Tagungen und Kongresse

Professionalisierung und Digitalisierung – Perspektiven für die seelsorgliche Dokumentationspraxis

 

19. Januar 2022, 13:00–17:45 Uhr
Theologisches Seminar (UZH), Kirchgasse 9, Zürich
Raum: KIR 200 (2. Stock)

Die Tagung findet im Rahmen des neuen UFSP-Projekts «Digital Religion(s)» der Universität Zürich statt (2021ff.) und bildet gleichzeitig den Abschluss des SNF-Forschungsprojekts «Dokumentation klinischer Seelsorge» (2018–2021). Es bündelt die Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprozesses mit Blick auf nationale und internationale Entwicklungen und lenkt den Fokus auf die fortschreitende Professionalisierung und Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Was bedeutet es für die Seelsorge, wenn die interprofessionelle Zusammenarbeit und Dokumentation an Bedeutung zunimmt und immer stärker über digitale Informationssysteme läuft? Worin bestehen die Chancen, worin die Herausforderungen dieser Entwicklung? Welche Modelle und Entwicklungs­perspektiven ergeben sich daraus für die Spitalseelsorge in der Schweiz?

Die Tagung richtet sich an Spitalseelsorgende, Gesundheitsfachleute und alle, die mit dem Thema in Berührung kommen. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen liefern Beiträge und diskutieren die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven.

Download Tagungsflyer (PDF, 1 MB)

 

Programm:

13.00 Uhr Ankommen und Kaffee
13.25 Uhr

Tagungseröffnung/Grusswort von Thomas Schlag
(Direktor des UFSP Digital Religion(s))

13.30 Uhr

Referat Pascal Mösli & Simon Peng-Keller
«Die Dokumentation klinischer Seelsorge in der Schweiz – Herausforderungen und Perspektiven»

14.15 Uhr Referat Bruno Bélanger
«Good practice in Québec/Kanada – Erfahrungen mit einem neuen Dokumentationssystem»
15.30 Uhr Pause
16.00 Uhr

Panel zu «Gegenwart und Zukunft seelsorglicher Dokumentation in der Schweiz»
unter der Leitung von Saara Folini & Claudia Graf
mit Michael Rufer (Professor für Psychiatrie/Klinik­direktor), Renata Aebi (Spitalseelsorgerin), Regula Rigort-Schellenberg (Leiterin Fachbereich und Dienste Pflege) & Thomas Gächter (Rechtswissenschafter/Dekan)
sowie mit einem virtuellen Input zur «Telechaplaincy und Digital Health» von David Neuhold & Fabian Winiger

17.45 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Podiumsdiskussion an der internationalen WHO-Konferenz zur Covid-19 Pandemie (20.-21. Oktober 2021)

 

20. Oktober 2021, 10:00 – 12:30 Uhr
21. Oktober 2021, 14:00 – 16:30 Uhr

Diese Veranstaltung, organisiert und moderiert in Zusammenarbeit mit der Professur für Spiritual Care der Universität Zürich, beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Seelsorgenden während der Covid-19 Pandemie. 

Ziel dieses Anlasses ist es,

  • Vertreter von Regierungen, Faith-Based Organisations (FBOs), Mitarbeiter der WHO und weitere Interessenvertreter miteinander ins Gespräch zu bringen;

  • den Austausch von Erfahrungen und «lessons learned» zu ermöglichen;

  • Beispiele von «good practices» in dem genannten Feld zu identifizieren;

  • das interdisziplinäre Netzwerk zu erweitern.

Die Podiumsdiskussion zur klinischen Seelsorge ist die bis anhin erste Veranstaltung der WHO zur Klinikseelsorge. 

Der Anlass ist von besonderem Interesse für berufstätige Seelsorger, Forschende und Fachpersonen im Gesundheitswesen mit einem Interesse an Spiritual Care sowie für Entscheidungsträger in Gesundheitseinrichtungen und nationalen Gesundheitsministerien.

Links:

Webseite «Spiritual Care During Times of Crisis»

Webseite der Konferenz

Blogbeitrag zur Konferenz

 

«Was willst du, dass ich dir tun soll?» - Ethik in Seelsorge und Spiritual Care (15.-16. September 2021)

Tagung  15.–16. September 2021 in Zürich

Im Zuge einer zunehmenden Professionalisierung der Medizinethik wie auch der Seelsorge, und im Zusammenhang mit der Einbindung von Seelsorge in die interprofessionelle Spiritual Care, rückt seit einiger Zeit die Frage nach dem ethischen Profil und der ethischen Qualifikation von Seelsorge stärker in den Blick der Forschung. Empirische Untersuchungen der letzten Jahre haben auf zahlreiche Berührungspunkte zwischen Seelsorge, Spiritual Care und Ethik aufmerksam gemacht, die auch über strukturierte Einbindung von Seelsorgenden in Entscheidungsprozesse bei ethischen Fragestellungen hinausgehen. Seelsorgende sind somit in ihrer praktischen Tätigkeit herausgefordert, ethische Kompetenzen für das Praxisfeld der klinischen Versorgung auszubilden und im Verhältnis zu ihrer Rolle als Seelsorgende zu reflektieren.

Die Fachtagung möchte hierzu einen Beitrag leisten, indem sie Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen zusammenbringt, um damit Impulse für die weitere Entwicklung von Ethikkompetenz in Seelsorge und Spiritual Care im deutschsprachigen Raum sowie für die internationale Forschung zu setzen.

 

Call for Papers / Tagungsprogramm:

Während der Tagung besteht die Möglichkeit, aktuelle Forschungsprojekte (z.B. Promotions- oder Habilitationsprojekte) und herausragende Praxismodelle vorzustellen, die sich mit den Schnittstellen von Ethik und Seelsorge, sowie Ethik und Spiritual Care beschäftigen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers (PDF, 155 KB).

Bitte senden Sie ihr kurzes Exposé bis zum 30.04.2020 an sekretariat[at]sozethik[dot]uzh[dot]ch.

Weitere Informationen auf der Tagungswebseite.