{"id":9663,"date":"2021-02-07T19:49:49","date_gmt":"2021-02-07T19:49:49","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9663"},"modified":"2022-11-17T16:32:43","modified_gmt":"2022-11-17T15:32:43","slug":"schulanfaengergottesdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/schulanfaengergottesdienst\/","title":{"rendered":"Schulanf\u00e4ngergottesdienst"},"content":{"rendered":"<h3><strong><b><span style=\"color: #000099;\">August 2003<br \/>\nPredigt f\u00fcr einen Schulanf\u00e4ngergottesdienst, verfa\u00dft von Enno Junge<\/span><\/b><\/strong><\/h3>\n<hr \/>\n<p><strong>Eine Geschichte f\u00fcr den Schulanf\u00e4ngergottesdienst:<br \/>\nMax Maus<\/strong><\/p>\n<p>In einem kleinen Haus in der N\u00e4he von Hannover lebte einmal eine M\u00e4usefamilie.<\/p>\n<p>Das Haus stand an einer Stra\u00dfe, die von vielen schnellen Autos befahren wurde.<\/p>\n<p>Als die M\u00e4usefamilie wieder einmal Nachwuchs bekam, \u00fcberlegte sich die Familie, dass man nicht l\u00e4nger an dieser gef\u00e4hrlichen Stra\u00dfe leben wollte und so beschlossen die M\u00e4use umzuziehen.<\/p>\n<p>Vater Maus ging auf Suche nach einer passenden Wohnung. Zuerst war er in Mellendorf, aber da war es nicht viel besser als dort, wo sie jetzt lebten, also sah er sich in Gailhof um, aber auch da gefiel es ihm auch nicht. \u201eDas ist mir alles viel zu laut und viel zu gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Ich werde mal nach Fuhrberg reisen. Ich habe geh\u00f6rt, da\u00df dort in der Grundschule gerade eine passende Wohnung frei geworden ist\u201c, so sprach er zu seiner Frau, die Josefine hie\u00df.<\/p>\n<p>Also begab er sich nach Fuhrberg und richtig, dort in der Schule gefiel es ihm auf Anhieb. Nach einiger Zeit stand es fest: \u201eWenn die Kinder Sommerferien haben, dann ziehen wir um.\u201c<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich, die gro\u00dfen Ferien waren erst drei Tage lang angefangen, da konnte die Schulsekret\u00e4rin, die zuf\u00e4llig in der Schule war, sehen, dass eine Mausefamilie mit Sack und Pack in die Schule einzog.<\/p>\n<p>Sie erschrak so sehr, als sie die M\u00e4use sah, dass sie auf den n\u00e4chsten Stuhl stieg und laut um Hilfe rief.<\/p>\n<p>Aber der Schulleiter und alle anderen Lehrer waren ja bereits verreist und so konnte ihr keiner aus ihrer Not helfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die M\u00e4use war das gut, denn sie konnten sich in Ruhe einrichten.<\/p>\n<p>Die Sommerferien vergingen und die kleinste Maus, die Max hie\u00df hatte inzwischen Laufen gelernt und war in der Familie der Neugierigste \u00fcberhaupt. Und frech war Max sowieso.<\/p>\n<p>Am allerersten Schultag ermahnte ihn seine Mutter: \u201eMax, pass sch\u00f6n auf, dass dich die Kinder nicht sehen und nimm dich ja in acht vor den Katzen, denn die sind ganz gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Max liebte es, in den Schulpausen im Klassenraum der 1a herumzuwieseln und so ging er in fast jeder Pause auf Entdeckungsreise.<\/p>\n<p>Und was gab es da nicht alles zu entdecken: bunte Kreide, die ihm aber nicht besonders schmeckte, besonders die blaue Tafelkreide bekam ihm nicht, denn er hatte sie einmal gegessen und da hatte er schreckliche Bauschmerzen bekommen und eine blaue Zunge.<\/p>\n<p>Gut, da\u00df die Kinder immer frische Brote mit vielen verschiedenen Wurst- und K\u00e4sesorten bei sich hatten. \u201eMmh, lecker, sagte sich die Maus und a\u00df gerne auch in den Schultaschen der Kinder von deren Pausenbroten und Schokoriegeln und auch das Obst schmeckte unserer Maus.<\/p>\n<p>Eines Tages &#8211; es hatte gerade zur n\u00e4chsten Schulstunde geklingelt, konnte Max nicht wie sonst schnell verschwinden, sondern mu\u00dfte sich hinter einem Vorhang verstecken. Voller Angst sa\u00df Max dort und weil er nicht unbemerkt fliehen konnte, h\u00f6rte er, was die Kinder beigebracht bekamen. Da es Max gefiel, kam er immer wieder zu seinem Platz hinter dem Vorhang. Was Max von da aus alles lernte: Das ABC, addieren und subtrahieren. Und weil er ja neugierig war, lernte er gut und gerne.<\/p>\n<p>So wurde er ein richtig schlaues Kerlchen, unser M\u00e4xchen.<\/p>\n<p>Eines Tages- es war kurz vor den Sommerferien, h\u00f6rte er, wie die Religionslehrerin sagte: \u201eKinder, wir wollen heute ein neues Thema beginnen, n\u00e4mlich, wie Gott alles geschaffen hat.\u201c<\/p>\n<p>Das war interessant. Max erfuhr, da\u00df Gott alles geschaffen hat, Menschen, Pflanzen und auch das Weltall und alle gro\u00dfen und kleinen Tiere. Das war neu f\u00fcr Max, das hatte ihm vorher niemand gesagt, wie denn auch, denn Max war wohl die erste und einzige Maus, die zur Schule ging, um was zu lernen.<\/p>\n<p>Die Lehrerin sagte weiter, dass Gott alle seine Gesch\u00f6pfe gerne habe.<\/p>\n<p>Das ist ja merkw\u00fcrdig, dachte sich der kleine Max, wahrscheinlich ist Gott dann so ziemlich der einzige, der M\u00e4use gut leiden kann und der uns, den M\u00e4usen nichts tut.<\/p>\n<p>Das gefiel ihm und in der Pause lief er schnell nach Hause und erz\u00e4hlte seinen Eltern davon.<\/p>\n<p>Max war nun noch neugieriger geworden und besuchte immer wieder die Religionsstunden in der Grundschule und sp\u00e4ter schlich er sich auch mal in die Kirche und versteckte sich w\u00e4hrend der Predigt in der Orgel. Sobald aber die Orgel zu spielen begann, machte sich Max schleunigst aus dem Staub.<\/p>\n<p>Liebe Kinder,<\/p>\n<p>soweit die Geschichte von Max Maus, der auf seine Weise Schule erlebte und dann auch den Weg in die Kirche fand.<\/p>\n<p>Zwei Dinge finde ich in dieser Geschichte ganz toll: Das eine, es lohnt sich neugierig zu sein und etwas zu lernen, und das andere, was mir immer wieder gut gef\u00e4llt ist dies: Das Gott alle seine Gesch\u00f6pfe liebt, ob gro\u00df ob klein, ob alt oder jung. Und dazu geh\u00f6rt ihr Kinder ja auch.<\/p>\n<p>Und wi\u00dft ihr was: Gott hat Euch, die ihr heute in die Schule kommt so lieb, da\u00df er auf euch aufpassen wird und in eurer N\u00e4he ist.<\/p>\n<p>Und weil das so ist, deswegen sind wir heute morgen hier, um uns daran erinnern zu lassen. Und weil wir Gott um seine Hilfe f\u00fcr euch Kinder, den Eltern und Lehrern bitten wollen. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Beim Ausgang bekommt jeder Schulanf\u00e4nger als Erinnerung an den Gottesdienst eine Pl\u00fcschmaus geschenkt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Enno Junge<br \/>\nPastor in Fuhrberg und Gro\u00dfburgwedel<br \/>\nKurze Stra\u00dfe 1<br \/>\n30938 Fuhrberg<br \/>\n<a href=\"mailto:enno@junge-net.com\">enno@junge-net.com<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>August 2003 Predigt f\u00fcr einen Schulanf\u00e4ngergottesdienst, verfa\u00dft von Enno Junge Eine Geschichte f\u00fcr den Schulanf\u00e4ngergottesdienst: Max Maus In einem kleinen Haus in der N\u00e4he von Hannover lebte einmal eine M\u00e4usefamilie. Das Haus stand an einer Stra\u00dfe, die von vielen schnellen Autos befahren wurde. 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