{"id":9897,"date":"2021-02-07T19:49:34","date_gmt":"2021-02-07T19:49:34","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9897"},"modified":"2022-10-17T11:22:45","modified_gmt":"2022-10-17T09:22:45","slug":"1-petrus-221b-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-221b-25\/","title":{"rendered":"1. Petrus 2,21b-25"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p><strong> <a href=\"#predigt\">Zur Predigt<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong> Notwendige Vorbemerkung: <\/strong><\/p>\n<p>Kaum ein Text des NT unterliegt, zumal in einem Teil der einschl\u00e4gigen \u201ePredigtmeditationen\u201c, also der Predigtvorbereitungsliteratur, einer so scharfen, bisweilen gar geh\u00e4ssig-distanzierten Kritik wie der vorliegende, um den es an diesem Sonntag geht. Der Eindruck d\u00fcrfte nicht falsch sein, hier &#8211; bei diesen Aburteilungen &#8211; sei prim\u00e4r eine \u201aHermeneutik des Verdachts\u2019 wirksam, welche sich die an sich durchaus gerechtfertigten Mittel der Sachkritik in einem vermeintlich ideologiekritischen Sinne zueigen mache, ohne doch zu erkennen, wie sehr sie selber von nun allerdings unreflektierten ideologischen Vorgaben bestimmt ist.<\/p>\n<p>Man braucht sich etwa nur die Ausf\u00fchrungen von Hans-Hermann H\u00fccking und Helmut Eichler in den <em>Predigtstudien f\u00fcr das Kirchenjahr 1986. Perikopenreihe II \u2013 Zweiter Halbband, Stuttgart 1986, 33ff <\/em>zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren, um daf\u00fcr ein drastisches Beispiel zu haben. Schlimmer kann ein biblischer Text kaum aus einer Position besserwisserischer Arroganz heraus verkannt, seiner historischen Einbettung entledigt und in seinem Sachanliegen in vermeintlich religionskritischer Manier im Gefolge des Nietzscheanischen Sklavenmoralvorwurfs zugrundegerichtet und abgeurteilt werden. Der mitschwingende Vorwurf des Quietismus und einer konservativistischen Perpetuierung von klassenspezifischen Unterdr\u00fcckungsmechanismen im Sinne des Marx\u2019schen Opiumverdachtes d\u00fcrfte dabei noch zu den leichteren Injurien zu rechnen sein.<\/p>\n<p>Wozu solcherart ahistorisch-\u00fcberheblicher Distanzierungswille f\u00fchrt, hatte schon Ulrich Luz 1974 (in: Predigtstudien II 2) verdeutlicht, indem er eine Predigt \u00fcber diesen als nicht predigbar eingestuften Text rundweg ablehnte (S. 52 dort) und ihn damit dem Vergessen anheimfallen lassen wollte.<\/p>\n<p>\u00c4rgerliche Texte sind aber dazu da, als solche wahrgenommen zu werden, zumal die biblische Botschaft in ihrem Grundzug contra hominem geht und den allzumenschlichen Erwartungen nicht nur au\u00dfergew\u00f6hnlicherweise widerspricht. Bevor man einen Text \u201agegen seinen Strich b\u00fcrstet\u2019 (so die Absicht von Hans-Hermann H\u00fccking, aaO., 37), sollte man sich die M\u00fche machen, im Nachvollzug seines Striches so weit zu kommen, da\u00df man ihn nicht nur in seiner Oberfl\u00e4chenstruktur begreift und von daher zu dem abstrusen Urteil gelangt: \u201eDas NT ist in seiner Substanz eine einzige Gegenpredigt gegen den 1. Petrusbrief hinsichtlich seiner Aussagen im vorgegebenen Predigttext\u201c (so H. Eichler, aaO., 37; vgl. auch 39 unten). Das mu\u00df als Ergebnis einer vorurteilsbeladenen Exegese wohl herauskommen, wenn man diese auf die Anw\u00fcrfe der Lieblosigkeit (\u201eDie Lieblosigkeit des 1. Petr ist ersch\u00fctternd!\u201c; 38), der Disziplinierung von Disziplinierten, der Bedr\u00fcckung von Gedr\u00fcckten, der Entehrung von Entehrten, der Verweigerung von Solidarit\u00e4t, der Anbiederung an die Slavenhaltergesellschaft und \u2013mentalit\u00e4t der nichtchristlichen Umwelt, der Jesusferne und der Entstellung des Glaubens in seinem Kern restringiert.<\/p>\n<p>Solche Verkennungen der Substanz des Textes r\u00fchren zentral daher, da\u00df zwischen der christologischen Begr\u00fcndung, welche das Christuslied in V. 21ff liefert, und der p\u00e4ranetischen Nutzanwendung, also zwischen der Gerechtigkeit und dem Leiden Jesu und der Gerechtigkeit und dem Leiden der Christen, nicht sachgerecht unterschieden, sondern die unterschiedlichen Ebenen der Argumentation unzul\u00e4ssig und unvermittelt ineinandergemischt und vermengt werden. Die Kunst der Differenzierung aber ist die Kunst nicht nur exegetisch-historischer Textanalyse, sondern auch und mehr noch der theologischen Urteilsbildung \u00fcberhaupt. Erst dann n\u00e4mlich kann das wahre Skandalon des christlichen Glaubens, wie es sich in den Texten des NT niedergeschlagen hat und die o.g. Anw\u00fcrfe und Insinuationen weit \u00fcbersteigt, unverstellt und unmi\u00dfverst\u00e4ndlich hervortreten, das es nun durchaus weder abzumildern noch wegzuinterpretieren, sondern allererst in seiner anst\u00f6\u00dfigen Substanz recht zur Geltung zu bringen gilt.<\/p>\n<p>Der folgende Versuch kann dazu &#8211; gerade auf dem Hintergrund der dargestellten absprechenden Verkennung des Textes- gleichsam nur einen ersten Anlauf nehmen und beansprucht bewu\u00dft, weder die situativ-konkrete \u00dcbertragung und Vergegenw\u00e4rtigung des erschlossenen Textanliegens angemessen zu bewerkstelligen, noch bis zu demjenigen Punkt vorgedrungen zu sein, an dem das angezielte Skandalon in seiner letzten Tiefe so hervorzutreten vermag, da\u00df es ausf\u00fchrlich zur Darstellung kommen kann. Er kann vielmehr lediglich dazu dienen, den Weg dorthin nicht vorschnell abzubrechen oder sich ihn durch an den Text herangebrachte Vorurteile apriori zu verstellen, sondern ihn durch wenn auch m\u00fchevolle und langwierige, nicht zu einem schnellen Ende zu bringende einverstehende Interpretation offenzuhalten.<\/p>\n<p>Da\u00df seine sachlich wie sprachlich nicht \u201aanspruchslosen\u2019 theologischen Gedanken zu diesem Versuch einverstehender Textauslegung nur durch nochmalige \u201a\u00dcbersetzung\u2019 in die verschiedenen Gemeindekonstellationen adaptierbar sind, ist dem Vf. mehr als bewu\u00dft und d\u00fcrfte sich von selbst verstehen. Ihm ging es in erster Linie darum, den gedanklichen Rahmen abzustecken, innerhalb dessen sich solche Adaptionen vollziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><a name=\"predigt\"><\/a>Text: 1. Petr 2,21b-25 <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDenn auch Christus hat f\u00fcr euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. Er hat keine S\u00fcnde begangen, und in seinem Mund war kein tr\u00fcgerisches Wort. Er wurde geschm\u00e4ht, schm\u00e4hte aber nicht; er litt, drohte aber nicht; sondern \u00fcberlie\u00df seine Sache dem gerechten Richter. Er hat unsere S\u00fcnde mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien f\u00fcr die S\u00fcnde und f\u00fcr die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber seid ihr heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Predigt: <\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Wie kommt es heute, an diesem zweiten Sonntag nach Ostern, zu diesem Predigttext, der zun\u00e4chst gar nichts mit Ostern zu tun zu haben scheint?<\/p>\n<p>Jedoch: die \u00f6sterliche Zeit, in der wir uns befinden, ist und bleibt Nachklang und Wirkung der Passionszeit, sie bleibt durch diese gepr\u00e4gt und bestimmt. In ihrer Neuheit ist das Vergangene in seinem Bleibenden aufbewahrt. Und dies gilt, weil auch der Auferstandene die Wundmale des Gekreuzigten bleibend an seinem Auferstehungsleibe mit sich tr\u00e4gt, davon unausl\u00f6schlich gezeichnet ist. Der Erh\u00f6hte ist ja deshalb und insofern ein solcher, weil er zuvor ein Erniedrigter war, der auf immer Lebendige ein solcher, weil er zuvor ein Get\u00f6teter war; nur da\u00df die vergangene Stufe hier bei dem auferstandenen Jesus ihm unverlierbar bleibt, dieser eine und besondere Tod als der Tod des Todes an seinem Auferstehungsleben Anteil hat, ja ihm anhaftet und dieses wesentlich in seiner tod\u00fcberwindenden Qualit\u00e4t ausmacht.<\/p>\n<p>Das klingt schwierig, ist es aber nicht, es hei\u00dft schlicht dieses: der auferweckte Christus ist mit dem get\u00f6teten Jesus identisch! Durch die Auferstehung ist die Kreuzigung nicht einfach abgestreift und weggewischt, nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht oder zu einem blo\u00dfen Betriebsunfall verkommen, an den man sich besser nicht mehr erinnert, weil er mit unappetitlichen Vorstellungen verbunden ist. Nein, der Auferweckte ist kein anderer als der Gekreuzigte, beide sind ein und derselbe. Sie lassen sich nicht voneinander trennen, nicht auseinanderdividieren. Wer den einen haben will, mu\u00df auch den anderen nehmen. Kreuz und Auferstehung geh\u00f6ren unhintergehbar zusammen, ja sie sind im Grunde ein einziges Ereignis, ein Geschehenszusammenhang, in dem sich die verschiedenen Elemente gegenseitig interpretieren und fordern, erhellen und auslegen. Man mu\u00df sie zwar unterscheiden, darf sie aber nicht scheiden.<\/p>\n<p>Und weil dies so ist und darin die Wahrheit des christlichen Glaubens grundgelegt ist und zum Ausdruck kommt, darum kann an diesem nach\u00f6sterlichen Sonntag Misericordias Domini das Evangelium vom Leiden und Sterben Christi in dem uns aufgegebenen Predigttext erklingen, und zwar mit gro\u00dfem Recht, so eigenartig das uns zun\u00e4chst auch d\u00fcnken mag. Aber es kann auch \u00f6sterlich klingen, \u00f6sterliche Farbe annehmen, und d.h. ja, in seinen Konsequenzen f\u00fcr uns sichtbar gemacht werden.<\/p>\n<p>Die Predigt von der Auferweckung Jesu sagt ja aus, was das Kreuz f\u00fcr uns als Christen und f\u00fcr die Welt bedeutet. In sich ist sie leer, wenn sie nur einfach ein brutum factum, eine sog. blo\u00dfe Tatsache aussagen w\u00fcrde, sie braucht einen Inhalt, und den kann sie nur aus dem gewinnen, was wir von Jesus wissen, was er getan hat und was mit ihm geschehen ist. Von dort her wird sie sprechend und wird f\u00fcr uns ersichtlich, was es mit ihr auf sich hat, wof\u00fcr sie gut steht, was sie uns sagen soll, was Ostern hei\u00dft. Darum k\u00f6nnen wir auch den heutigen Predigttext als einen \u00f6sterlichen verstehen, der in die jetzige Kirchenjahreszeit hineinpa\u00dft. Die Rede von der Auferweckung Jesu enth\u00fcllt ja die Bedeutsamkeit des Leidens und Sterbens Jesu f\u00fcr uns und f\u00fcr die Welt.<\/p>\n<p>Eben dies tut unser Text aber nun in einer ganz eigent\u00fcmlichen Weise, die uns vielleicht zun\u00e4chst fremd und mi\u00dfverst\u00e4ndlich erscheint und an der wir uns reiben.<\/p>\n<p>Er stellt die Rede vom Leiden und Sterben Jesu n\u00e4mlich in einen ethischen Kontext, d.h. er verwendet sie, um an das sittliche Empfinden und Gewissen des Christen und d.h. an sein Weltverhalten zu appellieren, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Der Christ soll sich so verhalten, wie er es am Beispiel Jesu kennengelernt und vor Augen hat. Er soll sein Tun und Lassen am Leitbild Jesu ausrichten, er soll sich zur Nachfolge als Leidensnachfolge ermahnen lassen. Und diese steht unter dem Motto des gro\u00dfen tamen, wie Luther das genannt hat, des gro\u00dfen \u201eDennoch\u201c, oder man k\u00f6nnte auch sagen des \u201eObwohl\u201c.<\/p>\n<p>Dieses \u201eObwohl\u201c schildert und besingt das bekenntnishafte Christuslied, das unseren Predigttext ausmacht:<\/p>\n<p>Obwohl Jesus selber in eigener Person nicht der Macht der S\u00fcnde untertan war, ihr nicht die \u00fcblichen Opfer gebracht hat, hat er doch f\u00fcr die Menschen das aus der Unterworfenheit unter diese hervorgehende Leiden, dem sie gerechterma\u00dfen h\u00e4tten anheimfallen m\u00fcssen, stellvertretend auf sich genommen und getragen, zu ihren Gunsten; obwohl er geschm\u00e4ht und zur\u00fcckgewiesen und verspottet und gekr\u00e4nkt und gequ\u00e4lt wurde, hat er nicht mit den gleichen Mitteln geantwortet, sondern auf die unmittelbare Durchsetzung seines Rechts aus freien St\u00fccken verzichtet, so da\u00df seine Verwundung zu unserem Heil werden konnte.<\/p>\n<p>In dieser Haltung und in diesem Handeln ist er zum Vorbild f\u00fcr den Christenmenschen geworden, der ihm auf diesem Wege nachzufolgen sucht, ja dazu aufgerufen wird. Obwohl und wenn der Christ Unrecht leidet, soll er doch nicht dagegen aufbegehren, sondern es geduldig und willig ertragen &#8211; wie ein Sklave seinen launischen Herrn, das ist ja der vorausgehende Kontext dieser Ermahnungen. Er soll den Gottespfad der Nachfolge Jesu trotz aller Anfechtungen und Heimsuchungen in der Welt ungemindert und unnachgiebig gehen und es als Gnade Gottes ansehen, da\u00df er das so kann und darf.<\/p>\n<p>Aber was hei\u00dft das? Soll sich der Christ auch kreuzigen lassen und den M\u00e4rtyrertod suchen, soll er das Verhalten Jesu eins zu eins nachahmen, ihn sich zum Ma\u00dfstab nehmen, um es ihm in allen St\u00fccken nachzutun, soll er sein Werk wiederholen?<\/p>\n<p>Wie kann er das?<\/p>\n<p>Soll er etwa den stellvertretenden S\u00fchntod Jesu noch einmal und viele Male wiederholen, ihn immer wieder neu vollziehen, so wie nach katholischer Lehre das blutige Opfer Christi in der Messe durch den Priester immer neu vollzogen und wiederholt wird? Einmal ganz abgesehen von der Frage, ob das dem Menschen faktisch m\u00f6glich ist, widerspricht es nicht der Lehre der Kirche und dem Wissen des Glaubens, wonach das Opfer Jesu historisch einmalig ist und eben darin die Besonderheit Jesu liegt, da\u00df er darin der einzige Sohn des Vaters ist? W\u00e4re nicht auch sein Tod \u00fcberfl\u00fcssig, wenn man ihn nachahmen, also wenn jeder mindestens f\u00fcr sich selber diesen Tod sterben k\u00f6nnte?!<\/p>\n<p>Wollte man den Text so verstehen oder besser mi\u00dfverstehen und aus ihm eine derartige christliche Ethik ableiten, dann h\u00e4tte er zumal in der Osterzeit nichts zu suchen, dann w\u00e4re es \u00fcberdies kein evangelischer, kein befreiender, sondern ein gesetzlicher Text. Diese Form der nova lex Christi, des Christusgesetzes, w\u00e4re alles andere als erhebend, sie w\u00e4re erschlagend. Dann w\u00e4re n\u00e4mlich das pro nobis, das f\u00fcr uns, in dieser Botschaft nicht mehr zu h\u00f6ren. Nachfolge w\u00e4re in Nachahmung umgebogen.<\/p>\n<p>Um nicht dieser Perversion zu unterliegen, mu\u00df man in diesen Text sehr genau hineinh\u00f6ren und ein gesch\u00e4rftes Unterscheidungsverm\u00f6gen an den Tag legen, denn in ihm vereinen und \u00fcberlappen und durchdringen sich zwei verschiedene, aber doch zusammengeh\u00f6rige Gedankeng\u00e4nge bzw. Vorstellungskreise, n\u00e4mlich die exklusive, die einmalige, einzigartige und besondere S\u00fchnebedeutung des Leidens Jesu und seine exemplarische Vorbildlichkeit. Das eine h\u00e4ngt mit dem anderen zusammen, so wie Kreuz und Auferstehung in der einen Person des Jesus Christus, aber es ist nicht dasselbe, so sehr man Jesus von Christus und das Kreuz von der Auferweckung unterscheiden mu\u00df.<\/p>\n<p>Dabei gibt der V. 24 den entscheidenden Hinweis auf das richtige Verst\u00e4ndnis unseres Textes: \u201eEr hat unsere S\u00fcnde mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien f\u00fcr die S\u00fcnde und f\u00fcr die Gerechtigkeit leben.\u201c<\/p>\n<p>Das \u201eF\u00fcr-uns\u201c bezieht sich auf den ersten Teil des Satzes, also auf die exklusive Tat Jesu in seiner Passion, in welcher er als der S\u00fcndlose unter die S\u00fcnde und damit an die Stelle der s\u00fcndigen Menschen tritt, die Wirkung dieser Tat, ihr \u201eUm-zu\u201c aber bezieht sich auf den in das Leben verschlungenen Tod und so auch auf das in den Tod verschlungene Leben der Glaubenden, wobei der Tod auf die S\u00fcnde, das Leben aber auf die Gerechtigkeit bezogen ist.<\/p>\n<p>Daraus wird deutlich, wie man unseren Text zu verstehen hat: er richtet sich durchaus nicht, wie man zuv\u00f6rderst leicht mi\u00dfverstehen k\u00f6nnte, auf eine Nachahmung des Leidens Jesu in dessen christologischer, also stellvertretender und s\u00fchnewirkender Funktion und Dimension, sondern auf die Folgewirkungen, die jenes Leiden in sittlicher Hinsicht f\u00fcr die Glaubenden hat, n\u00e4mlich solche der aus der Rechtfertigung sich ergebenden Gerechtigkeit, wobei diese Gerechtigkeit des Glaubens nicht im Sinne einer austeilenden, regulativen Gerechtigkeit zu verstehen ist, sondern konkret sich mit dem Leidensgehorsam des irdischen Jesus in \u00dcbereinstimmung bringt und ihm nachfolgt, also gerade das Rechtsein im Erleiden der Ungerechtigkeit unter der Ma\u00dfgabe unbedingter Vergebungsbereitschaft erkennt. Dieser sehr spezifische christliche Rechtsbegriff unterscheidet sich durchaus und erheblich von dem \u00fcblichen juristischen! Das Leben f\u00fcr eine derartige Gerechtigkeit setzt unumg\u00e4nglicherweise den Tod des nat\u00fcrlichen, auf sein vitales Daseinsrecht pochenden Menschen voraus, ja es ist eine geradezu Form des Rechtsverzichtes, es ist das \u201eRecht der Gnade\u201c (Dombois).<\/p>\n<p>Die sittliche Vorbildlichkeit Jesu, seine exemplarische Beispielhaftigkeit gilt also nur und nur dort, wo man seine singul\u00e4re christologische Bedeutung anerkennt und annimmt, nicht in einer blo\u00dfen \u201eJesulogie\u201c, die sich den Jesus als nachahmenswertes menschliches Leitbild hinstellt, als humanes Ideal. Als solches ist er f\u00fcr den Menschen schlechterdings unerreichbar, weil der Mensch das nicht kann, insofern er S\u00fcnder ist, also auf sich selbst besteht und bestehen mu\u00df, weil er meint, sein Leben aus sich selber zu haben und alleine f\u00fcr es Sorge tragen zu m\u00fcssen, weil dieses eigengegr\u00fcndete Leben der einzige Horizont seines Selbstverst\u00e4ndnisses ist und es f\u00fcr den rein nat\u00fcrlichen Menschen auch nur sein kann. Auf diesem Hintergrund wird die Forderung der Nachahmung ein unerf\u00fcllbares, knechtendes Gesetz, eine \u00dcberforderung, die nur Duckm\u00e4usertum und Heuchelei gebiert. Diesen Charakter verliert sie nur, wo zuvor der Mensch selbst ein anderer geworden ist, wo die S\u00fcnde an ihm ihr Recht verloren hat, er von ihrer Macht und d.h. von sich selbst befreit ist, und eben dies geschieht f\u00fcr den Glaubenden im S\u00fchnetod Jesu als des unschuldig f\u00fcr die Schuldigen, und d.h. an ihrer Stelle Gerichteten. Er ist das Gericht \u00fcber die Welt in ihrem Weltsein, und d.h. in ihrer S\u00fcndhaftigkeit und S\u00fcndenverfallenheit. Diese Welt ist im Tode Jesu gerichtet, d.h. sie hat ihr Recht verloren, es ist als Unrecht entlarvt, sie ist entm\u00e4chtigt. Da hat also ein Machtwechsel stattgefunden, da ist etwas Grunds\u00e4tzliches geschehen, da ist eine neue Zeit angebrochen, da ist eine Epoche zu Ende gegangen und eine neue, andersartige hat begonnen, da gelten nun andere Ma\u00dfst\u00e4be, die sich etwa im Verst\u00e4ndnis dessen, was gerecht und was Gnade ist, niederschlagen. Da ist \u201eNeues Sein\u201c wirksam, das ist Ostern, das ist Auferstehung.<\/p>\n<p>Von daher wird auch klar, da\u00df es hier nicht um den \u00fcblichen Vorgang der S\u00fcndenvergebung gehen kann, die sich immer nur auf getane, vergangene S\u00fcnden bezieht, sondern um die Wegschaffung, d.h. die Entm\u00e4chtigung der S\u00fcnde als solcher, um ihr wesentliches Sterben. Seinen, Jesu Spuren nachfolgen kann auf diesem Hintergrund nur hei\u00dfen, aus seinem Tod (und aus seiner Auferweckung) die Konsequenz ziehen, also den eigenen, in diesem Geschehen implizierten Tod akzeptieren, selber sterben, sich gerichtet sein lassen, das Kreuz Jesu auf sich nehmen, es sich gesagt sein lassen, sich als der S\u00fcnde Abgestorbenen, weil Toten wissen und annehmen, als Gerichteten, als Hingerichteten, der hinfort nur noch jenseits der S\u00fcnde und d.h. auch jenseits des normalen, nat\u00fcrlichen, vitalen Lebens und aller seiner Gesetzlichkeiten und Bedingtheiten existiert und darum in der Nachfolge Jesu, denn nur von dort aus ist diese Nachfolge ja m\u00f6glich, ohne in einem unerf\u00fcllbaren Gesetz zu erstarren bzw. pervertiert zu werden.<\/p>\n<p>Das alte Leben ist ja tot, ist gerichtet, ist gestorben, ist vorbei, und das eben hei\u00dft neues Leben, das ist Auferstehungsleben, da liegt genau der oben beschriebene Zusammenhang von Kreuz und Auferstehung und damit die Identit\u00e4t Jesu Christi als einheitliche Person. Der Christ ist <em>kaine ktisis<\/em>, ist neue Sch\u00f6pfung, ein anderes, ein s\u00fcndenbefreites Gesch\u00f6pf, das nun von anderen Voraussetzungen ausgeht, das nicht mehr den alten Zwangsmechanismen unterliegt, das nicht mehr mit gleicher M\u00fcnze heimzahlen mu\u00df, das vom Gesetz der Wechselseitigkeit, welches die ganze Welt beherrscht, dem alten Reiz-Reaktionsmuster, nach dem der Mensch wie ein Automat agiert und funktioniert, frei geworden ist, was nunmehr \u00fcberhaupt erst spontan handeln kann, voraussetzunglos, ohne bedingt zu sein durch Vorgaben von au\u00dfen, auf die es vice versa zu antworten hat, wie sie ihm vorgegeben sind, und eben immer nur in derselben Sprache antworten kann, n\u00e4mlich im Sinne des ius talionis, der Vergeltung, des do ut des, der Gegenseitigkeit, der Analogie, des gleich zu gleich, des wie du mir so ich dir; nein, es hat nun seine eigene Sprache, die Sprache der Befreiung, wie sie ihm in dem bleibenden Zusammenhang mit seinem Herrn und Meister, dem Bischof seiner Seele, zugekommmen und zugesprochen, also er\u00f6ffnet ist, dem es sich deshalb gleichgestalten kann, weil es sich seiner vorg\u00e4ngigen S\u00fcndenverfallenheit enthoben wei\u00df. Darum kann es das \u00f6sterliche Auferstehungsleben Christi vorwegnehmend unter dem Zeichen des irdischen Kreuzes Jesu nachleben. In der weiterlaufenden Welt n\u00e4mlich hat das christliche Auferstehungsleben die Gestalt und Signatur des Kreuzes des Irdischen und eben so an seiner Erh\u00f6hung anteil. So bleiben die Wundmale des Auferstandenen pr\u00e4sent und Jesus mit dem Christus identisch, er der gekreuzigte Auferstandene, er der auferstandene Gekreuzigte.<\/p>\n<p>In dem Mitleiden und Nachleiden des irdischen Geschickes Jesu Christi als Folge dieser Bevollm\u00e4chtigung ereignet sich christliche Nachfolge, die ihr Wesen darin hat, da\u00df sie im Rechttun verbleibt, auch wo sie damit keinen Lohn sich erwirbt (&#8222;der Ehrliche ist der Dumme&#8220;), sondern sich Nachteile und Schl\u00e4ge und Leiden einhandelt, also zum Opfer von Ungerechtigkeit wird und sich darin in g\u00f6ttlicher Geduld bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Eine Verkl\u00e4rung oder Rechtfertigung und damit Verewigung unterschiedslos jeglichen Leidens und damit des Leidens als solchen, wie es den Christen nicht selten unterstellt worden ist, gar also ob sie Leiden und Kreuz bewu\u00dft und martyriumss\u00fcchtig- masochistisch aufsuchen m\u00fc\u00dften, ist das beileibe nicht, und damit hindert solche Leidensbereitschaft auch nicht dessen Bek\u00e4mpfung und Beseitigung, wo diese m\u00f6glich sind, auch nicht den Kampf gegen geschehendes Unrecht, sondern das christliche Leiden sind die Leiden Christi bzw. ist die Teilnahme an ihnen, ist das Leiden an der S\u00fcnde und ihren Folgen, an der Gottesferne und &#8211; feindschaft der Menschen mit all ihren weltlichen Wirkungen, ist der Eintritt in Wirken und Geschick Jesu auf dem Hintergrund seiner so todesbereiten wie t\u00f6dlichen, welt\u00fcberwindenden Liebe, also seiner Auferweckung durch Gott, ist die Bereitschaft, das Unrecht mitzutragen, das dem leidenden Gerechten, dem Gottesknecht, in der sich gerecht d\u00fcnkenden ungerechten Welt geschieht und zugef\u00fcgt wird. Es ist Nachahmung Gottes, der sich auch unter die Voraussetzungen der S\u00fcnde begeben hat, ja der die S\u00fcnde sogar zur Voraussetzung seines Handelns gemacht hat.<\/p>\n<p>Darin, in diesem Folgen gerade best\u00e4tigt sie sich als begnadigt von Gott (V. 19f), denn in diesem ungerechtfertigten, sogar m\u00f6glicherweise t\u00f6dlichen Leiden ist das Auferstehungsleben Jesu im Glaubenden kontrafaktisch (sub contrario), d.h. gegen allen Augenschein verborgen wirksam und partizipiert er an Jesu Leiden, Sterben und Auferstehen, ja nimmt er letztlich als der gerechtfertigte S\u00fcnder und damit als nova creatura, als neues Gesch\u00f6pf an den Leiden Gottes selbst teil, die dieser von Sch\u00f6pfung an an seiner Sch\u00f6pfung leidet, geht er in der passio magna, die gro\u00dfe Passion Gottes an seiner Welt mit, wird er darin Gott zum Gef\u00e4hrten, solidarisch im Leiden mit ihm, und h\u00e4lt ihm so eine Stelle in der Welt frei, aus welcher ihn seine Gesch\u00f6pfe ansonsten fast vollst\u00e4ndig herausdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Hier liegt der tiefste Sinn des christlichen Lebens verborgen, wie er durch die \u00dcbernahme des Geschickes Jesu und seiner Folgewirkungen in dem Existenzvollzug der Nachfolge erm\u00f6glicht und dargestellt wird. Darin erweist sich die Begnadung durch Gott (Erw\u00e4hlung), da\u00df er im Leiden des Menschen, des Christen, nicht nur dabei ist, sondern dieses als g\u00f6ttliches Leiden, als Teilnahme an den Gottesleiden allererst begr\u00fcndet, erm\u00f6glicht und erwirkt und so dem Menschen die Kindschaft in der Nachfolge Jesu gibt. Der Glaube also tr\u00e4gt als Wirkung g\u00f6ttlicher Gnade die weltlichen Gottesleiden, die g\u00f6ttlichen Weltleiden in ihrer ganz spezifischen Eigenart mit und hat so eine Aufgabe an Gott.<\/p>\n<p>Eine Sklavenmoral, wie Nietzsche und manche andere in seiner Nachfolge gemeint haben, ist das durchaus nicht, eher das Gegenteil, eine Herrenmoral, eine \u00f6sterlich- herrliche, dem Herrn entsprechende, aber eben Christus als dem Herrn! Es ist ein Handeln ganz aus eigenem Recht, aus dem unvorausgesetzten, unbedingten Recht Gottes heraus, der sich keine Vorgaben machen l\u00e4\u00dft, es ist ein freies und spontanes Handeln, das keinen Zw\u00e4ngen, auch keinen vorgeblichen Sachzw\u00e4ngen mehr unterliegt, sondern neu anfangen kann, nicht durch eine bestimmte Vergangenheit bestimmt, determiniert und erzwungen ist, nein, es ist ein herrlich anf\u00e4ngliches Handeln, das aus der Gewi\u00dfheit des neuen Lebens des Auferstandenen geboren ist, das also aus dem Tod kommt und ihn endg\u00fcltig hinter sich hat und darum frei f\u00fcr eine unverg\u00e4ngliche Zukunft ist.<\/p>\n<p>Eine h\u00f6here W\u00fcrde n\u00e4mlich kann es f\u00fcr den Menschen nicht geben, als dieser Form der Kindschaft gew\u00fcrdigt zu werden. Dies ist die christliche Heilsgewi\u00dfheit als Gottesgewi\u00dfheit, Erbe dieser Verhei\u00dfung zu sein und in diese Einheit mit Gott einzutreten, in sie durch Christus hineingenommen worden zu sein, in dem sie ihren begr\u00fcndenden Grund hat! Dieses geschieht, so die \u00dcberzeugung und die Osterbotschaft unseres Textes, wann und wo ein Mensch von dem Handeln und Erleiden, von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erreicht und in seinem nat\u00fcrlichen Willen umgewendet und in die Einheit mit Gott und seinem Weg in der Welt hineingenommen, in die durch den Christus gespurte Spur gesetzt wird. Da kann er das, da ist er freigesetzt, wirklich neu anzufangen, das Alte alt sein zu lassen und schon und gerade im Erleiden des weltlichen Unrechts dieses neue Leben zu bezeugen, zum Zeugen Christi und Gottes zu werden.<\/p>\n<p>Diese vers\u00f6hnte Einheit, aus der heraus diese m\u00f6glich wird und geschieht, aber verdankt sich dem Ruf Gottes, der Gewi\u00dfheit des Glaubens, gerufen und berufen zu sein (V. 21), n\u00e4mlich in die Freiheit des Leidens der Kinder Gottes, welches den Tod hinter sich hat und als befreites schon Zeichen und Verwirklichung der Auferstehung ist, welche zugleich als Verhei\u00dfung \u00fcber dem Leben dieser leidenden Gerechtigkeit steht. Da, wo dies geschieht, da\u00df ein Mensch in die Nachfolge Jesu eintritt als in die passio magna Gottes, in die weltlichen Gottesleiden, da geschieht Auferstehung mitten im Tod, da ist Gott als der Lebendige am Werk, da realisiert sich Auferstehung, da wird an die Auferstehung Jesu wirklich geglaubt und sie als Wirklichkeit genommen, da wird die Welt ver\u00e4ndert. So hat der Glaube auf der Grundlage des F\u00fcr-uns Gottes die Gewi\u00dfheit, nicht nur ein Werk an der Welt, sondern auch ein Werk an Gott selber und an seiner Gottheit, also f\u00fcr ihn und seine Weltgestalt zu tun. Zu diesem weltwirksamen Gottesglauben in der Nachfolge Jesu und auf der Grundlage seines todes\u00fcberwindenden Lebens ruft unser heutiger Predigttext ermahnend auf, und: Was g\u00e4be es von ihm, von diesem Glauben in dieser \u00f6sterlichen Zeit Gr\u00f6\u00dferes zu sagen und was zu antworten!?<\/p>\n<p>Nichts als: Amen!<\/p>\n<p><strong>PD Dr. Reinhard Weber, Stud.-Pfr. Marburg<br \/>\n<a href=\"mailto:weber@esg-marburg.de\">weber@esg-marburg.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Predigt Notwendige Vorbemerkung: Kaum ein Text des NT unterliegt, zumal in einem Teil der einschl\u00e4gigen \u201ePredigtmeditationen\u201c, also der Predigtvorbereitungsliteratur, einer so scharfen, bisweilen gar geh\u00e4ssig-distanzierten Kritik wie der vorliegende, um den es an diesem Sonntag geht. 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