1. Kor 15,19–28
Osterdämmerung: ShowUp im ShowDown | Ostersonntag | 05.04.2026 | 1. Kor 15,19–28 | Markus Kreis |
19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. 20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. 25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.
(siehe auch unter Alles in Allem, ein Lied der Band Einstürzende Neubauten)
Alles in allem
Ist es nicht so
Am Ende des Tages
spricht eine Stimme da draußen
Irgendwo
In einem drin:
Was für ein Morgen
Kampf um Vormacht, Umwälzung
Verzweiflung verboten
Hoffnung stirbt zuletzt
und das Sehnen sucht sich zu Tode
alles in allem am Ende des Tages
Matrize, Mehrwert, Manie
Teufelskreis
im pappsatten Blipp des Tastenschlags
triefende Bilder, strahlende Stimmen
ploppen hoch und strudeln hinab
zu Dröhnen und Glucksen
Taufe der Urflut
Glücklose Freude
endlich
verströmt wie Oberflächenwasser
alles in allem am Ende des Tages
ins Erdreich, das für den Tod aussiebt
Eine Stimme spricht da draußen
Irgendwo
In einem drin:
Am Ende des Tages, irgendein Morgen, alles in allem.
Gegen das „Alles wird gut!“ Gegriene
nicken aus Keller und Gräbern
jedes Menschen Leichen und Tode
ihm zu
in seiner Tiefe
Dort Totenstill, ob
aus schwarzen Schreckensflusses
zügelloser Trauer und Reue
Freude und Glück entrinnt unbändig?
Bar jeden Verdachts und Argwohn
Nur stiller Freude und stummem Glück untertan
statt einer Hoffnung oder Sehnsucht,
Versagensangst oder Machtgier,
Zeigelust oder Schamröte.
Eine Freude, rein und still und klar
wie erster Tau im kühlen Morgen
Geheimnis des Glaubens
Gefallen finden an Geheimnis?
Enttäuschung und Missmut bei vielen
als Welt das wahre Wesen hinter Banksy lüftete
Gottes Stimme spricht draußen
Irgendwo
In einem drin:
Dieser eine Morgen
Am Ende des Tages
Freudiges Glück alles in Allem!
Gefallen
Mensch am Geheimnis Gottes
Wohl für uns das Weh´ über ihm
aus seinen Spuren raus
zu seiner Freud´ hinein
In diesem Glück
legt sich dem Leben eine Spur
fädelt zurecht, was aus der Bahn
im Wahn des Menschen und der Welt
verfehlt und ganz missraten
Gottes Stimme spricht draußen
Irgendwo
In einem drin:
Dieser eine Morgen
Am Ende des Tages
Freudiges Glück alles in Allem!
Amen.
Markus Kreis OStR
Hirschkopfstraße 9
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