{"id":9891,"date":"2021-02-07T19:49:34","date_gmt":"2021-02-07T19:49:34","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9891"},"modified":"2022-10-17T11:10:10","modified_gmt":"2022-10-17T09:10:10","slug":"predigt-zu-seht-hin-er-ist-allein-im-garten-eg-95","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-seht-hin-er-ist-allein-im-garten-eg-95\/","title":{"rendered":"Predigt zu &#8222;Seht hin, er ist allein im Garten&#8220; (EG 95)"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>(Vorbemerkung zur Predigt: Benutzt wird die \u00dcbersetzung von Ulrich Wilckens, weil sie u.a. die taufliedartige Form der ersten Verse ber\u00fccksichtigt. Auch die Predigt legt den Schwerpunkt auf die Verse 3 &#8211; 5.)<\/p>\n<p align=\"center\">I<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten unter uns sind die biblischen Berichte vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu an diesem Sonntag nach Ostern noch gegenw\u00e4rtig. In Erinnerung ist das letzte Mahl Jesu mit dem Kreis der J\u00fcnger und seine Nacht im Garten Gethsemane. Jesus betete in dieser Nacht. Er brachte vor Gott, was ihn im tiefsten bewegte. Aber die mitgenommenen J\u00fcnger vermochten nicht, mit Jesus zu wachen. Sie wurden in der Nacht vor der Jerusalemer Entscheidung vom Schlaf \u00fcbermannt. In einem neuen Lied wird diese Szene im Garten Gethsemane dargestellt.<\/p>\n<p>&#8222;Seht hin, er ist allein im Garten. \/ Er f\u00fcrchtet sich in dieser Nacht, \/ weil Qual und Sterben auf ihn warten \/ und keiner seiner Freunde mit ihm wacht. \/ Du hast die Angst auf dich genommen, \/ du hast erlebt, wie schwer das ist. \/ Wenn \u00fcber uns die \u00c4ngste kommen, \/ dann sei uns nah, Herr Jesus Christ!&#8220; (EG 95, 1)<\/p>\n<p>Wir kennen den Fortgang der Ereignisse: es folgten die Verhaftung und die Verurteilung durch den r\u00f6mischen Statthalter Pilatus zum schm\u00e4hlichen Tod am Kreuz. Karfreitag ist das Kennzeichen f\u00fcr den Tod eines Unschuldigen geworden. &#8222;Gestorben und begraben&#8220; hei\u00dft es im Glaubensbekenntnis. Die M\u00e4nner und Frauen im Kreis um Jesus hat nach Karfreitag ein Schock des Schreckens und eine gro\u00dfe Traurigkeit \u00fcberfallen. Nach Karfreitag lastete die Frage auf ihrer Seele: &#8222;Wie wird es weitergehen mit der Sache Jesu&#8220;? Ist jetzt alles aus? Einige J\u00fcnger sind wahrscheinli ch aus Jerusalem geflohen. Sie sind, wie manche vermuten, erst einmal in Galil\u00e4a, wie wir heute sagen, untergetaucht. Nur einige Frauen sind am dritten Tag zum Grab gegangen. Sie wollten tun, was das Trauerritual von ihnen fordert. Der Karfreitag hatte bei ihnen gro\u00dfe Trauer, Weinen und Klagen ausgel\u00f6st. Ihr Freund und Meister, Jesus von Nazareth, weilte nicht mehr unter den Lebenden. Ganz auf den Abschied eingestellt, gingen die Frauen zum Grab.<\/p>\n<p>\u00dcber das unvergleichliche, staunenerregende und sie \u00fcberw\u00e4ltigende Geschehen, das ihnen auf dem Wege zum Grab widerfuhr, gibt es keinen neutralen historischen Bericht. Es gibt nur die Kunde der Frauen. Diese berichtet eine Erfahrung, die sie verwandelte. Ihre Traurigkeit wurde &#8211; was f\u00fcr den distanzierten Betrachter schwer zu begreifen ist -\u00edn eine Lebensgewi\u00dfheit verwandelt. Jesus Christus erschien ihnen in einer \u00b4Vision\u00b4 als der lebendige Herr. S o berichten es auch Petrus und sp\u00e4ter der Apostel Paulus. (Vgl. 1. Kor. 15,8). Dieses unvergleichliche, in Worte schwer zu fassende Geschehnis, hat Menschen zu Glaubenszeugen des Auferstandenen gemacht. Diese Erfahrung, die die Gedanken in die Welt Gottes f\u00fchrt, ist immer mit dem Lob Gottes verbunden gewesen. Er hat in der Auferweckung Jesu als Gott sch\u00f6pferisch neu gehandelt. Im Lied der Christenheit wurden darum die Auferstehungskunde und das Lob Gottes miteinander verbunden. Das gro\u00dfe Staunen wurde so zum Ausdruck gebracht. In der 2. deutschen Strophe des lateinischen Hymnus Resurrexit Dominus hei\u00dft es:<br \/>\n&#8222;Es ist erstanden Jesus Christ, \/ der an dem Kreuz gestorben ist, \/ dem sei Lob, Ehr zu aller Frist. \/ Hallejuja, Hallejuja.&#8220; (EG 100, 2)<\/p>\n<p align=\"center\">II<\/p>\n<p>Der erste Sonntag nach Ostern nimmt auf dieses Grundzeugnis der Kirche von Karfreitag und Ostern besonderen Bezug. Beides ist ja nicht zu trennen. Wieder bringen das die Lieder zum Ausdruck. Marin Luther dichtete kein eigenes Passionslied, aber er nahm den Bezug auf Karfreitag in sein Osterlied mit hinein. Joh. Seb. Bach schuf daraus seine gro\u00dfe Kantate:<br \/>\n&#8222;Christ lag in Todesbanden, \/ f\u00fcr unsere S\u00fcnd gegeben, \/ der ist wieder erstanden \/ und hat uns bracht das Leben.&#8220; (EG 101, 1)<\/p>\n<p>In den Anf\u00e4ngen der Christenheit fanden die Taufen in der Osternacht statt. Nach der Nacht, fr\u00fchmorgens im aufsteigenden Licht des Tages, wurden die neu hinzugekommenen Erwachsenen getauft. Sie trugen als \u00e4u\u00dferes Zeichen der Taufe wei\u00dfe Kleider. Sie sprachen das Bekenntnis zum gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Sie priesen Gott um des gro\u00dfen Wunders willen, da\u00df er Jesus Christus nicht im Tode gelassen hat. Mit anderen Worten gesagt: Der heilige, hocherhabene und barmherzige Gott hat dem gekreuzigten Jesus von Nazareth nach dessen Tod Anteil an seinem ewigen Leben gegeben. Zu diesem Glauben und Vertrauen rufen uns die biblischen Zeugen. Der Text f\u00fcr die heutige Predigt steht im 1.Brief des Petrus, Kap.1 in den Versen 3-9 (nach der \u00dcbersetzung von Ulrich Wilckens):<\/p>\n<p>3. Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus: In seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit hat er uns neu gezeugt (wiedergeboren) Zum Leben, auf das wir hoffen d\u00fcrfen Durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten; 4. Zum Empfang eines Erbteils, das unverg\u00e4nglich, unbefleckt und unverwelklich Im Himmel f\u00fcr euch verwahrt ist. 5. Und Gottes Macht h\u00e4lt durch den Glauben \u00fcber euch Wacht, Da\u00df ihr das Heil erlangt, das schon bereit liegt, Offenkundig zu werden, wenn die Endzeit anbricht. 6. Dann werdet ihr jubeln, die ihr jetzt, wo es sein mu\u00df, noch ein wenig durch allerlei Versuchungen Leid erfahren m\u00fc\u00dft. 7. So soll sich nur um so mehr herausstellen, da\u00df euer Glaube echt ist, viel wertvoller als Gold, das vergeht, selbst wenn es seine Echtheit durch s Feuer hindurch bew\u00e4hrt. Das wird euch zu Lob, Herrlichkeit und Ehre gereichen, wenn Jesus Christus aus der Verborgenheit hervortreten wird. 8. Ohne ihn zu sehen, liebt ihr ihn. Noch ohne ihn zu schauen, glaubt ihr gleichwohl an ihn: So werdet ihr jubeln in unaussprechlicher, herrlicher Freude, 9. wenn ihr das Ziel eures Glaubens erreicht: das Heil eures Lebens.<\/p>\n<p>Der verlesene biblische Text zeichnet sich durch eine gehobene Sprache aus. Feierlich klingen die ersten Verse. Der Eingangsvers ist auch der Wochenspruch dieser Woche. Aber auch in anderen gottesdienstlichen Zusammenh\u00e4ngen wird er \u00f6fters gebraucht. Er thematisiert ja einen Grundaspekt christlichen Glaubens. &#8222;Gelobt (gepriesen) sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit wiedergeboren (neu gezeugt) hat, zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Christi von den Toten.&#8220; Der Vers will aussagen, was unverzichtbar ist am christlichen Glauben. Besonders hervorgehoben hat der Verfasser des 1. Petrusbriefes den Hoffnungsaspekt. Gegen die Resignation und Verzagtheit und gegen den Lebenspessimismus hat er frohgemut die christliche Hoffnung gestellt. Er kennt vom Karfreitag her die Bedr\u00e4ngnis von Leid und Anfechtung in dieser Welt. Er wei\u00df, welchen Tod in Verlassenheit Jesus im Gehorsam gegen\u00fcber Gott auf Golgatha erlitten hat. Der Karfreitag kann in dieser Weltenzeit nicht vergessen werden. Jesus hat zudem Schwestern und Br\u00fcder im Leiden. &#8211; Aber wir Christen sollen in unserem Glauben nicht kurzatmig werden. Christen sollen nicht nur vom Karfreitag her denken. Denn Ostern ist Gottes Argument f\u00fcr die Hoffnung. Ostern richtet unseren Blick nach vorn. Hier kann unsereiner &#8222;positiv&#8220; denken lernen, sich von der Resignation abzuwenden beginnen. Denn seit Ostern ist Jesus nicht nur unser Mitmensch im Leiden, sondern er ist derjenige, der als unser Bruder den Weg in Gottes Herrlichkeit vorausgegangen ist. Wir d\u00fcrfen auf Gottes zuk\u00fcnftige Welt hoffen, auch wenn diese unserem Wissen noch verborgen ist.<\/p>\n<p>Der Theologe Karl Barth hat gegen Ende seines Lebens seinen Freund in einem Telefongespr\u00e4ch ermutigt: &#8222;Gott sitzt im Regiment! Darum f\u00fcrchte ich mich nicht. Bleiben wir doch zuversichtlich auch in den dunkelsten Augenblicken. Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung f\u00fcr alle Menschen, f\u00fcr die ganze V\u00f6lkerwelt!&#8220; Barth wu\u00dfte in diesem Telefonat nicht, da\u00df diese S\u00e4tze zu den letzten in seinem Leben z\u00e4hlen w\u00fcrden. \u00c4hnlich hat der Fernsehmoderator Hans-Joachim Kuhlenkampf am Ende seines Lebens von der christlichen Hoffnung her sein Ziel benannt. Sein knappes Verm\u00e4chtniswort lautete: &#8222;Ich wei\u00df nicht, wohin ich gehe, aber ich hoffe.&#8220;<\/p>\n<p align=\"center\">III<\/p>\n<p>Manche Bibelausleger vermuten, da\u00df in den wohlgeformten \u00fcberschwenglichen ersten Versen des heutigen Predigttextes ein altes Tauflied aufgenommen worden ist. Christen werden hier auf den Neuanfang ihres Lebens durch die Taufe hin angeredet. Der Briefschreiber verwendet ein k\u00fchnes Bild. Die Taufe ist f\u00fcr ihn eine \u00b4neue Zeugung\u00b4 des Menschen, eine \u00b4Wiedergeburt\u00b4. So m\u00f6chte er das Ergriffensein vom Geist Gottes andeuten. Vor Augen hat er Erwachsene, die die Taufe bewu\u00dft als Abkehr von ihrer bisherigen Religion empfangen haben und sich \u00fcber das Heil ihres Lebens freuen.<\/p>\n<p>Unsere heutige Taufpraxis ist differenzierter und vielgestaltiger als in der damaligen Zeit. Die Taufe kann heute an unterschiedlichen Stellen im Lebenslauf von Menschen stehen. Es gibt Taufen, die im Erwachsenenalter vollzogen werden. Besonders aus den Landeskirchen der ehemaligen DDR hat es dar\u00fcber eindr\u00fcckliche Berichte gegeben. Menschen, die solche Taufen f\u00fcr sich erbitten, wollen dadurch ihre Hinwendung zum christlichen Glauben vol lziehen. Diese Taufen sind in besonderer Weise Bekenntnistaufen. Die Getauften wollen eine Wendung im Leben vollziehen. Die Gabe der Taufe soll ihr Leben ver\u00e4ndern. Andere Taufen k\u00f6nnen am Anfang eines von Eltern und Paten verantwortlich begleiteten Lebensweges stehen. Das Wissen \u00fcber den christlichen Glauben wird dann vor allem im Konfirmandenunterricht erlangt. Grunds\u00e4tzlich ist die erste Einf\u00fchrung in den christlichen Glauben aber eine Aufgabe der kindlichen Erziehung. Biblische Geschichten sollten kindgem\u00e4\u00df erz\u00e4hlt werden; es ist gut, wenn Kinder schon fr\u00fch das Beten lernen und seinen Ernst begreifen. Schlie\u00dflich erfolgen Taufen heute immer wieder an der Schwelle zur eigenen Entscheidungsf\u00e4higkeit, n\u00e4mlich im Alter von ca. 8-15 Jahren.<\/p>\n<p>Manche Beispiele fallen mir dazu ein. Ich denke an Eltern, die darauf Wert legen, da\u00df Kinder alt genug sind, um die Taufe bewu\u00dft miterleben zu k\u00f6nnen. Wir Erwachsenen sind dann gefragt, wie wir Kindern und Jugendlichen die Taufe verst\u00e4ndlich machen k\u00f6nnen. Der Taufunterricht, auch mit Hilfe von Eltern, w\u00e4re ein guter Reformansatz. Die unterschiedlichen Taufalter haben insofern eine positive Bedeutung f\u00fcr das Gespr\u00e4ch zwischen Christen und auch Kirchenfernen. Sie k\u00f6nnten Anla\u00df dazu sein, da\u00df die Verst\u00e4ndigung \u00fcber die Taufe wieder fruchtbarer und lebendiger wird. Hier sind das eigene Nachdenken und der gegenw\u00e4rtige Gedankenaustausch gefragt.<\/p>\n<p align=\"center\">IV<\/p>\n<p>Der heutige Predigttext aus dem 1. Petrusbrief enth\u00e4lt mehrere Stichworte. In Verbindung mit dem Osterfest und mit Bezug auf die Erwachsenentaufe er\u00f6ffnet er Zug\u00e4nge zu dem christlichen Katechismus. Der Glaube ist sein erstes Stichwort. Der Briefschreiber f\u00fcgt Gedanken hinzu \u00fcber die Anfechtung und \u00fcber die Gef\u00e4hrdung des christlichen Glaubens. Kritik gab es schon immer, besonders unter den distanzierten Zuschauern. Aber wer \u00fcber den christlichen Glauben mitreden will, der ist eingeladen, eigene Erfahrungen mit ihm zu machen. Sonst bleibt er drau\u00dfen vor der T\u00fcr stehen. Nur jemand, der selbst lebenspraktisch und denkerisch den christlichen Glauben ausprobiert, kann Erfahrungen mit ihm machen. Nur so wird sich erweisen, ob der Glaube eines Menschen echt ist und von diesem zu einer Herzenssache gemacht worden ist. Der Verfasser des 1. Petrusbriefes f\u00fcgt hinzu, da\u00df durch von au\u00dfen kommende Anfechtungen und Versuchungen die pers\u00f6nliche Echtheit des Glaubens erprobt werde. Er verteilt in diesem Fall ein G\u00fctesiegel. Ein f\u00fcr echt befundener Glaube sei vor Gott &#8222;kostbarer als das verg\u00e4ngliche Gold&#8220;, das mit dieser Welt einmal vergehen wird, selbst wenn durch Feuerschmelze seine Reinheit erwiesen worden ist.<\/p>\n<p>Das 2. Stichwort des verlesenen Predigttextes ist die Hoffnung, die \u00f6sterliche Zuversicht des christlichen Glaubens. Ein Christ schaue nach vorn. Sein Leben habe ein Ziel, das nicht an die Todesgrenze gebunden ist. Auf Leben im Angesicht des heiligen Gottes hoffen wir durch die Auferstehung Jesu von den Toten. Diese Hoffnung ist freilich in dieser Weltenzeit kein Wissen. Die Sprache des Glaubens bedarf darum der Bilder und Symbole.<\/p>\n<p>Der Predigttext f\u00fcr den heutigen Sonntag nach Ostern ist vor einigen Jahrzehnten ge\u00e4ndert worden. Fr\u00fcher stammte der Predigttext des Sonntags aus dem 1. Johannesbrief. Dieser Brief ist mir heute im Sinn. Seine Gedanken sollen zum Anla\u00df genommen werden, um ein 3. Stichwort zu den zwei genannten Begriffen aus dem 1. Kap. des 1. Petrusbriefes hinzuzuf\u00fcgen. Das Stichwort lautet Liebe. Dies Wort m\u00f6chte ich entfalten in seiner dreifachen Gestalt, in der es im Neuen Testament beschrieben wird. Jesus selbst wurde gefragt, welches das h\u00f6chste Gebot sei. Wir kennen seine Antwort. Er gab sie im Anschlu\u00df an Mose. (Vgl. Mt 22, 37ff) Voran steht die Gottesliebe. &#8222;Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gem\u00fct.&#8220; Das andere aber ist ihm nach Jesu Urteil gleich: &#8222;Du sollst Deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst&#8220;.<\/p>\n<p>Wir erleben es immer wieder: die Macht der Liebe kann Entfremdungen und Feindschaften \u00fcberwinden,. Es kann geschehen, da\u00df Trennungen geheilt werden. Im 1. Johannesbrief steht das zuversichtliche und auch erstaunliche Wort: &#8222;Wir wissen, da\u00df wir aus dem Tod in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Br\u00fcder und Schwestern.&#8220; (3, 14) Darum sind wir nicht gefragt, ob wir unsere N\u00e4chste oder unseren N\u00e4chsten sympathisch finden, sondern diese sollen als unsere Mitmenschen unsere notwendige Hilfe finden. Und was meint Jesus schlie\u00dflich mit dem Satz, den N\u00e4chsten zu lieben wie sich selbst? Er denkt nicht an die egoistische Selbstliebe, die nichts anderes ist als brutaler Egoismus. Mit dieser dritten Form der Liebe ist die Selbstannahme gemeint. Sie ist die Freiheit, sich selbst anzunehmen, auch wenn einem vieles an sich selbst nicht gef\u00e4llt. Was m\u00f6ge uns also heute im Ged\u00e4chtnis bleiben? Glaube, Hoffnung und Liebe sind die drei Stichworte und Symbole f\u00fcr Lebenswirklichkeiten, die uns in den Monaten nach Ostern begleiten m\u00f6gen. Sie sind Meilensteine auf dem Weg zu Gottes neuer Sch\u00f6pfung. Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Liedvorschl\u00e4ge: EG 99; 561 (Rheil. \/ Westf.) Jesus unser Trost und Leben; 331, 1.2.9-11<\/p>\n<p><strong>Prof. em. Dr. Friedrich Wintzer<br \/>\n53340 Meckenheim<br \/>\nStettiner Weg 12<br \/>\ne-mail: <a href=\"mailto:fWintzer@t-online.de\">fWintzer@t-online.de<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Vorbemerkung zur Predigt: Benutzt wird die \u00dcbersetzung von Ulrich Wilckens, weil sie u.a. die taufliedartige Form der ersten Verse ber\u00fccksichtigt. Auch die Predigt legt den Schwerpunkt auf die Verse 3 &#8211; 5.) I F\u00fcr die meisten unter uns sind die biblischen Berichte vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu an diesem Sonntag nach Ostern noch gegenw\u00e4rtig. 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