Jeremia 29, 1.4–7.11

· by predigten · in 21. So. n. Trinitatis, 24) Jeremia / Jeremiah, Aktuelle (de), Altes Testament, Archiv, Beitragende, Bibel, Deutsch, Hansjörg Biener, Kapitel 29 / Chapter 29, Kasus, Predigten / Sermons

„Nicht mein Land? – Oh doch!“ | 21. So. n. Trinitatis | 25. Oktober 2026 | Jeremia 29, 1.4–7.11 | Dr. Hansjörg Biener |

„Nicht mein Land? – Oh doch!“

„Das ist nicht – mehr – mein Land.“ Ich weiß nicht, wie viele Menschen in diesen Tagen mit diesem Gefühl leben. Vielleicht auch Sie. Obwohl: In diesen Tagen? Es gibt Menschen, die dieses Gefühl schon lange haben. Nicht seit Wochen, schon seit Jahren. Der heutige Predigttext führt in eine Zeit, in der Menschen das noch viel mehr sagen konnten als wir. Sie waren über 1000 Kilometer aus Jerusalem nach Babylonien verschleppt worden. Es war also definitiv nicht ihr Land und die Heimat war nicht mehr ihre. Was der Prophet Jeremia dazu zu sagen hatte, folgt gleich im Predigttext, doch die Gliederung meiner Predigt will ich schon jetzt ansagen:

(1) „Nicht – mehr – mein Land!“ – eine aktuelle Stimmung.
(2) „Nicht mein Land? – Oh doch!“, sagt Jeremia.
(3) „Nicht mein Land? – Oh doch, aber eines von zweien!“ – sagt Jesus.

Es wird also auch ein bisschen Politik geben, aber nur so weit, dass wir die biblische Weisung verstehen.

Predigttext

„Jeremias Brief an die Weggeführten in Babel

1 Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte […].

4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: 5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; 6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. 7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl. […]

11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.

(Jer 29, 1.4–7.11)

Manchmal haben es Christen gut, weil sie die Bibel haben. Sie führt uns in andere Zeiten als die eigenen. Im Alten Testament z. B. in die Zeit des Propheten Jeremia. Im Neuen Testament in die Zeit Jesu und der ersten Christenheit. Manche sagen: Das ist doch alles so weit weg. Das hat uns nichts mehr zu sagen. Ich sage: Das ist so richtig wie falsch. Die Bibel führt uns in andere Zeiten und hilft uns so, unsere Zeit neu zu sehen. Wir können an der Bibel merken, wie weit wir gekommen sind. Im Guten. Und wir können merken, wie weit es mit uns gekommen ist. Im Schlechten.

(1) „Nicht – mehr – mein Land“ – eine aktuelle Stimmung.

„Nicht – mehr – mein Land“ – das ist ein Gefühl, das in diesen Tagen viele Menschen teilen. Und zwar dies- und jenseits der Meinungsgrenzen, die Deutschland in diesen Tagen teilen. Egal ob sie / wir zuerst A wie „AfD“ denken oder Z wie „zu viel Zuwanderung“. Auf der einen Seite haben wir Menschen, die nicht verstehen, wie die Alternative für Deutschland mehrheitsfähig werden kann. Auf der anderen Seite haben wir Menschen, die nicht verstehen, wie man das nicht verstehen kann. „Das ist nicht mehr mein Land“, sagen die einen, von denen manche einen Plan A andenken. A wie Auswandern. „Das ist nicht mehr mein Land“, sagen die anderen. Für sie gilt Plan Z. Z wie „Ich will mir mein Land zurückholen“. Und die einen nennen diese anderen „Wutbürger“, die nicht wissen, was sie wegschmeißen, wenn sie die Demokratie verachten. Die wiederum geben es den „Gutmenschen“ zurück. „Ihr wisst doch gar nicht, wie es im Alltag der ‚normalen‘ Leute im Osten, aber auch in westdeutschen Großstädten läuft. Es ist eben nicht mein Land, wenn sich die Politik um die große Welt kümmert, aber die kleine Welt der eigenen Leute vernachlässigt.“ Die Mauern in den Köpfen sind nicht so real wie der Eiserne Vorhang, der Deutschland einmal teilte, aber nicht weniger wirksam. Sie werden immer neu errichtet, wo starke Meinungen zählen, nicht starke Begründungen.

„Nicht mein Land.“ Wissen Sie, wer das Wort aufgebracht hat? Angela Merkel! 2015. Im Flüchtlingssommer. Damals sind viele Menschen stolz auf ihr Land. Deutschland zeigt Wärme, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl. Selbst geschriebene Schilder: „Refugees welcome.“ Die Kanzlerin sagt ihr berühmtes „Wir schaffen das“. Ein Wort, das bald aus dem Zusammenhang gerissen gegen sie gewendet wurde. Damals [am 31. August 2015] sagte die Bundeskanzlerin nach einer Aufzählung überstandener Herausforderungen der Bundesrepublik: „Ich sage ganz einfach: Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das! Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden.“ Manche [Parteigenossen] setzten sofort dagegen: „Nein. Wir schaffen das nicht.“ Für Angela Merkel war klar: „Die wollen das auch nicht.“ Sie wird ungewohnt emotional – und patzig: Wenn wir uns für Hilfe in Notsituationen entschuldigen müssen, „dann ist das nicht mein Land“. [15. September 2015]

Apropos Not und intensive Gefühle. Gehen wir nicht nur 10 Jahre zurück, sondern „2610“ Jahre in die Zeit des Alten Testaments. Ein Krieg ist verloren. Jerusalem ist gefallen. Die Bevölkerung ist tot, auf der Flucht vor den Babyloniern verstreut oder von den Siegern nach Babylonien verschleppt. In diese Situation hinein schreibt Jeremia, so unser Predigttext, in Gottes Namen einen Brief nach Babylonien.

(2) „Nicht mein Land? – Oh doch!“, sagt Jeremia.

Manchmal haben es Christen gut, weil sie die Bibel haben. Sie führt uns in andere Zeiten und hilft uns so, die eigene Zeit neu zu sehen. Jeremia schreibt an eine Gemeinschaft, die noch verzweifelter gewesen sein muss, als wir uns heute vorstellen können.

Da ist das Trauma des verlorenen Krieges, zu dem ein erschöpfender Treck von Jerusalem nach Babylon gekommen ist. Ich habe ein bisschen mit Google Maps gespielt, um mir die Entfernungen klarzumachen. Babylon gibt es nicht mehr, aber Bagdad 100 km nördlich. Jerusalem – Bagdad, das sind um die 1100 Kilometer: Luftlinie. Das ist etwas weiter als München – Kopenhagen oder München – Barcelona oder so weit wie Wien – Brüssel oder Wien – Kyjiw. Es ist doppelt so weit, wie meine Schwiegermutter nach dem Zweiten Weltkrieg von Breslau nach Amberg fliehen musste, wenn Luftlinie möglich gewesen wäre. Es ist halb so weit wie 2015 die Flüchtlingsroute von Griechenlands Küsten bis Passau. Zurück zum Treck der Jerusalemer nach Babylonien. „10 Tage“ sagt Google Maps, aber das wäre ununterbrochen laufen… Keiner kann das. Geübte Wanderer schaffen vielleicht 20 bis 25 km am Tag. Dann sind 1000plus Kilometer mehrere Monate. Man kann sicher sein, dass der vielwöchige Treck erneut viele Menschenleben kostete. Das war damals wie heute Teil der Kriegsführung. Ich übersetze mal die Opfer dieser wirklichen Umvolkung, wie sie auch Hitler, Stalin und andere an den Völkern der Welt verschuldet haben: Ehefrauen und -männer, Töchter und Söhne, Familien auseinandergerissen und dezimiert. Verwaiste Kinder mussten von wem auch immer adoptiert und mitgenommen werden. Meine Mutter, wie meine Schwiegermutter ebenfalls Schlesien-Flüchtling, erinnert sich genauso an ihre Flucht. Sie konnte sich nicht freimachen von den schreienden Kindern, die bei ihren Toten standen und zu ihrer Rettung von anderen mitgerissen wurden. Das ist Flüchtlingswelt. Am Ende ankommen im Irgendwo. „Refugees not welcome.“ Für Jeremias Briefgenossen kommt noch etwas dazu, was wir nicht so gut verstehen können. Sie sind in unheiliges Land gekommen, in dem man den Gott Israels nicht verehren konnte. Das ging nach damaligem Glauben nur im Tempel von Jerusalem. [Ich habe überlegt, wie ich dieses Gefühl erklären kann. Mir ist nur ein Vergleich eingefallen. Die Frage: „Wo möchtest Du begraben sein?“ Für manche unserer Zuwanderer ist klar: In der Heimaterde. Diese ist heiliges Land, nicht irgendein Gräberfeld einer deutschen Stadt.“]

Wie sollten die erschöpften Menschen aufstehen aus der Niedergeschlagenheit? Wie sollte neues Leben entstehen? Drei Aufgaben stellt Gott durch Jeremia den heimatlos gewordenen Jerusalemern:

5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte;

6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; […]

7 Suchet der Stadt Bestes […] und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.

Ich kürze das noch mal ab: Richtet euch ein. Bekommt Kinder. Betet.

„Baut Häuser und wohnt darin.“

Es ist zunächst das Naheliegendste zu tun. Man muss sich behausen und irgendwo unterkommen. In was Eigenem, um anzukommen. Immerhin haben die Babylonier den verschleppten Jerusalemern gemeinsame Siedlungen erlaubt. Auf diese Chance weist Jeremia die mutlose Gemeinschaft hin. Ich erinnere mich an meine Eltern- und Großelterngeneration, die vom Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen geprägt war. Meine Mutter und Schwiegermutter waren als Jugendliche aus Schlesien nach Bayern gekommen. Keineswegs als willkommene Flüchtlinge, aber am Ende erfand die CSU eine positive Erzählung: Die Sudetendeutschen seien nun nach Altbayern, Franken und Schwaben der vierte Stamm Bayerns. Das sollte den heimatlosen Flüchtlingen ein neues Heimatgefühl ermöglichen und den Einheimischen helfen, in den Köpfen Platz zu machen. Man hat den Vertriebenen sogar eigene Städte gegeben wie Neugablonz oder Stadtteile wie die Geigenbauersiedlung in Erlangen-Bubenreuth. Die von Sudetendeutschen und anderen Flüchtlingen gegründeten Handwerksbetriebe und Unternehmen leisteten in den folgenden Jahren ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung Bayerns.

„Baut Häuser und wohnt darin.“ Nr. 1. Eine Forderung, die heimatlosen Menschen durch Jahrhunderte hinweg geholfen hat, woanders eine neue Heimat aufzubauen.

„Bekommt Kinder und Kindeskinder.“ Nr. 2.

Wieder eine Forderung Gottes, die anfangs schwer zu hören ist, wenn die Vergangenheit in Trümmern liegt und die Gegenwart trostlos ist. Wozu soll man in der Fremde etwas aufbauen? Wozu soll man Kinder kriegen, wenn doch das Ende nah ist? „In diese Welt kann man keine Kinder setzen.“ Das ist ein Grundgefühl von Frauen in Krisenzeiten, und manchmal bleibt dieses Gefühl ein Leben lang. In Krisenzeiten gehen die Geburtenzahlen zurück. Man weiß eben nicht, was in fünf, zehn oder zwanzig Jahren sein wird. Und doch haben im Nachkriegsdeutschland viele Flüchtlingsfrauen Familien gegründet. „Heimat ist da, wo Deine Lieben sind.“ Das sagte meine Schwiegermutter. Sie wurde in der Oberpfalz eine Frau, die mehr als nur ihre Familie zusammengehalten hat. Sie hat zwei Kinder auf einen guten Weg gebracht. Sie wurde der Zusammenhalt der Verwandtschaft, in die sie eingeheiratet hatte. Schlesien war nicht mehr ihr Land, Bayern war es. Nach vielen Jahrzehnten fand sich ein Verwandter in der Ferne. Er war nach der Verschleppung in der Sowjetunion geblieben. „Deine Leute sind sowieso tot“, hatte man ihm gesagt. Auch er hatte schließlich eine Familie gegründet. Er hat Deutschland besucht, doch es war nicht sein Land. Eine Aussiedlung kam für ihn nicht in Frage. Russland war sein Land geworden.

„Baut Häuser und wohnt darin.“ Nr. 1.
„Bekommt Kinder und Kindeskinder.“ Nr. 2.
Und nun noch Nr. 3, die vielleicht größte Herausforderung:

„Suchet der Stadt Bestes […] und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.“

Die Mitgehangen-Mitgefangen-Begründung leuchtet ein, die Aufforderung zur Fürbitte eher. Warum auch. Ich kann mir viele Antworten in den Köpfen von Jeremias Briefempfängern vorstellen. „Beten für unsere Feinde?“ „Haben die Babylonier etwa nicht Verwandte, Freunde oder Bekannte zu Tode gebracht?“ „Haben sie uns etwa nicht an diesen miserablen Ort verschleppt?“ Doch ganz abgesehen von den äußeren Umständen: Jeremia denkt mit seiner Aufforderung noch an etwas anderes. Der Hass muss aus den Köpfen raus, denn Hass macht krank. Er frisst die Seele auf, hätte man früher gesagt. In heutigem Deutsch würde man sagen: Er bindet zu viel Energie, die zum eigentlichen Leben nötig wäre. Man kann nicht töten ohne Hass, sagten mir Weltkriegsveteranen. Und genauso gilt: Man kann nicht für Menschen beten, die man hasst. Beten verändert, denn Gott kommt dazu: Unrecht wird vor Gott geklagt. Innere Kämpfe werden mit Gott ausgefochten, weil es vielleicht eben nicht nur die bösen anderen sind.

Jeremia jedenfalls sieht seinen Gott weiter am Werk. Er schreibt als Gottes Wort für die Zeit in den Brief:

„11 Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

Wieder ein Wort, das Widerstände weckt und große Dynamik zwischen Gott und Mensch. Denn wer unzufrieden ist mit Leid und Unfrieden, wer Zukunft und Hoffnung bezweifelt, muss sich an Gott abarbeiten, nicht an Menschen. Gott gilt es beim Wort zu nehmen und seine Zusagen einzuklagen.

Ich habe drei Predigtabschnitte angekündigt. Nach dem Blick in die Vergangenheit Jeremias nun noch ein paar Worte zu unserer Gegenwart und Zukunft aus biblischer Sicht.

(3) „Nicht mein Land? – Oh doch, aber eines von zweien!“ – sagt Jesus.

Manchmal haben es Christen gut, weil sie die Bibel haben, denn sie spricht nicht nur von der Vergangenheit, sondern auch von unserer Zukunft. Jesus hat sie Reich Gottes genannt und behauptet, es sei nahe herbeigekommen. Seine Jünger haben bald verstanden: In ihm ist es nahe herbeigekommen. In dem, was er sagte und tat. In dieser Welt wollte Jesus eine neue Welt entstehen lassen. „Mit Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Sein Vorbild wurde den Jüngern zur Anleitung zu einem Leben aus Gott-vertrauen und zum Dienst an anderen. Sein Tod am Kreuz war sein letzter Test auf seinen Glauben und sein letzter Dienst an den Menschen. Das jedenfalls lernten die Jünger, die seine Auferstehung bezeugten. Die Macht des Todes ist gebrochen, obwohl sie sich immer noch zeigt.

Die Idee vom Gottesreich, macht Christen zu Bürgern zweier Welten, und der Taufschein ist unser Pass. Christen haben also eine irdische Heimat, in der sie sich einrichten, Kinder bekommen und beten, und eine zweite Heimat in Jesus und seiner Gemeinde. Das Gottesreich soll sich eines Tages in voller Pracht zeigen, wenn alles zu einer Neuen Welt aufersteht. Noch sind wir nicht da. Noch gibt es in der irdischen Heimat nicht „Frieden für alle“ und deprimiert uns, Leid bei vielen. Noch fechten viele Umstände die Zukunft an und lassen die Hoffnung sinken. Selbst wenn die Zustände in Deutschland nicht so schwierig sind wie andernorts und auch in Jerusalem und Babylon zu einer anderen Zeit. Aber Gott spricht uns auf die Fähigkeiten zum Handeln an: Du hast ein Bürgerrecht im Reich Gottes in Anspruch zu nehmen und eine neue Welt in der alten. Auch da hast Du zu bauen, zu pflanzen, zu vermehren und bei Gott einzuklagen. Die Bibel verlangt nicht viel: „So viel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ (Röm 12,18) Gottes Challenge für Christen lautet weiterhin: zusammenleben als „versöhnen statt spalten“, wie das Lebensprojekt des bekennenden Christen und zeitweiligen Bundespräsidenten Johannes Rau lautete. Es ist unser gemeinsames Land, und wenn’s ihm wohl geht, geht’s euch auch wohl.

Amen.


Dr. Hansjörg Biener (*1961) ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als Religionslehrer an der Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg tätig. Außerdem ist er außerplanmäßiger Professor für Religionspädagogik und Didaktik des evangelischen Religionsunterrichts an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. (Hansjoerg.Biener (at) fau.de)