{"id":9857,"date":"2021-02-07T19:49:33","date_gmt":"2021-02-07T19:49:33","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9857"},"modified":"2022-10-22T13:58:37","modified_gmt":"2022-10-22T11:58:37","slug":"szenischer-abendgottesdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/szenischer-abendgottesdienst\/","title":{"rendered":"Szenischer Abendgottesdienst"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p><strong>\u2018Bleibet hier und wachet mit mir\u2019<br \/>\n<\/strong>Gottesdienst am Gr\u00fcndonnerstag (21.00 Uhr)<br \/>\n&#8211; anschlie\u00dfend Nachtwache in der Kirche mit st\u00fcndlichem Gebet<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick:<\/strong><\/p>\n<p>Rezitation \/ Szene 1<strong>: <\/strong>Frau mit Salb\u00f6l:<em> Ich mu\u00dfte es tun. &#8230;<\/em><br \/>\nVorspiel<br \/>\nEinf\u00fchrung in den Abend<br \/>\nLied<br \/>\nRezitation \/ Szene 2: Hoherpriester:<em> Kaiphas hei\u00dfe ich. &#8230;<\/em><br \/>\nGebet<br \/>\nRezitation \/ Szene 3: Judas: <em>Jesus, der Heiland! Jesus, der Retter! &#8230;<\/em><br \/>\nLied<br \/>\nRezitation \/ Szene 4: J\u00fcnger:<em> Uns beide hat er geschickt. Wir sollten den Raum &#8230;<br \/>\n<\/em>Musik: Zwischenspiel<br \/>\nLesung Mt 26, 17-46<br \/>\nRezitation \/ Szene 5: J\u00fcnger: <em>Ich habe mich furchtbar erschrocken: &#8230;<\/em><br \/>\nLied<br \/>\nAbendmahlsgebet, Einsetzungsworte, Austeilung<br \/>\nLied<br \/>\nRezitation \/ Szene 6: Petrus: <em>Alle w\u00fcrden wir uns heute nacht \u00e4rgern \u00fcber ihn, &#8230;<br \/>\n<\/em>Liedvers: Bleibet hier und wachet mit mir<br \/>\nRezitation \/ Szene 7: J\u00fcnger: <em>Als er uns bat, mit ihm zu wachen &#8230;<\/em><br \/>\nLiedvers: Bleibet hier und wachet mit mir<br \/>\nRezitation \/ Szene 8: Judas: <em>Als ich ihn k\u00fcsste, da wu\u00dfte ich noch nicht, &#8230;<br \/>\n<\/em>Liedvers: Bleibet hier und wachet mit mir<br \/>\nRezitation \/ Szene 9: Hoherpriester: <em>Als wir ihn endlich hatten, &#8230;<\/em><br \/>\nLiedvers: Bleibet hier und wachet mit mir<br \/>\nGebet, [Vaterunser,] Segen<br \/>\nRezitation \/ Szene 10: Frau mit Salb\u00f6l: <em>Jetzt erinnere ich mich: &#8230;<br \/>\n<\/em>Musik zum Schlu\u00df?<\/p>\n<p><strong>Texte der Rezitationen \/ Szenen:<\/strong><\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 1: Frau mit Salb\u00f6l<\/strong><\/p>\n<p>Ich mu\u00dfte es tun. Jesus hat mich geradezu angezogen, und es war mir klar, was von mir erwartet wurde.<br \/>\nIch hatte Salb-\u00d6l, eine duftende Labsal f\u00fcr die ausged\u00f6rrte und von der Sonne verbrannte Haut. Es war kostbar, aber ich sp\u00fcrte: f\u00fcr ihn war selbst das teuerste \u00d6l nicht kostbar genug.<br \/>\nJesus war im Haus von Simon zu Gast. Viele Leute gingen ein und aus &#8211; sicher auch, um dem ber\u00fchmten Gast zu begegnen. Auch ich ging hin. Ich ging direkt auf ihn zu, go\u00df das \u00d6l auf seine Stirn und verrieb es mit meiner Hand auf seinem Gesicht.<br \/>\nKlar &#8211; die Umstehenden fingen an zu murren: das teure \u00d6l &#8211; welche Verschwendung! Was f\u00fcr Wohltaten h\u00e4tte man mit dem Geld tun k\u00f6nnen! Da\u00df Jesus gerade diese Wohltat brauchte, haben seine Leute wohl nicht verstanden.<br \/>\nAber er selbst wu\u00dfte es: Er dankte mir f\u00fcr die wohltuende Pflege.<br \/>\nUnd er sagte was von:<br \/>\nLeute, die Wohltaten brauchen, habt ihr immer um euch &#8211; mich aber habt ihr nicht allezeit.<br \/>\nEwigen Ruhm versprach er mir &#8211; ich wei\u00df micht, ob er sich da \u00fcber mich lustig machen wollte.<br \/>\nAber trotzdem: Ich mu\u00dfte es tun.<\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 2: Hoherpriester <\/strong><\/p>\n<p>Kaiphas hei\u00dfe ich. Ich bin Hoherpriester. Ich bin verantwortlich f\u00fcr die Ordnung im Tempel. Und ich bin der Vertreter des j\u00fcdischen Volkes gegen\u00fcber den R\u00f6mern.<br \/>\nVor kurzer Zeit erhielten wir beunruhigende Nachrichten \u00fcber einen Jesus aus Nazareth. Er hatte wohl alles durcheinandergebracht: die gute Ordnung, von Gott offenbart, die dem Leben seiner Menschen dient &#8211; sie war ihm egal. Er hatte ganz neue Ideen, alles Bew\u00e4hrte stellte er in Frage.<br \/>\nDas w\u00e4re ja alles nicht so schlimm gewesen, wenn die einfachen Leute ihm nicht nachgelaufen w\u00e4ren. Er mu\u00dfte eine Ausstrahlung haben, die sie in den Bann zog. Sie h\u00f6rten ihm zu, und sie liefen ihm nach. Er redete und tat Unerh\u00f6rtes &#8211; und es wurden immer mehr. Der Friede war gef\u00e4hrdet, und auch die Zusammenarbeit mit den R\u00f6mern.<br \/>\nSchlie\u00dflich konnte ich, konnten wir nicht anders: es mu\u00dfte etwas geschehen. Lange konnten wir nicht mehr zusehen.<br \/>\nDabei wollten wir vermeiden, da\u00df er und seine Leute beim Passafest Tumulte anzetteln und die Situation au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t. Die R\u00f6mer werden sowieso immer nerv\u00f6s, wenn Tausende von Menschen aus dem ganzen Land in die Stadt str\u00f6men und \u00fcberall die Befreiung aus \u00c4gypten gefeiert wird. Wir mu\u00dften wachsam sein!<\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 3: Judas<\/strong><\/p>\n<p>Jesus, der Heiland! Jesus, der Retter! Ach, was habe ich f\u00fcr Titel geh\u00f6rt, was haben die Leute ihn angehimmelt!<br \/>\nDabei wu\u00dfte ich, Judas, doch immer: der bringt es nicht! Die R\u00f6mer halten unser Land besetzt, wir werden unterdr\u00fcckt, wir sind die Untermenschen!<br \/>\nAm Anfang hatte ich ja auch gehofft, er w\u00fcrde es den R\u00f6mern zeigen: mit Gottes Hilfe das K\u00f6nigreich von David erneuern, die R\u00f6mer rausschmei\u00dfen und uns endlich Freiheit bringen!<br \/>\nAber er redete vom Himmelreich &#8211; statt sich um sein leidendes Volk zu k\u00fcmmern. Und er redete &#8211; beim ersten H\u00f6ren traute ich meinen Ohren nicht &#8211; von Feindesliebe: geh zwei Meilen mit, wenn ein Soldat dich auffordert, seine Ausr\u00fcstung eine Meile zu schleppen! Halte die andere Backe hin, wenn einer dir eine runterhaut!<br \/>\nIch, Judas, wu\u00dfte doch immer: der bringt es nicht! La\u00dft uns einen ande\u00adren suchen, nicht so einen Weichling, sondern einen, der gewaltig drauf\u00adhaut und was \u00e4ndert, der nicht viele Worte macht, aber Taten vorzeigt!<br \/>\nEs war ein nettes Zubrot, was ich bei der Sache noch dazuverdienen konnte! Ich sage ja immer: nur Bargeld lacht!<\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 4: J\u00fcnger 1<br \/>\n+ J\u00fcnger 2:<\/strong><\/p>\n<p>Uns beide hat er geschickt. Wir sollten den Raum f\u00fcr die Feier vorbereiten und das Passa-Mahl. Er hatte wohl Beziehungen, kannte jemanden von fr\u00fcher. Wir haben blo\u00df ausgerichtet, was er uns aufgetragen hatte:<br \/>\n\u2018Der Meister l\u00e4\u00dft dir sagen: Meine Zeit ist nah; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen J\u00fcngern.\u2019<br \/>\nWir mu\u00dften nicht betteln, nicht einmal verhandeln. Ein gro\u00dfes Zimmer, der Platz am Tisch w\u00fcrde f\u00fcr uns alle reichen. Die K\u00fcche des Hauses half uns mit den Speisen: wir brieten das Lamm, einer hat den Salat und das leckere Frucht-Mus besorgt, ich habe den Brotteig geknetet, den Wein hat uns der Hausherr verkauft.<br \/>\nDie Vorfreude auf ein Fest &#8211; ich glaube, ihr kennt das alle: wir waren gesch\u00e4ftig und mit unseren Gedanken schon bei dem feierlichen Essen. Wir w\u00fcrden zusammensein die ganze Nacht, Gott loben und ihm danken &#8211; und es uns gut gehen lassen.<br \/>\nOb Andreas wieder betrunken sein und als erster einschlafen w\u00fcrde? Oder Petrus: welche tollen Geschichten w\u00fcrde er diesmal erz\u00e4hlen?<br \/>\nJudas w\u00fcrde bestimmt wieder verbiesterte Reden schwingen &#8211; und wir anderen w\u00fcrden nur dr\u00fcber lachen.<br \/>\nJa, es war eine sch\u00f6ne Vorbereitung und Vor-Freude! Jesus in unserer Mitte &#8211; wir als seine Familie: das Passa-Fest konnte beginnen!<\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 5: Petrus + J\u00fcnger 3:<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mich furchtbar erschrocken: Wir waren mitten in der ausgelassenen Feier. Wir hatten zu Essen und zu Trinken. Wir waren friedlich beisammen. Und dann sagt Jesus pl\u00f6tzlich:<br \/>\n\u2018Wahrlich, ich sage euch: einer unter euch wird mich verraten!\u2019<br \/>\nMir blieb der Bissen im Hals stecken. Jesus verraten? Erst wurde es ganz still, dann h\u00f6rte man, da\u00df zwei von uns sich vor Schreck verschluckt hatten. Jesus verraten: Wer w\u00fcrde das tun?<br \/>\n\u2018Bin ich\u2019s?\u2019<br \/>\n\u2018Bin ich\u2019s?\u2019 &#8211; \u2018Bin ich\u2019s?\u2019<br \/>\n\u2018Bin ich\u2019s?\u2019<br \/>\nAlle redeten durcheinander, fragten ihn einzeln:<br \/>\n\u2018Bin ich\u2019s?\u2019<br \/>\n\u2018Bin ich\u2019s?\u2019<br \/>\nDie Stimmung war hin. Wie ein schwarzes Tuch senkte sich eine gro\u00dfe Betr\u00fcbnis \u00fcber uns. Das Essen schmeckte nicht mehr. Angst kroch in uns hoch: was w\u00fcrde noch geschehen in dieser Nacht?<br \/>\nWir konnten es nicht glauben, als Jesus den Verr\u00e4ter identifizierte &#8211; und doch wu\u00dfte jeder von uns:<br \/>\nIch bin\u2019s auch.<br \/>\nIch bin\u2019s auch.<\/p>\n<p><strong> Rezitation \/ Szene 6: Petrus (allein): <\/strong><\/p>\n<p>Alle w\u00fcrden wir uns heute nacht \u00e4rgern \u00fcber ihn, hatte Jesus gesagt. Alle w\u00fcrden wir zerstreut werden, w\u00fcrden ohne ihn als Hirten auseinanderlaufen, verschwinden, in alle Winde zerstreut.<br \/>\nIch, ich wollte nicht zu \u2018Allen\u2019 dazugeh\u00f6ren. Ich nicht! Ich w\u00fcrde mich nicht \u00e4rgern \u00fcber ihn. Ich w\u00fcrde bei ihm bleiben, was immer auch geschieht. Es war meine Entdeckung: er ist der Christus Gottes. Ich bin der Fels, auf dem seine Gemeinde aufgebaut w\u00fcrde &#8211; das hatte er mir zugesagt. Ich w\u00fcrde nicht zusammenbrechen, ich w\u00fcrde standhaft sein, ganz klar! Ich w\u00fcrde k\u00e4mpfen, in unverbr\u00fcchlicher Treue, tapfer und stark!<br \/>\nDa wu\u00dfte ich noch nicht, wie schwach ich bin: ich wu\u00dfte nicht, da\u00df ich Angst haben w\u00fcrde. Ich konnte mir nicht vorstellen, was diese Nacht aus mir machen w\u00fcrde &#8211; noch vor dem ersten Hahnenschrei: Auch ich ein Verr\u00e4ter, einer, der nichts mehr wissen wollte davon, da\u00df er zu Jesus geh\u00f6rt hatte.<br \/>\nDas war zu viel f\u00fcr mich: es \u00fcberstieg meine Vorstellungskraft und meine Willenskraft. Ich hatte zuviel \u2018Ich\u2019 gesagt: auch das war zu viel f\u00fcr mich.<br \/>\nAm Ende war ich mit meinen Tr\u00e4nen allein.<\/p>\n<p><strong>Rezitation \/ Szene 7: J\u00fcnger 1<br \/>\n+ J\u00fcnger 2: <\/strong><\/p>\n<p>Als er uns bat, mit ihm zu wachen, da wu\u00dften wir noch nicht, was ihn wirklich erwartet.<br \/>\n\u2018Meine Zeit ist nah\u2019 &#8211; hatte er das nicht gesagt?<br \/>\nWas es bedeutete, wurde uns erst sp\u00e4ter klar.<br \/>\nWarum waren wir nur so m\u00fcde?<br \/>\nWarum haben wir seine Angst nicht gesp\u00fcrt?<br \/>\nWarum haben wir ihn allein gelassen? Warum?<br \/>\nRezitation \/ Szene 8: Judas:<\/p>\n<p>Als ich ihn k\u00fcsste, da wu\u00dfte ich noch nicht, was ich damit angerichtet hatte. Als ich ihn k\u00fcsste, wurde mir erst klar: ich sprach mein eigenes Urteil. Als ich ihn k\u00fcsste, zitterte der Boden unter meinen F\u00fc\u00dfen.<br \/>\nAls ich ihn k\u00fcsste, wurden meine Ahnungen zur Gewi\u00dfheit: ein Ende &#8211; ein Anfang &#8211; alles aus &#8211; alles neu&#8230;<\/p>\n<p><strong>Rezitation \/ Szene 9: Hoherpriester: <\/strong><\/p>\n<p>Als wir ihn endlich hatten, da wu\u00dften wir noch nicht, da\u00df dieser Jesus uns auch sp\u00e4ter noch \u00c4rger machen w\u00fcrde. Seine Leute waren ja schnell abgetaucht &#8211; obwohl wenigstens einer noch ordentlich um sich geschlagen hatte.<br \/>\n\u2018K\u00f6nig\u2019 hat Jesus sich genannt im Verh\u00f6r vor Pilatus &#8211; es w\u00e4re zum Lachen, wenn nicht sogar ich gesp\u00fcrt h\u00e4tte: er hatte recht.<\/p>\n<p><strong>Rezitation \/ Szene 10: Frau mit Salb\u00f6l<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt erinnere ich mich! Jesus hat zu der Geschichte mit dem Salb-\u00d6l noch etwas gesagt: ich h\u00e4tte damit schon die Toten-Salbung vorweggenommen.<br \/>\nIch hatte keine Ahnung, was er damit meinte. Aber er wu\u00dfte schon, was geschehen w\u00fcrde: alle w\u00fcrden ihn verlassen, einsam und allein w\u00fcrde er am Ende abgef\u00fchrt &#8211; zum Richter und zum Henker.<br \/>\nH\u00e4tte ich bei ihm bleiben k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Abendmahlsgebet: <\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, wir freuen uns, da\u00df wir an deinen Tisch geladen sind. Wir sind deine Menschen, deine Gemeinde, deine J\u00fcnger. Wir sind voller Freude &#8211; und voller Betroffenheit. Voller Erinnerung und voller Hoffnung. Doch dann sind wir die Erschockenen, die Ertappten, die Verr\u00e4ter.<br \/>\nJa, Herr, wir werden dir immer wieder untreu. Und auch den Menschen, die uns brauchen, werden wir nicht gerecht. Wir sind viel kleiner, als wir uns geb\u00e4rden, wir sind viel schw\u00e4cher, als wir erscheinen m\u00f6chten.<br \/>\nWir werden immer wieder schuldig. So bleiben wir angewiesen auf dich und deine Gnade. Herr, wir hoffen auf dich. Deshalb bitten wir dich: vergib uns unsere Schuld.<br \/>\nDen du, Herr, hast Macht zu heilen. An deinem Tisch haben auch die Versager und Verr\u00e4ter ihren Platz. Dein Wort tr\u00f6stet die S\u00fcnder und weckt noch in Sterbenden Hoffnung. Sprich zu uns, Herr, und heile uns. T\u00f6te den alten Menschen, den Menschen der L\u00fcge und der Habgier und der Bosheit, und rufe einen neuen Menschen ins Leben, der nach deinem Glauben lebt und handelt. Herr, hilf uns glauben, damit wir leben. Amen.<\/p>\n<p><strong>Einsetzungsworte <\/strong><\/p>\n<p>Unser Herr Jesus Christus nahm in der Nacht, in der er verraten wurde, das Brot, dankte und brach es und gab es seinen J\u00fcngern und sprach: nehmt und esst, das ist + mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Ged\u00e4chtnis.<br \/>\nDesgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmt und trinkt alle daraus, dieser Kelch ist der neue Bund in + meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird zur Vergebung der S\u00fcnde. Das tut, sooft ihr&#8217;s trinkt, zu meinem Ged\u00e4chtnis.<br \/>\nKommt, denn es ist alles bereit;<br \/>\nschmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.<\/p>\n<p><strong>Schlu\u00dfgebet: <\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, du hast vor deinem Leiden gesagt: \u2018Ich werde nicht mehr von diesem Gew\u00e4chs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich\u2019.<br \/>\nWir haben deine N\u00e4he gesp\u00fcrt. Im Abendmahl bist du unter uns gewesen, wir haben einen Moment mit dir in deines Vaters Reich verbracht. Wir sind erf\u00fcllt und gest\u00e4rkt &#8211; und das tut uns gut.<br \/>\nNun bittest du uns: \u2018Bleibet hier und wachet mit mir\u2019. Und wir merken: wir sind aufgew\u00fchlt und zerrissen. Wir haben die Gemeinschaft erfahren und wissen doch: wir sind zu schwach und zu bequem, wir sind zu m\u00fcde, um an deiner Seite zu bleiben. Wir wollen uns M\u00fche geben, aber wir brauchen daf\u00fcr deine Kraft.<br \/>\nSo bitten wir dich: bleib du an unserer Seite. Wenn wir verspottet und verraten werden, dann tr\u00f6ste du uns. Wenn wir die schlimmen und schmerzhaften Wege gehen m\u00fcssen, dann halte du unsere Hand. Und wenn wir einmal aus diesem Leben Abschied nehmen m\u00fcssen, dann hei\u00dfe du uns willkommen.<br \/>\nDir sei Ehre alle Zeit und in Ewigkeit.<\/p>\n<p><strong>Andreas Kern<br \/>\nFriedrichstrasse 60<br \/>\n21244 Buchholz<br \/>\nPhone +49-4181-7714<br \/>\nFax +49-4181-2349669<br \/>\n<a href=\"mailto:a-kern@t-online.de\">a-kern@t-online.de<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2018Bleibet hier und wachet mit mir\u2019 Gottesdienst am Gr\u00fcndonnerstag (21.00 Uhr) &#8211; anschlie\u00dfend Nachtwache in der Kirche mit st\u00fcndlichem Gebet \u00dcberblick: Rezitation \/ Szene 1: Frau mit Salb\u00f6l: Ich mu\u00dfte es tun. &#8230; Vorspiel Einf\u00fchrung in den Abend Lied Rezitation \/ Szene 2: Hoherpriester: Kaiphas hei\u00dfe ich. &#8230; Gebet Rezitation \/ Szene 3: Judas: Jesus, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,727,114,708,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9857","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelle","category-archiv","category-deut","category-gruendonnerstag","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9857"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14271,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9857\/revisions\/14271"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9857"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9857"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9857"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9857"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}