{"id":9901,"date":"2021-02-07T19:49:32","date_gmt":"2021-02-07T19:49:32","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9901"},"modified":"2023-02-09T09:33:30","modified_gmt":"2023-02-09T08:33:30","slug":"1-petrus-2-21b-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-2-21b-25\/","title":{"rendered":"1. Petrus 2, 21b \u2013 25"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Miserikordias Domini, 25. April 2004<br \/>\nPredigt zur Konfirmation \u00fcber 1. Petrus 2, 21b-25, verfa\u00dft von Karin Klement<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"center\">VORBEMERKUNGEN<\/p>\n<p>In meinen beiden Gemeinden finden, trotz der relativ kleinen Gruppen (9 u. 10 Jugendliche) jeweils eigene Konfirmationen statt. Ich nutze dies als M\u00f6glichkeit, jede Konfirmandin, jeden Konfirmand pers\u00f6nlich anzusprechen. Zumal sie ihre Bibelworte selbst ausgew\u00e4hlt und mit Begr\u00fcndung, bzw. ihrer Auslegung versehen haben.<\/p>\n<p>Der Predigttext zum Sonntag des Guten Hirten aus dem 1. Petrusbrief 2, 21b \u2013 25 bietet interessante Bilder zur \u00dcbertragung auf heute:<\/p>\n<ul>\n<li><strong> Vorbild<\/strong> sein und haben<\/li>\n<li>in den <strong>Fu\u00dfstapfen<\/strong> anderer gehen \u2013 aber warum soll ich einem anderen hinterher rennen? Ich will doch eigene Wege gehen! (Indianische Weisheit: Willst du einen Menschen kennen lernen, musst du einen Tag lang in seinen Mokassins gehen)<\/li>\n<li>ein ehrlicher <strong>Mund<\/strong>: kein Betrug, keine Schm\u00e4hung (Herabw\u00fcrdigung anderer), kein Zorn, keine verbale oder sonstige Bedrohung anderer, obwohl ihm wehgetan wird<\/li>\n<li>S\u00fcndenbock \/ Jesus tr\u00e4gt unsere S\u00fcnde an seinem Leibe auf das Holz \u2013 was schleppe ich mit mir rum?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen die Wunden eines anderen mich heilen?<\/li>\n<li><strong> irre<\/strong> (nde) <strong>Schafe!!<\/strong><em> (eine nicht ganz ernstzunehmende Predigt k\u00f6nnte sich daraus entwickeln)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mein erster Gedanke ist ein fiktiver, innerer Monolog eines Konfirmanden w\u00e4hrend seines Weges vom Gemeindehaus zur Kirche und in den Gottesdienst. Allerdings m\u00f6chte ich bei den Zuh\u00f6renden keine Vermutungen wecken, um welchen Konfirmand es sich handeln k\u00f6nnte. Also eine Person au\u00dferhalb der Gruppe und doch mit ihnen vertraut. En unsichtbares Gesch\u00f6pf mit einer berechtigten Wahrscheinlichkeit seiner wirklichen N\u00e4he: ein Engel!<\/p>\n<div align=\"center\">PREDIGT zu 1. Petrus 2, 21b \u2013 25 am Sonntag Miserikordias Domini 2004<\/div>\n<p>Textlesung in einer Mischung aus Luther-\u00dcbersetzung, Gute Nachricht und eigenen Formulierungen. Das Stichwort \u201eFu\u00dfstapfen\u201c sollte darin vorkommen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<br \/>\nLiebe Eltern, Paten und G\u00e4ste unserer jungen Gemeindeglieder!<br \/>\nLiebe Konfirmandinnen und Konfirmanden!<\/p>\n<p>Gibt\u2019s eigentlich Engel? Einen f\u00fcr jeden h\u00f6chst pers\u00f6nlich? Einen eigenen himmlischen Abgesandten und Wegbegleiter? Hoffentlich! Aber mindestens f\u00fcr jede Gruppe gibt es ihn ganz bestimmt. Soviel Einsatz muss sein, selbst wenn weder Kirche noch Himmel von weiteren Personal-Einsparungsma\u00dfnahmen verschont bleiben sollten. Neulich im Traum habe ich ihn kennen gelernt: Unseren speziellen Konfirmanden-Gruppen-Schutz-Engel, knapp \u201eKoma-Schutz\u201c genannt. Er ging mit mir den Konfirmationsgottesdienst durch und begann zu erz\u00e4hlen:<\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p><em> Ich kann deine KonfirmandInnen gut verstehen. Endlich im Zieleinlauf, endlich finito mit all den M\u00fchen und monatelangen Verpflichtungen. Kein langweiliger Unterricht mehr. Kein Stress und \u00c4rger mehr mit den Leuten aus der Gruppe, die man nicht abkann. Endlich FREIHEIT, gro\u00dfe Befreiung! Andererseits auch: Schade! Gab es nicht ab und zu Erfahrungen von Gemeinschaft? Gemeinschaft unter einem anderen Vorzeichen \u2013 nicht Schule, Hobby, sportliche Fitness oder Konkurrenzkampf. Eher Gemeinschaft unter so komischen Stichworten wie Glaube, Gott und all der sch\u00f6ne Teil, der noch dazugeh\u00f6rt. ZIEL erreicht. Aber was f\u00fcr eins eigentlich? Religionsm\u00fcndig zu sein, erwachsen in Glaubensfragen? Wobei nicht einmal Erwachsene genau wissen, worum`s geht! Was war \u00fcberhaupt ihr eigenes Ziel? Klar, eine gro\u00dfartige Feier, Geschenke und Geld. Viel Geld f\u00fcr all die tollen Zukunftspl\u00e4ne, die jungen Menschen vorschweben: Irgendwann der F\u00fchrerschein, ein eigenes Auto, Erweiterungen f\u00fcr die Computerstation und und und. Ich h\u00f6re schon den Einwurf ihrer Eltern: \u201eAlles nach einander! Du musst es dir zusammensparen, Schritt f\u00fcr Schritt.\u201c <\/em><\/p>\n<p><em> Schritt f\u00fcr Schritt bin ich mit diesen jungen Leuten gegangen. Soviele gemeinsame Wege. Erinnerst du dich noch? Am Anfang, bei der Kirchenrally stapften hier 10 Paar Stiefel laut und knarrend zwischen den Bankreihen entlang. Aufgeregt suchten sie das Holzbild mit den Heiligen Cosmas und Damian. Flitzten die Treppe zur Kanzel hinauf und hinunter, sodass ich ordentlich aufpassen musste, damit niemand f\u00e4llt. Mit flinken Schritten durchst\u00f6berten sie die hintersten Winkel der Sakristei, um herauszufinden, wieviel Kollekte der letzte Gottesdienst erbracht hatte und standen abschlie\u00dfend vor dem Altar zum Vaterunsergebet. Ihre F\u00fc\u00dfe trugen sie zu den Mitarbeitenden in der Gemeinde. Sie erkundigten sich, ob die \u2013 zumeist \u2013 Ehrenamtlichen bezahlt w\u00fcrden und falls ja, ob sie damit auf gro\u00dfem Fu\u00df leben k\u00f6nnten. Mir war das etwas peinlich, darum habe ich die Erinnerung bei den Interviewten alsbald gel\u00f6scht. <\/em><\/p>\n<p><em> Sie suchten die Spuren ihrer Vorfahren auf unserem Friedhof und folgten verschiedenen Erfahrungsberichten, wie eine Trauerfeier abl\u00e4uft. Erntedankfest, Reformationstag mit einer \u201eMoritat \u00fcber Herrn L.\u201c, Luther-Film und Martins-Andacht, Krippenspiel und Heilige Osternacht \u2013 sie durchliefen das ganze Kirchenjahresprogramm mit ihrer aktiven Beteiligung. Sie stellten sogar einen ganz eigenen Gottesdienst zum Thema \u201eGewalt\u201c auf die Beine. Und ich erinnere dich nur ungern an die schlaflosen N\u00e4chte auf der Vorbereitungsfreizeit. Als du mit Taschenlampe bewaffnet den vom M\u00e4dchenflur eilenden, fl\u00fcchtigen Knabenbeinen nicht hinterherkamst. Aber sei froh, so hattest du wenigstens etwas Ablenkung vom vollen Programm \u2013 und die Jugendlichen ihren Spa\u00df. <\/em><\/p>\n<p><em> Ich glaube, deine KonfirmandInnen sind dir in manchen Dingen tats\u00e4chlich gefolgt. Sie haben sich eingelassen auf ein keineswegs einfaches Programm: \u201eChristliches Leben\u201c, Glaube an einen unsichtbaren Gott, an einen tief in der Geschichte verbuddelten Jesus und nicht zu vergessen, an einen fl\u00fcchtigen, hauchzarten, v\u00f6llig unfassbaren Geist. Wie soll das eigentlich gehen?<\/em><\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Mit dieser Frage im Kopf wachte ich auf. \u201eKoma-Schutz\u201c hatte sich kurz verfl\u00fcchtigt. Aber er hatte mich auf eine Spur gesetzt. Stand da nicht etwas im Petrus-Brief im Sinne von: <strong>Nachfolgen dem Bild, das Jesus hinterlassen hat. Nachfolgen in seinen Fu\u00dfstapfen.<\/strong> Das klingt praxisnah und bildhaft. Alle Menschen brauchen Vorbilder, und junge Leute suchen sie erst recht. Sie schauen sich an, wie ihre Eltern, Lehrer, Pastoren, gute Freunde leben und lernen davon. Manchmal auch, dass sie alles ganz anders machen wollen als diese. Blo\u00df einem Trend hinterher rennen wollen sie nicht und auch nicht brav in ausgelatschten Tretern stapfen. Sie wollen ihre eigenen Wege gehen. Spuren lesen und neue Spuren ziehen. Hinter`s Dickicht schl\u00fcpfen, wo noch niemand war, auch wenn das m\u00f6glicherweise piekst.<\/p>\n<p>Jedoch: Nachfolgen in den Fu\u00dfstapfen, die Jesus hinterlassen hat? Ist das nicht ein paar Nummern zu gro\u00df? Kommt da nicht jeder Mensch ins Stolpern, wenn er genauso leben will wie Jesus: So heilig und heilsam, so v\u00f6llig schuldfrei gegen\u00fcber Gott und der Welt. Nur wahre Worte auf den Lippen, aber niemals boshafte. Freiwillig Gewalt erleiden und selbst gewaltlos bleiben. Das Ideal eines Menschen \u2013 oder eines Tr\u00e4umers. Kein Wunder, dass er untergebuttert, niedergemacht und aufgeh\u00e4ngt wird.<\/p>\n<p>Wo lebt der denn? Was macht der eigentlich mit all den entt\u00e4uschenden Erfahrungen in seinem Leben? Unsere Schlechtigkeit schleppt er ab, macht sich zum S\u00fcndenbock, dem wir nur allzu gern alles B\u00f6se in die Schuhe schieben. Ein bereitwilliges Opfer.<\/p>\n<p>Sofort f\u00e4llt mir eine Szene aus dem KU ein: Wer hat meinen Bleistift geklaut, br\u00fcllt einer durch den Raum. Die anderen lachen und feixen. Soll er ihn doch suchen. Verd\u00e4chtige Armbewegungen unter dem Tisch lassen ahnen, wohin der Stift gerade wandert. Beim Versuch ihn einzuholen geht der Bestohlene nicht besonders sanft mit den Armen der anderen um. Ein Knacks und der Bleistift kullerten in Einzelteilen \u00fcber den Boden. \u201eIch war das nicht!\u201c \u201eIch auch nicht!\u201c \u201eBei mir war er noch ganz heil!\u201c Nat\u00fcrlich will keiner f\u00fcr den Schaden einstehen. Und wer einmal Opfer geworden ist, nimmt sich vor, beim n\u00e4chsten Mal auf jeden Fall den Spie\u00df umzudrehen. Schuld zugeben? Konsequenzen auf sich nehmen? Woher sollen die Jugendlichen es lernen, wenn ihnen ein passendes Vorbild fehlt? Dr\u00fcckende Schuhe zieht sich doch keiner freiwillig an, oder? Doch sie scheinen zu sp\u00fcren, dass dabei ein St\u00fcck Gemeinschaft verloren geht. Beim Hinausgehen tr\u00f6sten sie den Verlusttr\u00e4ger des Bleistiftes, bieten ihm Vers\u00f6hnung an, reden freundlich mit ihm.<\/p>\n<p>Gestern nacht besuchte mich \u201eKoma-Schutz\u201c erneut. Er h\u00e4tte etwas wichtiges vergessen, was er mir noch mitteilen wollte, begann er:<\/p>\n<p align=\"center\">III.<\/p>\n<p><em>Wei\u00dft du, ich sehe doch viel tiefer als du, ich kann in die Herzen deiner Konfirmandengruppe schauen. Gott sei Dank bleibt das, was ich sehe, ein g\u00f6ttliches Geheimnis. Doch an ihre Worte und W\u00fcnsche kann ich dich erinnern. Also, h\u00f6r zu. <\/em><\/p>\n<p><em>MALTE und JULIAN, finden den Anfang von Psalm 23 sehr sch\u00f6n. <strong>Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. <\/strong>Kannst du dir vorstellen, dass diese beiden gro\u00dfen, starken, manchmal etwas vorlauten Jungs auch noch andere, empfindsame Seiten haben? Sie machen sich Gedanken \u00fcber die Zukunft und w\u00fcnschen sich einen zuverl\u00e4ssigen Wegbegleiter, der ihnen Mut macht. Sie sehen Gott als einen Guten Hirten, der sich f\u00fcrsorglich k\u00fcmmert um seine Menschenkinder. Der ihre Bed\u00fcrfnisse kennt. Einerseits l\u00e4sst er ihnen Freiraum, diese Welt zu erkunden, zu gestalten. Andererseits gibt er ihnen die Richtung vor, weil nur er die \u201esaftigsten Weidenpl\u00e4tze\u201c kennt. <\/em><\/p>\n<p><em>Ein guter Hirte setzt sein eigenes Leben ein, um die ihm anvertrauten Leben vor Gefahren zu sch\u00fctzen. Gott opfert seinen Sohn und damit sich selbst. Jesus stirbt am Kreuz, damit nie wieder ein Mensch sich gott-verlassen f\u00fchlen muss. Bis in den Tod geht Gott und sprengt die Fesseln der Angst. <\/em><\/p>\n<p><em>In keiner Situation rennt er weg und l\u00e4sst seine Sch\u00e4fchen niemals im Stich. M\u00f6gen die Lebenswege manchmal d\u00fcster und trocken sein, Gott steht an der Seite von Malte und Julian und vielen anderen, damit ihnen nichts Wichtiges fehlt. <\/em><\/p>\n<p><em>PIA hat (wer kann es einem Engel verdenken) meinen Lieblingsspruch ausgew\u00e4hlt (Ps 91, 11): <strong>Denn ER hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich beh\u00fcten auf allen deinen Wegen. <\/strong>Engel m\u00fcssen gehorsam sein. Sie k\u00f6nnen nichts auf eigene Faust tun, aber alles mit Gottes Willen. Und wer sich einem Engel anvertraut, der wird immer besch\u00fctzt. Egal, wohin er geht. Egal, wovor ihm graut. \u201eEs ist unm\u00f6glich,\u201c zittert die Angst, \u201ees \u00fcbersteigt meine Kr\u00e4fte, ich bin doch auch nur ein Mensch, ich schaffe das nie!\u201c \u2013 \u201eWir k\u00f6nnen`s gemeinsam!\u201c tr\u00f6stet der Engel: \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c Von Mutter Theresa, dem Engel der Armen im indischen Kalkutta, wird erz\u00e4hlt. Als sie am Stra\u00dfenrand neben einem Sterbenden kniete, seinen schmutzigen Schwei\u00df von der Stirn wischte und ihm etwas zu trinken gab, sprach ein amerikanischer Reporter sie an: \u201eIch w\u00fcrde das nicht mal f\u00fcr 1.000 Dollar tun!\u201c Sie erwiderte: \u201eIch auch nicht!\u201c Engel kommen kostenlos, aber nie umsonst. Sie bilden etwas ab von Gottes heiler Welt und k\u00f6nnen Vorbild sein f\u00fcr Menschen, die ihnen trauen. <\/em><\/p>\n<p><em>MARIUS ist der einzige, der zuletzt einen recht langen Weg zum Konfirmandenunterricht zur\u00fccklegen musste. Von Bovenden an den Gleisen vorbei, \u00fcber die gro\u00dfe Kreuzung in Weende, in Herberhausen den kleinen H\u00fcgel bis zur Kirche hinauf. Ein paar Hindernisse waren jedes Mal zu bew\u00e4ltigen und im allt\u00e4glich-wilden Verkehr hielt ich meine Hand wohl mehr als einmal sch\u00fctzend \u00fcber ihn und seine Mutter am Steuer. Marius ist Hindernis-erfah-ren. Vielleicht hat ihn deshalb der Spruch aus dem 2. Samuelbuch so anger\u00fchrt: <strong>Mit meinem Gott kann ich \u00fcber Mauern springen.<\/strong> Gott hilft ihm auf die Spr\u00fcnge. Gott schenkt ihm die Kraft, Dinge zu wagen, die er sich sonst nicht zutrauen w\u00fcrde. Z.B. offen und ehrlich, zu sagen: Ich mag dich! W\u00e4hrend andere \u00fcber den Angesprochenen herziehen. Mit einem kleinen L\u00e4cheln um die Lippen, vertritt er seine eigene Meinung, auch wenn andere sich dar\u00fcber lustig machen wollen. Unsichtbare Mauern und sichtbare Hindernisse sind Menschen wohlvertraut. Doch am schwersten zu \u00fcberwinden, sind jene, die in ihnen selber liegen. Die Schatten menschlicher Angst, die Grenzen menschlicher Geduld, die H\u00fcrde menschlichen Stolzes. Sich selbst zu \u00fcberwinden \u2013 was f\u00fcr ein Wagnis, was f\u00fcr ein gewaltiger Sprung! Gott schenke Marius und allen Menschen Mut dazu! <\/em><\/p>\n<p><em>ULF liebt das Landleben. Er kennt Schafe, Vieh, Acker und Wiesen, den bunten Reichtum einer Landwirtschaft ausgezeichnet. Doch sieht er im Guten Hirten nicht nur einen Versorger gegen allen Mangel, sondern auch den rechten Anleiter zum Leben, den Wegweiser: <strong>Er erquicket meine Seele. Er f\u00fchret mich auf rechter Stra\u00dfe um seines Namens willen. <\/strong>Wie leicht kann man sich im Labyrinth des Lebens verlaufen. Eine falsche Abzweigung, ein schlecht beleuchteter Weg und schon dreht man sich im Kreis, sucht nach Auswegen und findet bestenfalls Umwege. Wie gut, wenn man dann sein Buch der Orientierung aufschl\u00e4gt. Manche nennen es Bibel. Oder einen Engel wie mich nach dem richtigen Weg fragt. Daf\u00fcr bin ich ja da. Solange Ulf seinen klugen Kopf weiterhin dazu benutzt, um neue Dinge zu lernen, und seinen Weg sucht im Vertrauen darauf, dass Gott ihn f\u00fchrt und auf ihn aufpasst. Solange wird er sich auch nie wirklich verirren. Gottes Wege gehen zwar um manche Ecken, \u00fcber H\u00fcgel und T\u00e4ler, doch am Ende f\u00fchren sie einen Menschen ans Ziel, dorthin, wo Gott es will. <\/em><\/p>\n<p><em>Auch NADINE sucht einen kompetenten Wegbegleiter und weisen Lehrer. Mit Psalm 25 bittet sie: <strong>Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; t\u00e4glich harre ich auf dich.<\/strong> Nur wer Erfahrungen mit dem Leben gemacht hat, wei\u00df, dass er nicht alles allein schaffen kann. Dass er Orientierung braucht zur Wahrheitsfindung, Hilfe zum Leben allgemein. Nur der macht sich \u00fcberhaupt selbst auf den Weg. Er vertraut nicht althergebrachten Fu\u00dfstapfen; er probiert neue aus. Auf Nadine`s Spuren w\u00fcrde ich gern bleiben, sie weiterbegleiten. Ich w\u00e4re gern ihr Schutz- und Wahrheits-Such-Engel. <\/em><\/p>\n<p><em>SWANTJE sprudelt innerlich vor Ideen, auch wenn sie \u00e4u\u00dferlich meist recht still bleibt. Ihre Gedanken reichen in die Tiefe, zur Quelle des Lebens. Was sie von dort sch\u00f6pft, beschreibt sie mit ihren Worten: \u201eGott erschuf die Welt, bei ihm fing das Leben an, und er gibt uns Licht zum Leben. Ich hoffe, dass er mich weiterbringt, und dass ich bewahrt werde.\u201c Psalm 36 sagt es so: <strong>Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Alle Menschen suchen nach der Quelle ihres Lebens, suchen jenen Ursprung, der Hoffnung und Freude, Zuversicht und Lebenskraft in ihnen wachsen und sprudeln l\u00e4sst. Sie wollen wissen, woher sie kommen, wozu sie geh\u00f6ren, wohin sie gehen werden. Damit k\u00f6nnen sie sich selber besser einsch\u00e4tzen und verstehen. Die Quelle ihres Lebens sagt etwas dar\u00fcber aus, wer sie eigentlich sind, und was ihre Aufgabe ist. <\/em><\/p>\n<p><em>Menschen, die im Sch\u00f6pfergott ihre Herkunft erkennen, haben eine unersch\u00f6pfliche Quelle, die ihr Leben nicht nur dahinpl\u00e4tschern, vielmehr \u00fcbersch\u00e4umend sprudeln l\u00e4sst. In ihnen w\u00e4chst eine unb\u00e4ndige Freude am Leben, die nie vergeht. <\/em><\/p>\n<p><em>STEFANIE tr\u00e4umt von einem gro\u00dfen Licht, von vielen hellen Augenblicken des Gl\u00fccks, die alle Dunkelheiten vergessen lassen. Sie h\u00f6rt gern, was Christus von sich sagt: <strong>Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. <\/strong>Auf jedes Menschenleben f\u00e4llt ein besonderes Licht. Manchmal ist es unseren Augen verborgen, aber Gott sieht es. Sein Augen-Licht w\u00e4rmt und erleuchtet, l\u00e4sst Menschen im Gegen\u00fcber zu ihren Mitmenschen richtig aussehen und richtig handeln. In seinem Lichtschein wird Stefanie ihren Weg finden! <\/em><\/p>\n<p><em>MAIKE f\u00fchlt sich ermutigt, wenn sie h\u00f6rt, dass Jesus sagt: <strong>Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan. <\/strong>Jesus verspricht den Menschen, dass Beten Erfolg haben wird. Nat\u00fcrlich nicht wie ein Kaugummi-Automat: Gebet rein, Wunsch raus. Vielmehr so, dass Gott den Menschen Herz, Ohr und alle Sinne daf\u00fcr \u00f6ffnet, dass da noch andere Menschen sind, mit denen sie zu tun haben. Menschen, die sie bitten k\u00f6nnen oder von ihnen gebeten werden. Menschen, die mit ihnen suchen, wenn etwas Wichtiges verloren ging. Und Menschen, die sich \u00f6ffnen, wenn man bei ihnen anklopft. Den Mut daf\u00fcr sollte Maike sich unbedingt bewahren. <\/em><\/p>\n<p align=\"center\">IV.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nen Worte von \u201eKoma-Schutz\u201c hatten mich so herrlich eingelullt, dass ich fast den Wecker heute morgen \u00fcberh\u00f6rt h\u00e4tte. Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett. Schnappte noch schnell meinen Traum und quetschte ihn zwischen die Seiten meiner Gottesdienstmappe. Nun habe ich leider keine Predigt. Aber vielleicht konnte euch euer Konfirmanden-Gruppen-Schutz-Engel noch etwas Nettes ins Ohr fl\u00fcstern. Er bleibt euch ja treu f\u00fcr den Rest eures Leben. Hat er mir versprochen. Denn ihr seid seine <strong>A<\/strong>m-<strong>M<\/strong>eistgeliebten-<strong>E<\/strong>inzigartigen-Konfirmations-<strong>N<\/strong>ovizen.<\/p>\n<p>Oder kurz: AMEN.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong> Kirchengemeinden Roringen u. Herberhausen<br \/>\nPastorin Karin Klement Lange Stra\u00dfe 42<br \/>\n37077 G\u00f6ttingen<br \/>\nTel. 0551 \u2013 2 15 66<br \/>\nFax 0551 \u2013 209 999 4<br \/>\nEmail <a href=\"mailto:Karin.Klement@evlka.de\">Karin.Klement@evlka.de<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Miserikordias Domini, 25. April 2004 Predigt zur Konfirmation \u00fcber 1. Petrus 2, 21b-25, verfa\u00dft von Karin Klement VORBEMERKUNGEN In meinen beiden Gemeinden finden, trotz der relativ kleinen Gruppen (9 u. 10 Jugendliche) jeweils eigene Konfirmationen statt. Ich nutze dies als M\u00f6glichkeit, jede Konfirmandin, jeden Konfirmand pers\u00f6nlich anzusprechen. 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