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Der Podcast der Theologischen Fakultät

Wissenschaftliche Spotlights auf Religion und Spiritualität

Was unterscheidet Menschen von Cyborgs? Was passiert, wenn wir sterben? Was hat Rap mit Religion zu tun? Gibt es Schuld und einen freien Willen? Was steht wirklich in der Bibel und wie ernst nehmen Muslime den Koran? In der Theologie und Religionswissenschaft der Universität Zürich wird zu diesen Fragen, zu Spiritualität und verschiedenen Religionen geforscht. Jeden zweiten Freitagabend spricht Prof. Dr. Dorothea Lüddeckens mit Kolleg:innen und Gästen über ihre Forschung, ihre Perspektiven auf Spiritualität, Religion und die Welt.

 

Möchte Gott eine Päpstin? – Dorothea Sattler über Reformprozesse in der römisch-katholischen Kirche

Dorothea Sattler

Folge 29 (25.11.2022)

Die römisch-katholische Kirche muss sich verändern. Das ist nicht nur ein dringendes Anliegen vieler Kirchenangehöriger, sondern gemäss Papst Franziskus auch der Wille Gottes. Entscheidungen sollen dereinst nicht mehr vom Papst und den Bischöfen alleine getroffen werden, sondern unter Einbezug der Gemeinden. Die römisch-katholische Theologin und Aktivistin Dorothea Sattler setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass in diesem Zusammenhang auch Frauen angemessen beteiligt werden müssen und die volle Teilhabe an allen Diensten und Ämtern erhalten sollten. Sie ist überzeugt, dass ein umfassender Reformprozess mit Machtverzicht, Partizipation und Transparenz für die Zukunft der katholischen Kirche unverzichtbar ist – als Alternativen blieben nur die Gründung einer neuen Kirche oder der stille Rückzug.

Dorothea Sattler wurde von der Theologischen Fakultät der Universität Zürich 2022 mit der Ehrenpromotion für ihr ausserordentliches Engagement gewürdigt.

 

Am Schluss dieser Podcast-Folge findet sich ein aktueller Hinweis auf die Pop-Up Konferenz «Research on Religion and Spirituality by Scholars at Risk», die vom 1.–3.12.2022 an der Theologischen Fakultät in Zürich stattfinden wird. Die Konferenz ermöglicht den Austausch unter geflüchteten und im Exil-lebenden Wissenschaftler:innen aus Ländern wie der Ukraine, Iran, Afghanistan und China und bietet Einblicke in die vielfältige Forschung dieser «Scholars at Risk». Interessierte sind herzlich eingeladen, vor Ort in Zürich oder online teilzunehmen.

 

Sind Gebete zwecklos? – Markus Höfner über Beten als religiöse Praxis mit sozialen und politischen Dimensionen

Markus Höfner

Folge 28 (11.11.2022)

Was hilft es den kriegsversehrten Menschen in der Ukraine, wenn jemand für sie betet? Meinen gläubige Menschen tatsächlich, Gott durch Gebete beeinflussen zu können? Der Theologe und Religionsphilosoph Markus Höfner hält die Annahme für unplausibel, Gebete hätten eine kausale, «magische» Wirkung auf Gott und damit unmittelbaren Einfluss auf das Geschehen in der Welt. Er argumentiert dennoch dafür, dass Beten mehr als ein innerpsychisches Wellness-Programm ist und Gott mehr als eine nützliche Fiktion. Ausserdem spricht er über das Beten als Empowerment, über Gebetsräume, das Minarettverbot in der Schweiz und Entweihungsgottesdienste.

 

Von Samhain zu Halloween? – Bernhard Maier über Kelten, Kontinuitäten und Kommerzialisierung

Bernhard Maier

Folge 27 (28.10.2022)

Gehen die grusligen Halloweenmasken tatsächlich auf einen keltischen Totenkult zurück? Oder hat Halloween mit den kirchlichen Totenfeiertagen Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November zu tun? Der Religionswissenschaftler und Keltenspezialist Bernhard Maier spricht über politisch und religiös motivierte (Fehl-)Interpretationen alter Bräuche, die Vielfalt christlicher Traditionen und das vermeintliche Verschwinden der Kelten. Ausserdem geht es um Prunkgräber, den «germanischen Lichterbaum» und um die Paddington-Teddies für die Queen.

 

Der weibliche Körper als Schlachtfeld – Die iranische Philosophin Saida Mir Sadri über Kopftuch, Freiheit und Gott

Saida Mir Sadri

Folge 26 (14.10.2022)

Bei den gegenwärtigen Protesten im Iran geht es nicht um das Kopftuch an sich, sondern um die Freiheit es zu tragen – oder auch nicht. Saida Mir Sadri, Gastprofessorin für Islamische Theologie und Bildung, hat in Ghom, der vielleicht konservativsten Stadt des Irans, sehr erfolgreich unter lauter Männern studiert und setzt sich in ihren wissenschaftlichen Arbeiten u.a. mit der Verantwortung des Menschen für die Welt auseinander.
Als muslimische Philosophin ist sie überzeugt, dass es im Islam neue Antworten auf zeitgenössische Fragen braucht – ob beim Thema Ökologie oder Frauenrechte – und damit auch Gott neu gedacht werden muss. Als Dozentin an der Universität Zürich wundert sie sich darüber, dass Schweizer Männer Frauenrechte offenbar als Frauensache wahrnehmen – ganz im Gegensatz zu den meisten jungen Iranern.

 

Faschismus in Indien – Britta Ohm über Hindu-Nationalismus und die Verdrehung von Täter und Opfer

Britta Ohm

Folge 25 (30.9.2022)

Indien entwickelt unter dem Einfluss der hindu-nationalistischen Partei BJP immer stärker faschistische Strukturen. Ausgehend von der Idee des Hindu als biologisch-rassische Kategorie werden Minderheiten systematisch ausgegrenzt und die Rolle von Tätern und Opfern verdreht. Die Politikwissenschaftlerin und Anthropologin Britta Ohm zeigt auf, wo diese Entwicklung ihre Ursprünge hat, wie sie konkret funktioniert und wohin sie führt. Ausserdem erzählt sie von einem Imbissverkäufer, der verhaftet wurde, weil er sein Essen ins falsche Zeitungspapier gewickelt hat, und erklärt, weshalb in den Vorgärten indischer TV-Familien stets ein Tulsi-Baum steht.

 

Kindheit in Holland, Jugend in Zürich, Forschung im Iran: Mit UZH-Rektor Michael Schaepman im Gespräch

UZH-Rektor Michael Schaepman

Folge 24 (16.9.2022)

UZH-Rektor Michael Schaepman berichtet von seiner Kindheit und Jugend zwischen Calvinismus, Katholizismus, Luthertum und Zwinglianismus und hinterfragt seine von den Eltern geprägte Arbeitsmoral. Er erzählt von seinen Iranreisen als Geograph, den faszinierenden Klimabedingungen dort und davon, dass der Iran anders ist als erwartet. Er traut dem theologischen Denken und dem religionswissenschaftlichen Wissen über Religionen einiges zu und plädiert dafür azyklisch zu investieren, sich den Fragen der Ethik und den Wertediskussionen zu stellen – denn die Existenz Künstlicher Existenz zieht seiner Meinung nach «eine riesige Ethikdiskussion, eine Wertediskussion hinter sich her» die Frage ist «wer übernimmt die Verantwortung? … das machen nicht die Naturwissenschaftler…»

 


2. Staffel (Februar bis Juni 2022)

Von Ordnung, Chaos und Verantwortung: Thomas Krüger über Schöpfungsmythen und die Stellung des Menschen in der Welt

Folge 23 (17.6.2022)

War am Anfang der Urknall, göttliches Handwerk oder doch ein Kampf gegen riesige Meeresungeheuer? Über den Ursprung der Welt denken die Menschen schon seit tausenden von Jahren nach, auch weil damit ganz grundlegende Perspektiven auf Welt und Wirklichkeit verbunden sind. Thomas Krüger erzählt in der letzten Podcastfolge dieser Staffel von Anfängen und Potenzialen, von kooperativen und direktiven Schöpfungsstilen, von Traditionen und der Aktualität uralter Texte. Er erklärt, warum die biblischen Schöpfungsmythen die Menschen zum respektvoll Umgang mit der Welt auffordern und inwiefern das Leben mehr als die faktische Wirklichkeit umfasst. Ausserdem denkt er darüber nach, wie man sich Gott vorstellen kann, wenn man Evolution ernst nimmt, und ob es ein Problem ist, wenn man niemanden hat, bei dem man sich über die Welt beschweren oder für ihre Schönheit bedanken kann.

 

Von selbstgewählter Armut bis zur Wahrheit der Anderen – Pater Laurentius Höhn über das Leben im Dominikanerorden

Folge 22 (3.6.2022)

Armut, Gehorsam und keusche Ehelosigkeit usque ad mortem, bis zum Tod: Der damit verbundene Verzicht eröffnet die Freiheit, sich anderen Menschen mit grösserer Aufmerksamkeit zuzuwenden, davon ist Pater Laurentius überzeugt. Im Gespräch erklärt der Novizenmeister, warum Kuscheltiere in der Mönchszelle nicht zu einem reifen Ordensleben beitragen und weshalb der Nachwuchs der Dominikaner heute eher aus Vietnam und als aus Polen kommt. Ausserdem spricht er darüber, wie wichtig der Blick auf die Wahrheit der Anderen ist, um die Welt gemeinsam im Sinn eines guten Humanismus gestalten zu können und was die «Auffahrt» vor Pfingsten bedeutet.

 

(Am Katholikentag 2022 wurde ein kurzes Video von Pater Laurentius Höhn und Erzbischof Jean-Paul Vesco – den Höhn im Gespräch erwähnt – aufgezeichnet. Sie finden es hier.)

 

Sex oder kein Sex? – Bruno Biermann über Interpretation und Funktionen antiker Stempelsiegel

Folge 21 (20.5.2022)

Männer sind erfolgreich - Frauen tragen Schmuck? Anhand von bis zu 4000 Jahre alten Siegeln wird im Gespräch mit hartnäckigen Vorurteilen aufgeräumt. Ausserdem geht es darum, dass Daumennagel-kleine Darstellungen von Sex einst Dämonen abwehren sollten und dass der Verlust eines winzigen Siegels seine Besitzer:innen teuer zu stehen kommen konnte. Bruno Biermann ist Mitglied eines Forschungsprojektes, das sich antiken Stempelsiegeln aus dem Gebiet des heutigen Israel, Palästina und Jordanien befasst. Er erklärt wie Perspektiven von Wissenschaftler:innen den Blick auf ihren Forschungsgegenstand prägen und inwiefern eine digitale Datenbank zu neuen Forschungsergebnissen führen kann.

 

Sakralisierung russischer Politik? – Sebastian Rimestad über die Orthodoxen Kirchen in Russland und der Ukraine

Folge 20 (6.5.2022)

Die Vorstellung, dass Staat und Kirche, Politik und Religion eng zusammengehören, ist nicht neu, sondern ein Narrativ mit alten Wurzeln im oströmischen Reich. Die «Sakralisierung russischer Politik», die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine immer wieder thematisiert wird, ist eine Konsequenz dieses alten Narrativs, wie der Religions- und Politikwissenschaftler Sebastian Rimestad erläutert. Im Gespräch mit Dorothea Lüddeckens geht er zudem den Fragen nach, was es heisst, «orthodox» zu sein, wie es um die politische Loyalität der Kirchen in Russland und in der Ukraine steht und wieso Statistiken zur Religionszugehörigkeit mit Vorsicht zu geniessen sind.

 

Blinde Flecken der Theologie – Sabrina Müller über die fehlende weibliche Perspektive und Theologien von unten

Folge 19 (22.4.2022)

Kritischer Blick auf die eigene Disziplin: Sabrina Müller, selbst Praktische Theologin und Geschäftsleiterin des Universitären Forschungsschwerpunktes «Digital Religion(s)», macht auf den «bias», auf Verzerrungen aufmerksam, unter anderem bei «deutschsprachigen, weissen, männlichen Praktischen Theologen». Sie selbst fordert auch weibliche, Trans- und nicht-europäische Perspektiven ein, erzählt vom Potential religiös gedeuteter Erfahrungen und will «Theologie von unten», die empowert – mit und ohne Dämonen.

 

Es ist vollbracht – Karfreitag zwischen historischen Fakten und theologischer Deutung mit Jörg Frey

Folge 18 (8.4.2022)

Die Kreuzigung Jesu diente nicht der Satisfaktion eines beleidigten, zornigen Gottes und war auch kein kultisch-religiöser Akt. Jörg Frey, Professor für Neutestamentliche Wissenschaft mit dem Schwerpunkt antikes Judentum, zeichnet einflussreiche Narrative und Denkfiguren nach, erläutert die historischen Hintergründe und die politische Gemengelage und bietet zudem eine theologische Deutung. Dabei argumentiert er gegen Missverständnisse und fatale antisemitische Klischees.

 

Islam der Selbstverständlichkeit: Rap und Religion mit Andrea Suter

Folge 17 (1.4.2022)

Bismillah. Musiklabels, die während des Ramadans geschlossen sind, Musik, die davon erzählt, wie die Hinwendung zum Islam zur positiven Lebenswende führt, Musik, die von Politiker*innen für gewaltsame Unruhen verantwortlich gemacht wird – um das geht es im Gespräch mit Andrea Suter vom Religionswissenschaftlichen Seminar. Sie erklärt, wie die Figur des Rappers zum symbolischen Sammelbecken für das postkoloniale Frankreich wurde, und berichtet von Rappern, die ganz selbstverständlich darüber diskutieren, ob es «haram» (verboten) ist, Hunde zu kaufen.

 

Von Tyrannenmord und guten Mächten: Dominik Weyl über den Theologen Dietrich Bonhoeffer

Folge 16 (18.3.2022)

Gibt es eine Verantwortung schuldig zu werden? Der Theologe Dominik Weyl spricht mit Bezügen zum Krieg in der Ukraine darüber, welche Vorstellung von Gott für Bonhoeffers Denken entscheidend war, was er über das Töten dachte, warum Freiheit immer nur in Beziehung zu verstehen ist und vom Wunsch, Tyrannen aus der Szene zu nehmen. Dietrich Bonhoeffer hat den kirchlichen und politischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus nicht nur theologisch durchdacht, sondern ihn auch aktiv mitgetragen – und wurde dafür im April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet.

 

Von gleissendem Licht und Lebensfilm: Jens Schlieter über die Deutung von Nahtoderfahrungen

Folge 15 (4.3.2022)

In unmittelbarer Todesnähe machen Menschen tiefgreifende Erfahrungen ganz unterschiedlicher Art: Sie werden durch einen Tunnel gesaugt, wandeln über paradiesische Wiesen, beobachten von aussen, wie ihr Körper wiederbelebt wird, oder sehen in rasender Geschwindigkeit ihren eigenen Lebensfilm rückwärts vor sich ablaufen. Jens Schlieter, Religionswissenschaftler und Tibetologe an der Universität Bern, spricht über die Geschichte solcher Nahtoderfahrungen, über ihre unterschiedliche Gestalt in verschiedenen Kulturen und davon, wie sie aus wissenschaftlicher Sicht interpretiert werden können.

 

Von Wach- und Traumvisionen: Simon Peng-Keller über das Sterben als spirituelles Ereignis mit medizinischen Implikationen

Folge 14 (18.2.2022)

Sterben ist nicht nur mit Trauer und Verlust verbunden, sondern ermöglicht auch Momente stiller Fröhlichkeit und zeitloser Präsenz. Simon Peng-Keller, Professor für Spiritual Care an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, berichtet von seinen empirischen Untersuchungen zu den visionären Begegnungen Sterbender und plädiert für einen Perspektivenwechsel: Nicht die dominante medizinische Aussensicht auf den Tod sei letztlich zentral, sondern das spirituelle Erleben der Sterbenden am Übergang in einen anderen Lebensmodus. Zuversichtlich stimmen dann nicht nur die Besuche von geliebten, längst verstorbenen Haustieren am Totenbett, sondern auch das letzte Staunen von Steve Jobs.

 


1. Staffel (April bis Juli 2021)

Vom Glanz im Leben: Erinnerungen an Markus Huppenbauer

Folge 13 (2.7.2021)

Eine etwas andere Folge zum Abschluss dieser ersten Staffel. Markus Huppenbauer, Ethiker, Theologe, Geniesser und kritischer Geist ist vor knapp einem Jahr plötzlich verstorben. In Gesprächen mit Barbara Bleisch, Stefan Jütte, Tobias Brügger und Niklaus Peter wird einigen Themen seines Denkens nachgegangen: Der Frage nach dem Guten Leben, nach Reichtum, nach dem Unkontrollierbaren und ob Religion spezifisch oder universal zu verstehen ist. Was (u.a.!) bleibt, ist die Erkenntnis, dass es Glanz im Leben braucht und auch das Schwere seinen Raum haben darf.

 

Liebe und Entmannung: Heloise und Abaelard zwischen Zölibat und Emanzipation mit Silke-Petra Bergjan

Folge 12 (25.6.2021)

Eine Liebesgeschichte aus dem Mittelalter zwischen zwei Gelehrten, die damals für Furore (und Verbrechen) sorgte und bis heute von AutorInnen immer wieder neu erzählt wird. Warum sie ein Stück religiöser Zeitgeschichte ist und wie sie um 1900 in den USA aus emanzipierter Feder klingt, erzählt die Kirchenhistorikerin Silke-Petra Bergjan. In einem Seminar ist sie den Leser*innen und Folgeautor*innen gefolgt und hat vergessene Romane wieder ausgegraben.

 

Menschsein unter Druck – zwischen Affen und Cyborgs mit Matthias D. Wüthrich

Folge 11 (18.6.2021)

Das Interesse an grenzüberschreitenden Fragen führt den systematischen Theologen und Religionsphilosophen Matthias Wüthrich zur Frage aller Fragen: Was ist der Mensch? In der heutigen Folge geht es um Grenzverschmierungen, falsche Analogien und die Frage der Willensfreiheit.

 

Religion und Geld: Über eine Hassliebe mit Isaac Osei-Tutu

Folge 10 (14.6.2021)

Sonne, Freude, Erleichterung - das kommt Isaac Osei-Tutu in den Sinn, wenn er an sein Heimatland denkt. Der Wirtschaftsethiker befasst sich mit charismatischen Pfingstgemeinden in Ghana und erzählt von luxusliebenden Pfarrern mit Maseratis, bewundernden und kritischen Gläubigen, und von Verträgen, in denen Geld und Hoffnung eine Rolle für den Glauben spielen.
 

Salafisten, Jihadisten, Islamisten? Mira Menzfeld klärt auf

Folge 9 (4.6.2021)

Wenn es um muslimische Gruppierungen geht, gibt es oftmals viele Vorurteile und wenig Differenzierung. Die Ethnologin Dr. Mira Menzfeld klärt Missverständnisse auf und gibt Einblicke in ihre Forschungsarbeit zu Salafis.

 

Wut und Traurigkeit: Indiens Versagen in der Pandemie mit Nina Rageth

Folge 8 (28.5.2021)

Indien scheitert im Umgang mit der Pandemie. Dr. Nina Rageth erzählt von eigenen Erfahrungen in Indien, Gurus und ihren Corona-Heilmitteln und von persönlichen Tragödien, die sich in dieser humanitären Katastrophe abspielen.

 

Gewalt in und aus Gaza und Israel: Ein Gespräch zu den Hintergründen mit Konrad Schmid

Folge 7 (21.5.2021)

Welche Rolle spielt Religion im Konflikt zwischen Israel und Palästina? Konrad Schmid spricht über Schulkinder im Shelter, Flüchtlinge ohne Rückkehrrecht, romantische Wertvorstellungen, die das Staatsverständnis Israels begründen und die Frage wie säkular Israel ist.

 

10 Jahre in 10 Tagen: Kirche und Digitalisierung mit Thomas Schlag

Folge 6 (14.5.2021)

Seinem Namen getreu, stellt sich Prof. Dr. Thomas Schlag dem schlagfertigen Schlagabtausch. In der heutigen Folge geht es mit der CONTOC Studie um kirchliche Digitalisierung in Zeiten von Corona, gläserne Wände in Gottesdiensten, religiöse InfluencerInnen und die Frage nach der Schwarmintelligenz der Kirche.

 

Wechsel der Zentralperspektive: Auf Zeitreise im Iran mit Farida Stickel und Christoph Uehlinger

Folge 5 (7.5.2021)

Zwei Zeitreisende (Dr. Farida Stickel und Prof. Dr. Christoph Uehlinger) thematisieren verzerrte westliche Wahrnehmungen und das Doch-nicht-ganz-so-Anders-Sein. Ahyatolla Khomeni als unfreiwilliger Frauenbefreier? Tolerante Sassaniden und Intolleranz unter christlicher Herrschaft? Und schliesslich: Koffer packen für zukünftige Studienreisen.

 

Das vegane Paradies, Empathie und süsse Stückli (mit Stefan Krauter)

Folge 4 (30.4.2021)

Ein Frischling spricht über das Essen, aber auch darüber, dass nicht aus jeder Krise zwingend etwas Positives zu ziehen ist. Im Blick auf das Neue Testament ist Prof. Dr. Stefan Krauter aber auch wichtig, dass Krankheiten nicht auf die Sünde und Schuld des Einzelnen zurückgeführt werden.

 

Wer bekommt den Sauerstoff? Triage, Gender und Islamische Theologie (mit Rana Alsoufi)

Folge 3 (26.4.2021)

Sie ist ein Hybrid der Oberklasse: Prof. Dr. Rana Alsoufi hat islamisches Recht, Islam- und Religionswissenschaft studiert und möchte in der islamischen Theologie Antworten auf die gesellschaftlichen Probleme der Gegenwart entwickeln. Medizinethik ist ebenso ihr Thema wie der Austausch zwischen jüdischer und islamischer Theologie. Nicht zu vergessen: die kritischen Anfragen junger muslimischer Studentinnen zu Genderthemen im Islamischen Recht.

 

Kirche in der Krise? Von narzisstischer Kränkung und kollektivem Selbstbewusstsein (mit Ralph Kunz)

Folge 2 (16.4.2021)

Prof. Dr. Ralph Kunz ist Generalist und denkt immer wieder quer zum Strom. Hat die Kirche angesichts des ersten Lockdowns geschlafen oder war sie in Schockstarre? Muss sie in die Therapie? Ist sie als grosser Tanker mit zu vielen stillen Passagieren womöglich zu schwerfällig geworden? Es stellen sich viele Fragen...

 

Zum Auftakt: Die Impffrage mit Michael Coors

Folge 1 (6.4.2021)

Er ist nicht der Mann fürs Grobe, sondern widmet sich dem differenzierten Denken in der Ethik: Prof. Dr. Michael Coors macht den Auftakt zur neuen Podcastreihe und diskutiert zusammen mit Dorothea Lüddeckens ein aktuelles Thema: die Impffrage. Was Impfen mit Ostereier Verstecken und der Leiblichkeit der menschlichen Existenz zu tun hat und welche ethischen Konflikte sich mit einer Impfpflicht stellen erfahrt Ihr in der heutigen Folge.