unser Leben seinem Sch\u00f6pfer und Erhalter zur\u00fcckgeben k\u00f6nnen, wie Du das getan hast, als Du am Kreuz gesprochen hast: \u201cVater, ich befehle meinen Geist in Deine H\u00e4nde.\u201d<\/p>\n<p>Gott selbst erinnert sich. Diese Erde und das Leben auf ihr soll nicht zugrunde gehen um der menschlichen Torheit und Bosheit und um unseres Unverm\u00f6gens willen. Er hat sich allem Lebendigen verbunden als sein Sch\u00f6pfer und Erhalter. Gott selbst erinnert sich, und wir erinnern uns: daf\u00fcr steht der Regenbogen am Ende der Sintflutgeschichte, als Erinnerungszeichen, als Friedenszeichen, als Hoffnungszeichen. In dieser Gewi\u00dfheit k\u00f6nnen wir leben, gehalten von der v\u00e4terlichen, g\u00f6ttlichen G\u00fcte und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Eine <strong>Nachbemerkung<\/strong> zu dieser Predigt: Sie ist bewu\u00dft \u00fcberladen. In dieser Gestalt k\u00f6nnte ich selbst sie kaum einer Gemeinde zumuten. Aber ich hoffe, damit ihrer Verwendbarkeit gedient zu haben. Ich kann und will der Predigerin, dem Prediger, der sich dieser Predigt bedient, nicht die Auswahl unter den angebotenen M\u00f6glichkeiten von Klage, Erz\u00e4hlung, Bitte und Dank, Doxologie abnehmen, die dann jeweils auszuf\u00fchren w\u00e4ren, wie das die Situation der h\u00f6renden Gemeinde erfordert.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Friedrich Mildenberger<br \/>\nRehweiherstra\u00dfe 7 91056 Erlangen<br \/>\nTel. 09131\/44244<\/strong><br \/>\n<a href=\"mailto:Mildenberger-Kosbach@t-online.de\">E-Mail: Mildenberger-Kosbach@t-online.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott als Sch\u00f6pfer und Erhalter | 1.Mose 9,1.11\u201317 |\u00a0Friedrich Mildenberger | Predigt zum 1.Artikel des Glaubensbekenntnisses \u00fcber den noachitischen Bund Martin Luther, WA 30 I, 10,23-26: &#8222;Non ideo creavit caelum et terram, ut ipse haberet, sed mihi et tibi annunciatur, quod crearit omnia, ut cogites: Si deus meus tam potens est, quid faciet mihi Papa, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12710,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,1,2,727,157,120,853,114,1630,1052,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9652","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-genesis","category-aktuelle","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bes_gelegenheiten","category-bibel","category-deut","category-friedrich-mildenberger","category-kapitel-09-chapter-09-genesis","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9652"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23367,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9652\/revisions\/23367"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9652"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9652"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9652"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9652"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}