{"id":9918,"date":"2021-02-07T19:49:33","date_gmt":"2021-02-07T19:49:33","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9918"},"modified":"2022-10-22T14:01:48","modified_gmt":"2022-10-22T12:01:48","slug":"kolosser-3-16-zum-muttertag-mit-dem-kindergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/kolosser-3-16-zum-muttertag-mit-dem-kindergarten\/","title":{"rendered":"Kolosser 3, 16 zum Muttertag &#8211; mit dem Kindergarten"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Gottesdienst am 9. 05. 04 (Muttertag) in Ildehausen mit dem Kindergarten<\/p>\n<p align=\"center\"><strong><em> Kindergarten zieht ein<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfungslied <\/em><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Begr\u00fc\u00dfung<br \/>\nBibl. Votum <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Gemeindelied: 501, 1-4 <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Gebet<br \/>\nLesung <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><em> Kindermutmachlied <\/em><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Ansprache <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Gemeindelied 334, 1-6 <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><em> Lied der Kinder: Tausend G\u00e4nsebl\u00fcmchen mit Aktion <\/em><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Musik und Lied 324, 1-5 <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Abk\u00fcndigungen<br \/>\nF\u00fcrbitten <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong> Vater unser<br \/>\nSegen <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><em> Viele kleine Leute <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Muttertag: das ist einer jener Gedenktage im Kalenderjahr, an dem viele Menschen innehalten und an andere denken: an die, deren Arbeit und Hilfe ganz selbstverst\u00e4ndlich erbeten, gefordert und erw\u00fcnscht ist.<br \/>\nMuttertag: mit ihm und von ihm leben viele Menschen, verdienen an ihm und machen Gesch\u00e4fte.<br \/>\nMuttertag: dieses Fest stammt aus einer Zeit unserer Geschichte, der wir heute reserviert begegnen und aus der neben dem 1. Mai nur dieser Gedenktag an die deutsche Frau \u00fcbrig geblieben ist.<br \/>\nIn erster Linie gilt dieser Tag der Frau in der Familie, der Mutter mit ihren Kindern, mit Arbeit in Haus und Hof und schlie\u00dft eine Lebenswirklichkeit ein, die heute so nicht mehr gegeben ist. Unsere Gesellschaft hat sich ver\u00e4ndert, mit ihr und durch sie auch die Menschen, vor allem das Leitbild der Frau. Emanzipierte Frauen haben eine andere Beziehung zum Muttersein und Muttertag, manche \u00e4ltere Frau dagegen schaut mit verkl\u00e4rten Augen auf eine fr\u00fchere Zeit, in der sie jung gewesen ist.<br \/>\nEs w\u00e4re noch daran zu erinnern, dass fr\u00fchere Gattinnen der Bundespr\u00e4sidenten dem M\u00fcttergenesungswerk vorstanden und gerade in diesen Tagen f\u00fcr gute Zwecke wie Kur und Erholung warben \u2013 heute h\u00f6ren wir wenig davon.<br \/>\nUnd doch kann der aufmerksame Leser Gedichte zu diesem Anla\u00df in so manchen Zeitungen entdecken, wie z. B. dieses:<\/p>\n<p align=\"center\">\u201eWenn du noch eine Mutter hast,<br \/>\nso danke Gott und sei zufrieden;<br \/>\nnicht allen auf den Erdenrund<br \/>\nist dieses hohe Gl\u00fcck beschieden\u2026\u201c<\/p>\n<p>Ich denke, Sie wissen, liebe Gemeinde, was damit gemeint ist.<br \/>\nF\u00fcr unseren Glauben an Jesus Christus ergibt sich eher die gute Gelegenheit, sich der Kraftquelle zu erinnern, woraus Eltern, Mutter wie Vater unbewusst oder bewusst sch\u00f6pfen und neue Zuversicht bekommen: n\u00e4mlich aus der Quelle der Liebe in Jesus Christus. Die Botschaft des Sonntages aus dem Brief an die Kolosser sagt das so:<\/p>\n<p align=\"center\">La\u00dft das Wort Christi reichlich unter euch wohnen:<br \/>\nLehrt und ermahnt einander in aller Weisheit;<br \/>\nmit Psalmen, Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern<br \/>\nsingt Gott dankbar in euren Herzen.\u201c<\/p>\n<p>Klar, dass das Wort Christi sich in der Liebe zu den Menschen entfaltet und verschenkt. Nichts anderes ist damit gemeint und angesprochen, wenn Paulus so sagt:<br \/>\nDie Liebe h\u00f6ret nimmer auf. Sie hofft alles, sie glaubt alles, sie tr\u00e4gt alles.<br \/>\nDie Liebe ist Mitte und Kraft f\u00fcr ein gelingendes gutes Leben untereinander und miteinander. Ist das nicht unser t\u00e4gliches Bem\u00fchen, unser aller Anliegen, dass in der Familie, zwischen Mann und Frau, Eltern und Kindern sich Liebe ausbreitet, verbindet, vergibt, verzeiht, ermutigt und warnt? Leisten diese nicht viele M\u00fctter so selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die Familie neben der Freizeit und au\u00dferhalb ihres Berufes: auch noch! Ich sage bewusst, auch noch, wo schon viele andere Aufgaben und Pflichten zu bew\u00e4ltigen sind?! Man mag \u00fcber die Gr\u00fcnde unterschiedlich denken \u2013 dennoch, erst mit und aus und durch das Kraftfeld der Liebe Gottes zu uns Menschen, die weiter gereicht wird von den Eltern in den Rahmen ihrer Familie und an ihre Kinder wird gl\u00fcckliches Leben sinnvoll und m\u00f6glich. So erlebe ich es \u2013 so w\u00fcnsche ich es mir.<\/p>\n<p>Und damit sind wir mittendrin in der Botschaft der guten Nachricht an die Kolosser. Denn in nichts anderem als in diesem guten und vertrauensvollen Miteinander und F\u00fcreinander, in Dankbarkeit und Achtung und im Geltenlassen des anderen \u2013 was \u00fcbrigens immer schwieriger wird \u2013 in Hilfe und Aufmerksamkeit ergibt sich das Gl\u00fcck und die Freude aller. Paulus sieht dieses vor allem im Blick auf die Gemeinde der Christen vor Ort, wo die Achtung der anderen ebenso selbstverst\u00e4ndlich ist wie Partnerschaft und gegenseitige Hilfe, der J\u00fcngeren wie der \u00c4lteren. Dazu z\u00e4hlen die Wahrnehmung und F\u00f6rderung der Gaben, das Erkennen der Grenzen der M\u00f6glichkeiten, der St\u00e4rken und Schwachen des Partners ebenso wie Geduld und Nachsicht, Ruhe und Langmut: eben die G\u00fcte, die aus der Kraft der Liebe kommt und sich durch beiderseitiges Vertrauen gest\u00e4rkt je neu und je anders den anvertrauten Menschen schenkt.<\/p>\n<p>Damit verbindet sich etwas anderes, was im Kalender der Kirche an diesem Tag von besonderer Wichtigkeit sein soll: die Musik in unseren Kirchen.<br \/>\nJa, wir singen und musizieren flei\u00dfig in unseren Gemeinden: in den Ch\u00f6ren f\u00fcr jung und alt, es werden Posaunen geblasen und Fl\u00f6ten erklingen! Und gleichsam als Unterst\u00fctzung unserer Stimmen in Freud und Leid begleitet uns zu jeder gottesdienstlichen Feier die Orgel. Wer einmal \u00fcber Jahre in einer Kirche arbeiten musste, wo die Orgel entweder verrottet oder nicht mehr vorhanden war, wei\u00df diese k\u00f6nigliche Instrument zu sch\u00e4tzen. Musik und Instrumente, angefangen von der eigenen Stimme sind Gaben Gottes f\u00fcr unser Leben in der Gemeinschaft. Niemand m\u00f6chte wirklich auf sie verzichten. Und so meint Martin Luther zu Recht:<br \/>\n\u201eMusika ist das beste Labsal einem betr\u00fcbten Herzen und Menschen, dadurch die Seele wieder zufrieden, erquickt und erfrischt wird.\u201c<\/p>\n<p>Oder:<br \/>\n\u201eDer sch\u00f6nsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musika, damit viel Anfechtung und b\u00f6se Gedanken vertreibt. Sie vertreibt den B\u00f6sen und n\u00f6tigt uns, dass wir gelinder und sanftm\u00fctiger, sittsamer und vern\u00fcnftiger werden und leben.\u201c<br \/>\nWie dieses sein kann und wie wir das erleben d\u00fcrfen, das wird f\u00fcr uns sp\u00fcrbar im Gesang der Kinder aus dem Kindergarten oder wenn wir an die Musik der vergangenen Sonntage denken: mit Posaunen und Trompeten und den Ch\u00f6ren. La\u00dft uns diesen Schatz nicht nur bewahren und erhalten \u2013 er ist eine besondere Gabe der F\u00fcrsorge Gottes f\u00fcr unser Dorf \u2013 sondern lasst uns mit einstimmen hier und heute und \u00fcberall da, wo wir dazu kommen und mitmachen: singend, musizierend und h\u00f6rend.<\/p>\n<p>\u201e\u2026 mit Psalmen und Liedern und geistlichen Ges\u00e4ngen, in dem wir in unserem Herzen unserem Gott danken.\u201c<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p><strong>Christian Tegtmeier<br \/>\nPfarrer in Kirchberg und Ildehausen<br \/>\n<\/strong> <a href=\"mailto:gabriele.tegtmeier@t-online.de\"><strong>gabriele.tegtmeier@t-online.de <\/strong> <\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gottesdienst am 9. 05. 04 (Muttertag) in Ildehausen mit dem Kindergarten Kindergarten zieht ein Begr\u00fc\u00dfungslied Begr\u00fc\u00dfung Bibl. 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