{"id":9709,"date":"2003-12-07T19:49:41","date_gmt":"2003-12-07T18:49:41","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9709"},"modified":"2025-06-28T10:17:31","modified_gmt":"2025-06-28T08:17:31","slug":"titus-3-4-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/titus-3-4-8\/","title":{"rendered":"Titus 3, 4-8"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p align=\"left\">Christvesper St. Nicolai, G\u00f6ttingen<br \/>\n<a href=\"#ablauf\">Ablauf und Liturgie des Gottesdienstes <\/a><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Weihnachten \u0096 das ist das <em>Fest der Heimkehr <\/em>.<\/p>\n<p>Wer in der Fremde studiert oder arbeitet, kehrt nun zur\u00fcck in die<br \/>\nHeimat \u0096 seit Tagen ist das auf dem G\u00f6ttinger Bahnhof zu beobachten.<\/p>\n<p>Und auch wer am gleichen Ort arbeitet \u0096 lebt \u0096 und liebt,<br \/>\nkehrt Weihnachten zur\u00fcck:<br \/>\n\u0096 endlich kommt die Familie zu ihrem Recht<br \/>\n\u0096 oder die alten Freunde, die wir das Jahr \u00fcber vernachl\u00e4ssigt haben.<\/p>\n<p>Weihnachten ist die Zeit der Heimkehr \u0096<br \/>\ndas Fest des R\u00fcckzugs, auch des Atemholens.<\/p>\n<p>Atemholen, eine Pause machen, ein heilsamer R\u00fcckzug \u0096<br \/>\ndas scheint mir in diesem Jahr besonders n\u00f6tig.<br \/>\nViele sind <em>ersch\u00f6pft <\/em>\u0096 nicht nur in der gro\u00dfen Politik:<br \/>\nMonatelanges, n\u00e4chtelanges Verhandeln in Berlin<br \/>\nscheint nicht viel Fortschritt gebracht zu haben<br \/>\n\u0096 oder es ist, wie in Br\u00fcssel, sogar gescheitert.<br \/>\nDa tut es gut, erst einmal in die Weihnachtspause zu gehen \u0096<br \/>\nZeit, auszuspannen, vielleicht auch Zeit, neu nachzudenken.<\/p>\n<p>Viele sind ersch\u00f6pft, entt\u00e4uscht \u0096<br \/>\nauch hier in G\u00f6ttingen, wie in allen Universit\u00e4ten:<br \/>\nDie Proteste der letzten Wochen haben einmal nicht viel bewegen k\u00f6nnen.<br \/>\nL\u00e4ngst hat der Streit um Stellen, um Institute und Studieng\u00e4nge begonnen.<br \/>\nSo mancher von uns hat das Gef\u00fchl, sich engagiert zu haben \u0096<br \/>\nbis an den Rand der Kr\u00e4fte \u0096<br \/>\nund nun scheint alles wirkungslos zu bleiben, ohne Resonanz \u0096 umsonst.<br \/>\nDa tut es Not, sich zur\u00fcckzuziehen \u0096<br \/>\nan den eigenen Schreibtisch, zu den Liebsten, N\u00e4chsten.<br \/>\nDa tut es gut, Abstand zu gewinnen,<br \/>\n\u0096 vielleicht \u0096 zu sich zu kommen.<\/p>\n<p>Weihnachten ist das Fest der Heimkehr, das Fest der Rekreation.<br \/>\nAuch wer Weihnachten mit dem <em>Gottesdienst <\/em> beginnt,<br \/>\nkehrt vor allem heim:<br \/>\nzu den vertrauten Liedern, den alten Geschichten,<br \/>\nin das je eigenen Bild der Kindheit.<br \/>\nAuch hier sucht man den Abstand, erhofft neuen Atem \u0096 zu Recht!<\/p>\n<p>Weihnachten ist das Fest der Heimkehr \u0096 und zwar von Anfang an.<br \/>\nIn den Weihnachtsgeschichten selbst ist viel von R\u00fcckkehr die Rede.<br \/>\nJosef kehrt heim nach Bethlehem, in die Stadt seiner Vorfahren \u0096<br \/>\nnicht freiwillig, gewiss.<br \/>\nAber der politische Zwang, das Gebot des Kaisers,<br \/>\ndient doch zugleich einem <em>g\u00f6ttlichen Plan <\/em>:<br \/>\nIn der Stadt Davids soll der Retter, der Heiland geboren werden.<br \/>\nGott selbst kehrt zur\u00fcck zu den Anf\u00e4ngen, Gott selbst holt neuen<br \/>\nAtem,<br \/>\nkommt zur\u00fcck auf die alte Verhei\u00dfung:<br \/>\nAus Bethlehem soll der kommen, der Israel erl\u00f6sen wird \u0096<br \/>\nund mit Israel die ganze Welt.<br \/>\nZu den Hirten soll er geh\u00f6ren \u0096 wie einst David.<\/p>\n<p>Gott selbst kehrt zur\u00fcck zur anf\u00e4nglichen Verhei\u00dfung:<br \/>\nWieder, und nun endg\u00fcltig, soll das Volk im Finstern es h\u00f6ren,<br \/>\nsollen die Ersch\u00f6pften und Resignierten aufhorchen:<br \/>\n\u0084Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben \u0096<br \/>\nund die Herrschaft ruht auf seiner Schulter &#8230;\u0093<\/p>\n<p>Weihnachten ist das Fest der Heimkehr, der R\u00fcckkehr zu den Anf\u00e4ngen, \u0096 und<br \/>\ndarum, nur darum ist Weihnachten auch das Fest der Kindheit.<\/p>\n<p>Wer zur\u00fcckkehrt nach Hause \u0096 ersch\u00f6pft, resigniert, oder einfach<br \/>\nm\u00fcde \u0096<br \/>\nwer so zur\u00fcckkehrt, ist <em>empfindlich <\/em>.<\/p>\n<p>Wer heim kommt, um Atem zu holen,<br \/>\nerwartet die vertrauten R\u00e4ume, die alten Geschichten \u0096<br \/>\nerhofft vielleicht einen Neuanfang \u0096 aber erst einmal keine Neuerungen.<\/p>\n<p>Wer heute in den Gottesdienst kommt, ist ebenfalls empfindlich.<br \/>\nWaren das schon zu viele ungewohnte Lieder?<br \/>\nWaren das heute zu viel unbekannte Texte?<\/p>\n<p>Heute, am Weihnachtsabend, sind wir empfindlich \u0096<br \/>\nwohl auch deswegen, weil wir \u0096 ob wir wollen oder nicht \u0096<br \/>\nzur\u00fcckkehren in die eigene Kinderzeit.<\/p>\n<p>Und das ist nicht allein erholsam, entlastend.<br \/>\nSch\u00f6ne, leicht und gern erinnerte Kindheitsbilder mischen sich<br \/>\nsogleich mit anderen Bildern:<br \/>\ndie Spannungen, die Weihnachten begleiten,<br \/>\ndie Abschiede, die Entt\u00e4uschungen.<br \/>\nEs wird auch abgr\u00fcndig an diesem Abend.<\/p>\n<p>Auch da sind die Weihnachtstexte <em>realistisch <\/em> \u0096 wir haben es<br \/>\ngeh\u00f6rt:<br \/>\ndie Krippe, au\u00dferhalb der Herberge \u0096 keine heimelige Kindheit.<br \/>\nBei Jesaja ist das Gedr\u00f6hn der Soldatenstiefel zu h\u00f6ren \u0096<br \/>\ndie Geburt des Kindes ist begleitet vom St\u00f6hnen der Getriebenen.<\/p>\n<p>Die weihnachtliche Heimkehr ist riskant \u0096<br \/>\nman wird empfindlich, verletztlich wie ein Kind,<br \/>\nrasch entt\u00e4uscht und rasch ver\u00e4ngstigt.<\/p>\n<p>So sind \u0096 auch heute im Gottesdienst \u0096<br \/>\ndie alten, die vertrauten Geschichten wichtig.<br \/>\nAber zugleich brauchen wir <em>neue <\/em> Geschichten \u0096<br \/>\noder doch <em>neue T\u00f6ne <\/em> in den alten Geschichten,<br \/>\neine neue Sicht, <em>andere Deutungen <\/em> der eigenen Erinnerung.<br \/>\nSo ungewohnte Deutungen, neue T\u00f6ne haben wir vorhin vernommen \u0096<br \/>\nin dem urchristlichen Brief an Titus:<\/p>\n<p>\u0084Als aber erschien die Freundlichkeit,<br \/>\ndie G\u00fcte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters<br \/>\n\u0096 nicht auf Grund der gerechten Werke, die wir getan haben,<br \/>\nsondern nach seiner Barmherzigkeit \u0096<br \/>\nda errettete er uns, machte er uns <em>selig <\/em>:<br \/>\ndurch das <em>Bad der Wiedergeburt <\/em><br \/>\nund der Erneuerung im Heiligen Geist,<br \/>\nden er \u00fcber uns ausgegossen hat <em>in F\u00fclle <\/em>,<br \/>\ndurch Jesus Christus, unseren Retter,<br \/>\ndamit wir \u0096 durch seine Gnade gerechtfertigt \u0096<br \/>\nErben des ewigen Lebens w\u00fcrden \u0096 nach unserer Hoffnung.\u0093<\/p>\n<p>Das sind durchaus vertraute T\u00f6ne.<br \/>\n\u0084nicht auf Grund unserer Werke, sondern nach seiner Gnade\u0093 \u0096<br \/>\nwenn Gott erscheint, so werden wir erinnert,<br \/>\ndann liegt das nicht in unserer Hand.<br \/>\nWenn Gott seine Verhei\u00dfung erneuert,<br \/>\nwenn Gott selbst uns neuen Atem gibt,<br \/>\ndann ist das \u0096 zum Gl\u00fcck \u0096 nicht eigener Anstrengung zu verdanken \u0096<br \/>\nweder dem politischen Engagement noch der liturgischen Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Wir brauchen da nur zu warten, zu h\u00f6ren,<br \/>\nzu singen und vielleicht zu beten,<br \/>\nwir brauchen uns nur erinnern zu lassen vom Titusbrief:<\/p>\n<p>Gottes Gnade ist erschienen \u0096 freundlich, barmherzig, uns zur Rettung.<br \/>\nDas sind ebenfalls vertraute Worte \u0096 aber sie sind blass geworden,<br \/>\nsie sind zu gro\u00df, zu weit, um Atem zu holen.<\/p>\n<p>So ist es freundlich, geradezu barmherzig, wie uns die Epistel an Titus<br \/>\nheute ein neues, ein ungew\u00f6hnliches,<br \/>\naber ein sehr sch\u00f6nes Weihnachtsbild anbietet<br \/>\n\u0084 <em>das Bad der Wiedergeburt <\/em>\u0093.<\/p>\n<p>Das ist hier, f\u00fcr Titus, zun\u00e4chst ein Bild f\u00fcr die Taufe \u0096<br \/>\ndas Bad der Wiedergeburt,<br \/>\nurspr\u00fcnglich vollzogen als Ritus an Erwachsenen:<br \/>\nDreimal werden sie untergetaucht, mit dem ganzen K\u00f6rper:<br \/>\nAtemnot, einsam, desorientiert \u0096<br \/>\nund dann werden sie empor geholt: \u0084gerettet bist du durch Christus\u0093 \u0096<br \/>\nsie sch\u00f6pfen neuen Atem: wiedergeboren zum Leben mit Gott.<br \/>\nUnd dann werden die T\u00e4uflinge mit \u00d6l gesalbt:<br \/>\nder Geist Jesu ist ausgegossen \u00fcber dir;<br \/>\nvon nun an umgibt dich: die F\u00fclle Gottes.<\/p>\n<p>Daran wird Titus mit seiner Gemeinde erinnert:<br \/>\nIhr habt die Drohung des Todes gesp\u00fcrt, den Abgrund, das Schweigen \u0096<br \/>\nund dann der neue Atem, die F\u00fclle der g\u00f6ttlichen Gnade \u0096<br \/>\ndie Wiedergeburt.<\/p>\n<p>Das kennen wir auch:<br \/>\ndie ersten Schritte nach der langen Krankheit,<br \/>\ndas erste Atemholen in der frischen Luft: wiedergeboren.<\/p>\n<p>Oder eine z\u00f6gernde, vorsichtige Geste nach dem gro\u00dfen Streit \u0096<br \/>\nund da antwortet der Andere, l\u00e4chelt \u0096 wir fangen neu an: wiedergeboren.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es das, was wir zu Weihnachten suchen,<br \/>\nim Gottesdienst und bei vertrauten Menschen:<\/p>\n<p>Noch einmal neu anfangen, nochmals den ersten Atemzug tun \u0096<br \/>\nWiedergeburt.<\/p>\n<p>Vielleicht boomt deswegen auch der Markt der Wellness-Angebote:<br \/>\nErholung f\u00fcr Leib und Seele, B\u00e4der zur Entspannung,<br \/>\nbes\u00e4nftigende T\u00f6ne, heilendes Wasser.<\/p>\n<p>Denn das f\u00fchrt geradewegs zur\u00fcck in die Kindheit:<br \/>\nnoch einmal geboren werden, gebadet werden wie ganz am Anfang,<br \/>\ngesalbt werden, umfangen von F\u00fclle des Wohllauts, des Wohlgeruchs.<\/p>\n<p>B\u00e4der der Wiedergeburt, <em>das <\/em> Bad der Wiedergeburt \u0096<br \/>\nTitus wird mit diesem Bild an die Taufe erinnert:<br \/>\n<em>Gott <\/em> hat dich wiedergeboren, hat neu angefangen mit dir,<br \/>\nhat dir die F\u00fclle seiner Verhei\u00dfung zugesagt, unverbr\u00fcchlich.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir uns so an unsere Taufe erinnern k\u00f6nnten \u0096<br \/>\nan Untertauchen und Emporkommen, an Salben und gute Ger\u00fcche,<br \/>\nan die Zusage von Gottes F\u00fclle.<\/p>\n<p>Aber eben daf\u00fcr haben wir ja Weihnachten:<br \/>\nUm an den Anfang zur\u00fcck zu kehren, in die eigene Kindheit \u0096<br \/>\nund uns auch daran zu erinnern: wir sind getauft.<\/p>\n<p>Die weihnachtliche Heimkehr ist riskant, spannungsvoll \u0096<br \/>\naber eins ist sicher:<br \/>\nGott hat Weihnachten noch einmal begonnen \u0096 mit dem Kind in Bethlehem.<\/p>\n<p>So ist die weihnachtliche R\u00fcckkehr in die eigene Kindheit zwiesp\u00e4ltig \u0096<br \/>\naber eins ist sicher:<br \/>\nauch mit uns hat Gott neu begonnen: in der Taufe.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen wir \u0096 gerade zu Weihnachten \u0096 uns auch daran erinnern,<br \/>\nk\u00f6nnten uns gerade heute erz\u00e4hlen und erz\u00e4hlen lassen:<br \/>\nwie wir damals getauft wurden \u0096<br \/>\nmit ein wenig warmen Wasser \u0096 aber doch mit sehr viel Aufmerksamkeit,<br \/>\nmit gro\u00dfen Hoffnungen, auch mit \u00c4ngsten der Eltern,<br \/>\nund mit dem Segen, der vollen Zusage Gottes \u0096 die bis heute gilt.<\/p>\n<p>Noch ein weiterer Gedanke aus dem Titusbrief ist mir wichtig:<br \/>\nDas Bad der Wiedergeburt rettet nicht nur das Leben hier und jetzt.<br \/>\nDie Taufe soll uns nicht allein bewahren in den privaten und politischen Anforderungen<br \/>\nder Gegenwart \u0096 sondern sie zielt dar\u00fcber hinaus:<br \/>\nGott hat den Geist \u00fcber uns ausgegossen in F\u00fclle,<br \/>\n\u0084damit wir Erben des ewigen Lebens w\u00fcrden.\u0093<\/p>\n<p>Mir ist dazu der Bericht einer Kieler Seelsorgerin eingefallen<br \/>\n[Renate Ebeling, WzM 46 (1994), 391, gek\u00fcrzt]<\/p>\n<p>\u0084Die Kinderklinik ruft mich zu einer Taufe.<br \/>\nAuf der Intensivstation werde ich in einen Raum gef\u00fchrt, in dem der kleine<br \/>\nJunge allein im Brutkasten liegt, beatmet, am Tropf.<\/p>\n<p>Eine Schwester ist bei dem Kind,<br \/>\nsie bittet mich, nochmals die H\u00e4nde zu desinfizieren.<br \/>\nBald darauf kommen die Eltern zu uns; wir stellen uns vor,<br \/>\ndann blicken die beiden mich erwartungsvoll an.<br \/>\nIch f\u00fclle eine Nierenschale mit warmen Wasser,<br \/>\nwir stehen gemeinsam am Brutkasten.<br \/>\nDer Junge atmet schwer;<br \/>\ndie Eltern beginnen zu weinen.<\/p>\n<p>Nach einer Weile nicken die beiden mir zu.<br \/>\nVorsichtig schiebe ich die Nierenschale neben den Kopf des S\u00e4uglings;<br \/>\nich bitte die Eltern, wenn sie m\u00f6gen, doch ihr Kind anzufassen.<br \/>\nNach ein paar einleitenden Worten taufe ich den Jungen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Segens und des Taufspruchs sind Eltern, Kind und ich<br \/>\ndurch die aufliegenden H\u00e4nde miteinander verbunden.<\/p>\n<p>Wir beten gemeinsam das Vaterunser, ich schlie\u00dfe mit dem Segen.<br \/>\nDann stehen wir drei schweigend bei dem Kind.<br \/>\nEs scheint sich etwas entspannt zu haben, der Atem geht leichter,<br \/>\nes l\u00e4chelt ein wenig.\u0093<\/p>\n<p>Ich denke, auch dies ist eine Weihnachtsgeschichte:<br \/>\nein Anfang, gef\u00e4hrdet, vorsichtig \u0096 und doch mit einer gro\u00dfen Hoffnung.<br \/>\nAuch dies ist eine Geschichte,<br \/>\nwie Menschen zu Gott zur\u00fcckkommen, heimkehren \u0096<br \/>\nund wie Gott neu mit ihnen beginnt.<\/p>\n<p>Vielleicht ist dieser Junge am n\u00e4chsten Tag gestorben,<br \/>\nvielleicht lebt er bis heute.<br \/>\nDie F\u00fclle Gottes ist und bleibt ihm zugesprochen, im Leben und im Tod.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter wird es Situationen geben, in denen er schwer atmet,<br \/>\nbedroht ist, hilflos \u0096 wie alle Menschen.<br \/>\nDann wird es ihn vielleicht, hoffentlich st\u00e4rken, dass er getauft ist,<br \/>\nvon Anfang an \u0096 \u0084wiedergeboren zum Leben in Ewigkeit\u0093<\/p>\n<p>Irgendwann werden wir <em>ein letztes Mal <\/em> nach Hause zur\u00fcckkehren.<br \/>\nDieses Leben hier \u0096 anstrengend und bedrohlich,<br \/>\nund doch wunderbar, mit immer neuen Anf\u00e4ngen \u0096<br \/>\ndieses Leben hier wird zu Ende gehen,<br \/>\nund wir werden noch einmal neu beginnen.<\/p>\n<p>Heute, am Weihnachtsabend, wird uns auch dies versprochen:<br \/>\nDann werden wir die F\u00fclle Gottes erfahren.<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der weiter reicht als alle unsere Vernunft,<br \/>\nbewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.<\/p>\n<p>Amen. <a name=\"ablauf\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Ablauf und Liturgie des Gottesdienstes <\/strong><\/p>\n<p>Musik zum Beginn<\/p>\n<p>Eingangslied : EG 39, 1\u00965 (Kommt und lasst uns Christus ehren)<\/p>\n<p>Gebet:<\/p>\n<p>Ehre und Preis sei dir, Herr Jesus Christus.<br \/>\nDu bist ein Menschenkind<br \/>\ngeworden,<br \/>\ndamit wir Gottes Kinder werden.<br \/>\nDu bist arm geworden,<br \/>\nauf dass wir reich w\u00fcrden.<br \/>\nDu hast Knechtsgestalt angenommen,<br \/>\ndamit wir erneuert werden zum Bilde<br \/>\nGottes.<br \/>\nWir bitten dich:<br \/>\nErf\u00fclle unser Herz, heile unser Leben,<br \/>\ndass wir von deiner Liebe<br \/>\nnehmen \u0096 und sie weiterschenken.<br \/>\nDir sei Ehre in Ewigkeit.<br \/>\n<em>Gem.: <\/em>Amen<\/p>\n<p>Alttestamentliche Lesung<br \/>\n<em>Jesaja 9, 1-6 <\/em><\/p>\n<p>Lied : EG 20, 1-4 (Das Volk, das noch im Finstern wandelt)<\/p>\n<p>Lesung der Epistel (zugleich Predigttext)<br \/>\n<em>Titus<br \/>\n3, 4\u00968 <\/em><\/p>\n<p>Lied : EG 200, 1\u00962 (Ich bin getauft auf deinen Namen)<br \/>\n<em>oder <\/em>EG 27 (Lobt Gott, ihr Christen) alle Strophen<\/p>\n<p>Lesung des Evangeliums<\/p>\n<p><em>Lukas 2, 1\u009620<br \/>\n<\/em>unterbrochen durch Lied 27 (Lobt Gott, ihr Christen)<\/p>\n<p>Glaubensbekenntnis<\/p>\n<p>Lied vor der Predigt : EG 38 (Wunderbarer Gnadenthron)<\/p>\n<p>Predigt<\/p>\n<p>Lied nach der Predigt : EG 36, 1-3. 5. 7. 12 (Ich will dich lieben,<br \/>\nmeine St\u00e4rke)<\/p>\n<p>F\u00fcrbitte \/ Vaterunser<\/p>\n<p>Lied : EG 27 oder EG 37, 1\u00965 (Ich steh an deiner Krippen hier)<\/p>\n<p>Segen<\/p>\n<p>Schluss-Lied : EG 44 (O du fr\u00f6hliche)<\/p>\n<p>Musik zum Ausgang<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Prof. Dr. Jan Hermelink, G\u00f6ttingen,<br \/>\n<a href=\"mailto:jan.hermelink@theologie.uni-goettingen.de\">jan.hermelink@theologie.uni-goettingen.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christvesper St. Nicolai, G\u00f6ttingen Ablauf und Liturgie des Gottesdienstes Liebe Gemeinde, Weihnachten \u0096 das ist das Fest der Heimkehr . Wer in der Fremde studiert oder arbeitet, kehrt nun zur\u00fcck in die Heimat \u0096 seit Tagen ist das auf dem G\u00f6ttinger Bahnhof zu beobachten. Und auch wer am gleichen Ort arbeitet \u0096 lebt \u0096 und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,1,727,157,545,114,1766,938,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9709","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-titus","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-christvesper","category-deut","category-jan-hermelink","category-kapitel-03-chapter-03-titus","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9709"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9709\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13883,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9709\/revisions\/13883"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9709"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9709"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9709"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9709"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}